Cenek Kottnauer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Cenek Kottnauer, Beverwijk 1962

Cenek Kottnauer, englische Schreibweise des tschechischen Vornamens Čeněk, (* 24. Februar 1910 in Prag; † 14. Februar 1996 in London) war ein tschechisch-britischer Schachspieler.

Kottnauer spielte bereits 1942 und 1943 bei den Turnieren in Prag gegen die seinerzeit besten Schachmeister. Seine ersten bedeutenden internationalen Turniere waren Groningen 1946 und das Chigorin-Gedenkturnier 1947 in Moskau. 1950 erhielt er von dem Weltschachbund FIDE den Titel Internationaler Meister. 1951 wurde er außerdem zum Internationalen Schiedsrichter der FIDE ernannt.

1952 spielte er für die Tschechoslowakei bei der Schacholympiade in Helsinki und erzielte mit 12,5 aus 15 (83,33 %) ein hervorragendes Ergebnis, er gewann damit die Goldmedaille für die beste Leistung am vierten Brett. 1953 gewann er ein internationales Turnier in Luzern.

1953 emigrierte er nach England und nahm die britische Staatsbürgerschaft an. Mit seiner Ehefrau Daniela (née Horska) lebte er in London. Für England trat er dann bei den Schacholympiaden 1964 in Tel Aviv (11,5 aus 18 an Brett 1) und 1968 in Lugano (5,5 aus 12 an Brett 2) an. Später unterrichtete er in London viele junge talentierte Schachspieler, wovon einige davon später zu Schachgroßmeister wurden: Nigel Short, Dharshan Kumaran, Julian Hodgson, Stuart Conquest. 1961 kam sein Sohn - Daniel Vincent Roy Kottnauer - auf die Welt.

Weblinks[Bearbeiten]