Celia Johnson

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Dame Celia Elizabeth Johnson DBE (* 18. Dezember 1908 in Richmond, England; † 26. April 1982 in Nettlebed, England) war eine britische Schauspielerin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zu ihrem 100. Geburtstag 2008 angebrachte Gedenkplakette an Celia Johnsons Geburtshaus

Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie in London an der Royal Academy of Dramatic Art (RADA). 1928 sah man sie erstmals auf der Bühne, in der Rolle der Sarah in einer Aufführung von George Bernhard Shaws Major Barbara. Anschließend spielte sie am Londoner West End und am New Yorker Broadway in renommierten Schauspielhäusern.

1942 machte Johnson ihr Filmdebüt in dem Film In Which We Serve unter Regie von Noël Coward und David Lean. Mit den beiden drehte sie später auch die Filme Wunderbare Zeiten (1944) und Begegnung (1945). Letzterer Film an der Seite von Trevor Howard gilt als Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere und brachte ihr eine Oscar-Nominierung als Beste Hauptdarstellerin ein. Einen weiteren Erfolg errang Johnson 1952 an der Seite von Alec Guinness mit dem Film Der Schlüssel zum Paradies.

Im Verlauf der 1950er-Jahre zog sich Johnson zunehmend von der Kinoarbeit zurück. Eine letzte Ausnahme war ihr Auftritt in Die besten Jahre der Miß Jean Brodie aus dem Jahr 1969, für ihre Darbietung gewann sie den British Academy Film Award in der Kategorie Beste Nebendarstellerin. Anschließend trat sie aber noch in mehreren Fernsehproduktionen und Theaterinszenierungen auf, so war sie beispielsweise postum im Jahr 1983 in einer Gastrolle in der Fernsehserie Number 10 zu sehen.

Ronald Neame, der Produzent von Begegnung, erinnerte sich, dass Johnson die Schauspielerei nicht als wichtig empfunden habe, sie aber dennoch die Schauspielerin mit der größten emotionalen Kraft gewesen sei, die er gekannt habe: „Celia Johnson kann das Telefonbuch lesen und dich zum Weinen bringen.“[1]

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Celia Johnson war von 1936 bis zu dessen Tod 1971 mit dem Drehbuchautor Peter Fleming verheiratet, dem Bruder des James-Bond-Autoren Ian Fleming. Das Paar hatte drei Kinder, den Farmer Nicholas Peter Val Fleming (1939–1995), die Autorin Kate Grimond (* 1946) und die Schauspielerin Lucy Williams (* 1947).[2]

Ein Jahr vor ihrem Tod wurde sie für ihre Schauspielleistungen in den Adelsstand erhoben. Johnson starb im April 1982 mit 73 Jahren an einem Schlaganfall, kurz bevor sie neben Ralph Richardson in dem Stück The Understanding am Londoner West End auftreten sollte.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dokumentation: A Profile of 'Brief Encounter' (2000), 5:30 Minuten
  2. Biography. Abgerufen am 23. Juni 2015 (eng).
  3. Upi: DAME CELIA JOHNSON, 73, IS DEAD; WAS ACTRESS IN 'BRIEF ENCOUNTER'. In: The New York Times. 27. April 1982, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 3. Mai 2021]).