Cernobbio

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Cernobbio
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Cernobbio (Italien)
Cernobbio
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Como (CO)
Lokale Bezeichnung Cernòbi
Koordinaten 45° 51′ N, 9° 5′ OKoordinaten: 45° 50′ 30″ N, 9° 4′ 40″ O
Höhe 202 m s.l.m.
Fläche 11 km²
Einwohner 6.771 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte 616 Einw./km²
Postleitzahl 22012
Vorwahl 031
ISTAT-Nummer 013065
Volksbezeichnung Cernobbiesi
Schutzpatron Vinzenz von Valencia (22. Januar)
Website Gemeinde Cernobbio
Cernobbio

Cernobbio ist eine Stadt mit 6771 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016) in der italienischen Provinz Como in der Region Lombardei. Die umfasst folgende Fraktionen: Piazza Santo Stefano, Rovenna, Casnedo, Gentrino, Madrona, Mornello, OlzinoStimianico, Toldino, San Giuseppe, Sant’Andrea, Garotto und die Bergortsteilen: Duello, Pievenello, Piazzola, Böcc, Scarone, Alpetto Gombee, Alvegia, Alpe Garzegallo.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cernobbio liegt nahe der Grenze zur Schweiz (etwa 5 km westlich) an der Mündung der Breggia in den Lago di Como. Die Stadt Como liegt etwa 5 km südlich. Im Jahr 2005 wurde der Gemeinde das Stadtrecht zugesprochen.

Die Nachbargemeinden sind Blevio, Caneggio (Schweiz), Como, Maslianico, Moltrasio, Morbio Superiore (Schweiz), Sagno (Schweiz) und Vacallo (Schweiz).

Wissenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Fußballnationalmannschaft bezog zur Fußball-Weltmeisterschaft 1934 ihr Trainingsquartier in Cernobbio.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Vincenzo[3]
  • Kirche San Michele, im Ortsteil Rovenna[4]
  • Kirche San Nicola, im Ortsteil Casnedo[5]
  • Kirche Santo Stefano, im Ortsteil Piazza santo Stefano[6]
  • Wallfahrtskirche Beata Vergine del Bisbino, auf Monte Bisbino (1325 m)[7]
  • Oratorium Beata Vergine delle Grazie[8]
  • Villa d’Este[9]
  • Villa Erba[10]
  • Villa Allamel[11]
  • Wohnhaus Cesare Cattaneo (1938/1939), Architekt: Cesare Cattaneo[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tolomeo Gallio (* 25. September 1527 in Cernobbio; † 3. Februar 1607 in Rom), Cardinal
  • Angelo Michele Colonna (* 1600 in Rovenna; † 11. März 1687 in Bologna), Kunstmaler tätig in Bologna, Parma, Modena, Florenz, Madrid und Genua[13]
  • Lorenzo Perti (* 1624 in Rovenna, Ortsteil der Gemeinde Cernobbio; † 1692 in München), Architekt. Der Architekt Agostino Barelli, der ebenfalls aus Rovenna stammte, holte er nach München und übertrug ihm ab 1663 den Bau der Theatinerkirche. Im Auftrag des Architekten Enrico Zuccalli errichtete Lorenzo anschließend die Klostergebäude.[14]
  • Giovanni Niccolò Perti (in der Regel als Nicolò Perti aufgeführt) (* 1656 in Rovenna; † 1718 in Neuburg an der Donau ?), Sohn des Lorenzo, Stuckateur hauptsächlich tätig in Bayern.
  • Paolo Felice Cassina (* um 1660 in Cernobbio; † nach 1692 ebenda), Sohn des Domenico, Holzbildhauer tätig in Rovenna[15]
  • Georges Bodmer (* 11. Dezember 1930 in Cernobbio), Fotograf, Grafiker[16]
  • Don Umberto Marmori (* 1885 in Ponna; † 18. Januar 1945 in Cernobbio), im Mai 1910 zum Priester geweiht, war er Vikar in Lenno von Juni 1910 bis August 1921. Anschließend war er bis 1933 Pfarrer von Plesio, wurde 1934 Propst von Cernobbio und verhalf vielen Soldaten und Juden zum Grenzübertritt in die Schweiz. Am 24. Januar 1944 wurde er von der SS verhaftet und ins San-Vittore-Gefängnis nach Mailand gebracht, aus dem er am 27. Februar 1944 entlassen wurde. Im Mai 1944 wurde er ins Exil nach Bergamo geschickt. Am Abend des 16. Januar 1945 wurde er nach Cernobbio zurückgebracht, schwer krank und mit offensichtlichen Anzeichen erlittener Folter, und starb zwei Tage später am 18. Januar 1945.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2016.
  2. Die WM 1934 in Italien – Nur acht deutsche Zeitungsreporter vor Ort. Deutscher Fußball-Bund, abgerufen am 28. Juni 2014.
  3. Pfarrkirche San Vincenzo (Foto) auf lombardiabeniculturali.it.
  4. Kirche San Michele (Foto)
  5. Kirche San Nicola (Foto)
  6. Kirche Santo Stefano (Foto)
  7. Wallfahrtskirche Beata Vergine del Bisbino (Foto)
  8. Oratorium Beata Vergine delle Grazie (Foto)
  9. Villa d’Este (Foto)
  10. Villa Erba (Foto)
  11. Villa Allamel (Foto)
  12. Wohnhaus Cesare Cattaneo (Foto)
  13. Angelo Michele Colonna auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).
  14. Ursula Stevens: Lorenzo Perti. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. 2016, abgerufen am 2. April 2016.
  15. Paolo Felice Cassina auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).
  16. Bodmer, Georges. In: Sikart (abgerufen am: 18. August 2015).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cernobbio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien