Cesare Bonizzi

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Br. Cesare Bonizzi, 2008

Bruder Cesare Bonizzi OFMCap (* 1946 in Offanengo in der Provinz Cremona, Lombardei) ist ein italienischer Kapuziner, der als Sänger und besonders 2008 als Heavy-Metal-Sänger bekannt wurde. Er wird auch als Frate Cesare oder Fratello Metallo („Bruder Metal“) bezeichnet, letzteres war zudem der Name seiner Band.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cesare Bonizzi wurde 1946 in Offanengo in Italien geboren. Im Jahr 1975 schloss er sich den Kapuzinern an und ging ins Kloster. Er war als Missionar an der Elfenbeinküste tätig. Nach seiner Rückkehr 1983 wurde er zum Priester geweiht. Seit 1990 macht Bonizzi Musik, die er vor allem als Mittel zum Zweck der Besinnung und geistigen Einkehr betrachtet. Dabei bedient er sich unterschiedlichster Musikstile vom New Age bis zur Rockmusik.

Nach dem Besuch eines Konzerts der amerikanischen Band Metallica ergriff ihn die Leidenschaft für Metal, um sich musikalisch auszudrücken. Nach eigenen Worten ist Metal für ihn „die energiereichste, lebendigste, tiefste und wahrhaftigste musikalische Sprache, die ich kenne“.[1] Mit Misteri nahm er im Jahr 2008 unter dem Namen Fratello Metallo sein erstes Heavy-Metal-Album auf. Ende 2009 gab er bekannt, dass er nicht mehr als Metal-Musiker auftreten werde. Er wolle damit den Teufel „töten“, der ihn zu einer Berühmtheit gemacht habe. Es habe die Gefahr bestanden, dass es zu einem Zerwürfnis zwischen Bonizzi und seinen Bandkollegen wie auch seinen Mitbrüdern gekommen wäre.[2] Dies sollte jedoch keine Ablehnung des Musikstils ausdrücken; Metal sei, so Bonizzi, „die Kraft der Musik selbst“ und „ein Bruder“.[2]

Cesare Bonizzi lebt im Konvent von Musocco, einem Stadtteil von Mailand.

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonizzi nahm eine Reihe von Alben aus unterschiedlichen Musikrichtungen auf, wurde jedoch erst durch sein Album Misteri aus dem Jahr 2008 sowie seinen Auftritt als opening act beim italienischen Festival Gods of Metal, dem größten Rockfestival des Landes, international bekannt. Er selbst gibt Metallica und Megadeth als Hauptinspiration seiner Interpretation des Heavy Metal an, die er als Metrock (Verschmelzung von Metal und Rock) bezeichnet. Bonizzi trat bei Konzerten in vollständigem Habit auf.

In der Metal-Szene wird zuweilen die Geste der Teufelshörner, einer erhobenen Faust mit ausgestrecktem Zeigefinger und kleinem Finger verwendet, in Italien auch als Mano cornuta eine vielverbreitete abergläubische wie zuweilen obszöne Geste. Bonizzi verwendete hingegen das Handzeichen für Ich liebe Dich der American Sign Language, welches sich von der Mano cornuta durch den ausgestreckten Daumen unterscheidet.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Come Fiamma
  • Droghe
  • Primi Passi
  • Straordinariamente Ovvio
  • Maria e Noi
  • Francesco Come Noi
  • Credo
  • Il LA Cristiano
  • Vie Crucis
  • Misteri (2008)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friar to open heavy metal concert (Englisch) In: Italy Magazine. 26. Juni 2008. Abgerufen am 9. März 2010.
  2. a b Reuters: Heavy metal monk hangs up his mic (Englisch) In: ABC News. 13. November 2009. Abgerufen am 9. März 2019.