Centaurus Verlag

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Centaurus Verlag & Media

Logo
Rechtsform Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
Gründung 1983
Auflösung Ende 2014
Sitz ehemals Pfaffenweiler, dann Herbolzheim
Leitung ehemals Petra Sanft, dann Dieter Sanft
Branche Verlag

Die Centaurus Verlag & Media UG (haftungsbeschränkt) war ein deutscher Verlag, der hauptsächlich wissenschaftliche Literatur aus verschiedenen Fachbereichen veröffentlichte und seinen Sitz in Baden-Württemberg hatte. Zum 1. Januar 2015 übernahm Springer VS das Buchprogramm des Verlags.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der nach dem Fabelwesen Kentaur benannte Verlag wurde 1983 in Pfaffenweiler als wissenschaftlicher Fachverlag gegründet und zog im Jahr 2000 nach Herbolzheim. Der Verlag war von Viljem Mocnik, dem Geschäftsführer des Unternehmens Primotec-Printware gekauft worden.[2] Nachdem Ende März 2009 die deutsche Filiale des Memento Verlages eingestellt wurde, übernahm Petra Sanft, die Leiterin der dortigen Marketing-Abteilung den Centaurus Verlag.[3] Über den Verlag organisierte sie den Abverkauf der Memento-Rechtshandbücher.[3] Zudem zog das Verlagsbüro in die Freiburger Kaiser-Joseph-Straße, Sitz war jedoch weiterhin Herbolzheim.[4] Der Verlag gehörte dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels an und kooperiert seit 2011 mit dem Social Science Open Access Repository[5] sowie mit der Publikationsplattform pedocs des Fachportals Pädagogik.[6] Die Verlegerin Petra Sanft verstarb 2013. Zum 1. Januar 2015 übernahm Springer VS den Verlag, das Programm wird unter dem Namen Edition Centaurus weitergeführt.[7]

Programm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verlagsprogramm gliedert sich in zwei Bereiche. Einmal in den Bereich centaurus wissenschaft, in dem Studien der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, der Erziehungs- und Sozialwissenschaften, der Sprach-, Kultur- und Kunstwissenschaften sowie der Geschichte und Philosophie verlegt werden. Hier hat sich der Verlag auf wissenschaftliche Monographien, die Veröffentlichung von Dissertationen und Habilitationen, Sammel- und Tagungsbänden sowie Diplom-, Bachelor-, Magister oder Abschlussarbeiten spezialisiert. Seit 1990 gehört die Zeitschrift Soziale Probleme zum Portfolio.

Zum anderen werden unter centaurus edition Sachbücher, Ratgeber sowie essayistische Literatur veröffentlicht. In diesem Bereich erschien 2007[3] die Reihe Lebensformen (herausgegeben von Ulrich Beer) sowie seit 2011 die der Centaurus Paper Apps.

Insgesamt veröffentlicht der Centaurus Verlag über 100 Schriftenreihen. Bei vielen dieser Reihen arbeitet Centaurus mit Professoren und Hochschulinstituten als Herausgeber zusammen. So veröffentlichen etwa Marianne Kosmann, Katja Nowacki und Ahmet Toprak von der Fachhochschule Dortmund, die Reihe Gender and Diversity. Wolfgang U. Eckart von der Universität Heidelberg bringt zudem die Reihe Neuere Medizin- und Wissenschaftsgeschichte heraus. Insbesondere die juristischen und kriminologischen Schriftenreihen, wie etwa die von Bernd Schünemann und Klaus Tiedemann herausgegebenen Studien zum Wirtschaftsstrafrecht haben den Verlag bekannt gemacht. Das Verlagsprogramm umfasste Mitte 2011 etwa 1.800 Titel, jedes Jahr wird dieses um etwa 100 Neuerscheinungen erweitert.

Herausgeber und Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemaliges Verlagsbüro in Freiburg

Bedeutende Herausgeber und Autoren des Verlages sind und waren u. a.:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Springer übernimmt Programm vom Centaurus Verlag. Abgerufen am 31. Januar 2017 (englisch).
  2. Patrick Müller: Centaurus-Verlag in Herbolzheim - Nischenprodukte seit den 80er Jahren, Badische Zeitung vom 4. Januar 2008, Zugriff am 15. August 2011.
  3. a b c Petra Sanft übernimmt Centaurus Verlag in: BuchMarkt, Juni 2009.
  4. Handelsregister.
  5. ssoar.info: SSOAR kooperiert mit dem Centaurus Verlag: SSOAR, 15. Januar 2011, Zugriff am 15. August 2011.
  6. pedocs.de: Fachportal Pädagogik - Kooperationspartner, Zugriff am 15. August 2011.
  7. Mitteilung des Springer-Verlags.