Cer(III)-chlorid

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Kristallstruktur
Strukturformel von Cer(III)-chlorid
__ Ce3+     __ Cl
Kristallsystem

hexagonal

Raumgruppe

P63/m (Nr. 176)

Koordinationszahlen

Ce[9], Cl[3]

Allgemeines
Name Cer(III)-chlorid
Andere Namen
  • Cerchlorid
  • Certrichlorid
Verhältnisformel CeCl3
CAS-Nummer
  • 7790-86-5
  • 18618-55-8 (Heptahydrat)
  • 19423-76-8 (Monohydrat)
PubChem 161282
Kurzbeschreibung

weißer, hygroskopischer, geruchloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 246,48 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

3,92 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

848 °C[1]

Siedepunkt

1727 °C[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Toxikologische Daten

2111 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Cer(III)-chlorid ist eine chemische Verbindung von Cer und Chlor.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Cer(III)-chlorid

Es nimmt an feuchter Luft schnell Wasser auf und bildet verschiedene Hydrate wie Cer(III)-chlorid-Heptahydrat (CeCl3·7 H2O).

Verwendung[Bearbeiten]

Cer(III)-chlorid kann als Ausgangsstoff zur Synthese anderer Cerverbindungen eingesetzt werden. Es kann ebenfalls als Lewis-Säure dienen, zum Beispiel als Katalysator für Friedel-Crafts-Acylierungen und zur Alkylierung von Ketonen. Möglich ist außerdem der Einsatz bei der Luche-Reduktionen[5] und als Bestandteil von Detektor-Kristallen.[6]

Luche-Reduktion von Carvon

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f Eintrag zu Cer(III)-chlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 6. Oktober 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. a b Datenblatt Cerium(III) chloride bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 16. März 2011 (PDF).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist nur noch auf Altbeständen zu finden und von rein historischem Interesse.
  4. Datenblatt CEROUS CHLORIDE, ANHYDROUS (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) bei GFS CHEMICALS.
  5. Hintermann, Lukas: Katalytische enantioselektive Fluorierung, Dissertation, ETH Zürich, 2000. doi:10.3929/ethz-a-004062829
  6. Saint-Gobain: BrilLanCe™ 380 crystal

Weblinks[Bearbeiten]