Celler Schule

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Die Celler Schule wurde 1996 als „Förderseminar für Textschaffende in der Unterhaltungsmusik“ gegründet. Ziel ist es, herausragend talentierte, aber noch nicht arrivierte Textdichter durch die Vermittelung von Schreibtechniken und Kreativitätsmethoden handwerklich zu professionalisieren und ihnen Einblick in die Arbeitsweise und Anforderungen der Musikindustrie zu vermitteln.[1][2]

Die Kurse wurden bis 2008 jährlich als zweiwöchige Masterclass in der niedersächsischen Stadt Celle veranstaltet. Nach der Schließung des dortigen Seminarhauses wurde als neuer Seminarort das Lutherheim in Springe ausgewählt.[3] Die jährliche Ausschreibung ist für jeden offen. Es müssen Arbeitsproben eingereicht und Pflichtaufgaben erfüllt werden. Hieraus bestimmt eine Fachjury genreübergreifend die zehn Teilnehmenden[1] aus den Bereichen Schlager, Volksmusik, Kabarett, Chanson, Rock, Popmusik und Kinderlied.

Das Seminar wurde mit Unterstützung des Deutschen Textdichterverbandes und dessen damaligem Präsidenten Hans Hee von der Autorin und Dozentin Edith Jeske ins Leben gerufen[1][4] und wird von ihr geleitet, seit 2002 gemeinsam mit Tobias Reitz. Seit 2005 ist Rainer Bielfeldt festes Mitglied im Leitungsteam, seit 2013 Julia Hagemann. Finanziert wird die Celler Schule von der GEMA-Stiftung sowie geringen Teilnehmerbeiträgen.[1] Die Celler Schule ist das einzige Stipendium in Deutschland, das auch Songtexterinnen und Songtextern offensteht, die nicht selbst auf der Bühne stehen.

Edith Jeske nennt als bekannte Absolventen der Schule Bodo Wartke, Andreas Zaron, Heike Fransecky, Bodenski von Subway to Sally, Flo Peil, jetzt bei Kasalla, Fabian Schläper, Nina Schneider und Michael Krebs.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Interview von Mario Rembold: Edith Jeske, Gründerin und Dozentin der Celler Schule, über das Förderseminar für Textschaffende. In: Backstage Pro. 28. September 2015.
  2. Günter Hochgürtel: Dichtkunst: Maßschneiderin für Songtexte. In: Kölner Stadt-Anzeiger, 8. Juni 2011.
  3. Christian Zett: Echo-Nominierungen, Preise, Schlagerhits: Wie man von Springe aus die Musikwelt erobern kann. In: Neue Deister-Zeitung. 10. März 2012
  4. Claudia Karner: Hans Hee im Porträt. songtexte-schreiben-lernen.de, 7. Februar 2019.