Cesare Cantù

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Cesare Cantù, 1847.

Cesare Cantù (* 5. Dezember 1804 in Brivio, Provinz Lecco; † 11. März 1895 in Mailand) war Gelehrter und Schriftsteller.

Cesare Cantù widmete sich infolge der Bedürftigkeit seiner Eltern dem geistlichen Stande, trat aber noch vor Empfang der Weihen aus dem Seminar, bekleidete Lehrerstellen in Sondrio, Como und Mailand und zog bereits 1825 durch eine Dichtung: Algiso o La lega lombarda, sowie durch eine zehnbändige Geschichte der Stadt und Diözese Como Storia della citta e della diocesi di Como die Aufmerksamkeit auf sich.

Dann widmete er sich vornehmlich literargeschichtlichen Arbeiten und schrieb über Alessandro Manzoni, George Byron, Victor Hugo, die deutsche Literatur und Giuseppe Parini. Von 1874 bis zu seinem Tod war er Direktor des Staatsarchivs Mailand.

Cesare Cantù.

Mit Eifer betrieb er auch historische Studien, zog sich 1833 mit seinen Sulla storia Lombarda del secolo XVII eine gerichtliche Verfolgung zu, wurde eingekerkert und schrieb im Gefängnis seine Margherita Pusterla , den populärsten historischen Roman der Italiener nach den Commento storico ai Promessi sposi o La Lombardia nel secolo XVII, den indessen die österreichische Zensur erst nach drei Jahren freigab. Auch fasste er damals den Plan seiner groß angelegten Storia universale. Ab 1869 war er korrespondierendes Mitglied der Accademia della Crusca in Florenz.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Constantin von Wurzbach: Cantù, Cäsar. In: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich. 2. Theil. Verlag der typografisch-literarisch-artistischen Anstalt (L. C. Zamarski, C. Dittmarsch & Comp.), Wien 1857, S. 269–272 (Digitalisat).
  • Marino Berengo: Cantù, Cesare. In: Alberto M. Ghisalberti (Hrsg.): Dizionario Biografico degli Italiani (DBI). Band 18 (Canella–Cappello), Istituto della Enciclopedia Italiana, Rom 1975.
  • Francesca Kaucisvili Melzi D'Eril: Cesare Cantù e i cattolici liberali francesi, cinque corrispondenze con François-Alexis Rio, Albert DuBoys, Camille de Meaux, Mons. Félix Dupanloup, Maxime de LaRocheterie. (a cura di Francesca Kaucisvili Melzi D’Eril). Milano: Ed. Comune di Milano "Amici del Museo del Risorgimento", 1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mitgliederliste der Crusca