Cesta hrdinov SNP

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Cesta hrdinov SNP
Wegbeschilderung in Kapišová
Wegbeschilderung in Kapišová
Karte
Karte des Wanderweges
Daten
Länge 769 km
Lage Slowakei, Tschechien
Betreut durch Klub slovenských turistov (KST)
Markierungszeichen Stripe-marked trail red.svg
Startpunkt Burg Devín, Bratislava, Slowakei
48° 10′ 30,2″ N, 16° 58′ 42,9″ O
Zielpunkt Duklapass bei Vyšný Komárnik, Slowakei
49° 25′ 3,1″ N, 21° 41′ 43,8″ O
Typ Fernwanderweg
Höhenunterschied 1850 m
Höchster Punkt Abzweig unterhalb des Chopok (1995 m n.m.)
Niedrigster Punkt Burg Devín (145 m n.m.)

Der Cesta hrdinov SNP (deutsch Weg der Helden des Slowakischen Nationalaufstandes; auch nur Weg der Helden) ist der bedeutendste Fernwanderweg der Slowakei. Er zieht sich durch die ganze Slowakei von der Burg Devín an der Mündung der March in die Donau bei Bratislava bis zum Duklapass an der polnisch-slowakischen Grenze bei Vyšný Komárnik. Auf einer Länge von 26 Kilometer passiert der Weg das tschechische Territorium. Die Trasse verbindet viele Orte miteinander, die mit dem Slowakischen Nationalaufstand oder der Befreiung der Slowakei in den Jahren 1944 und 1945 verbunden sind.

Der Klub slovenských turistov gibt die Gesamtlänge des Wegs mit 769 Kilometern an. In anderen Publikationen kann die Länge zwischen 750 und 770 Kilometer variieren. Der ganze Weg ist mit einer roten Markierung versehen. Durchschnittlich braucht man drei bis vier Wochen, um den ganzen Weg zu bewältigen.[1]

Der Weg ist fast vollständig identisch mit dem slowakischen Abschnitt des Europäischen Fernwanderwegs E8 und ist vom Abzweig Biely kríž bei Svätý Jur bis zum Grabmal von Milan Rastislav Štefánik auf dem Berg Bradlo bei Brezová pod Bradlom identisch mit der Štefánikova magistrála.

Wegverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parkplatz unterhalb der Burg Devín, Startpunkt des Wegs

Der Cesta hrdinov SNP ist landschaftlich vielfältig, einige Teilstrecken führen durch Talkessel und bewohnte Gebiete, größtenteils verläuft er aber durch Gebirge und über Gebirgskämme. Nach dem Anfang in Devín und über Devínska Kobyla, Slavín und Kamzík führt der Weg entlang des Hauptkamms der Kleinen Karpaten, bevor er den Berg Bradlo mit dem Grabmal von Milan Rastislav Štefánik bei Brezová pod Bradlom erreicht. Durch die Weiler-Gegend rund um Myjava kommt der Weg in die Weißen Karpaten. Zwischen dem Berg Veľká Javorina und dem Sattel Kykula passiert der Weg das tschechische Territorium, bevor er anschließend in Trenčín die Waag überquert. Bei Trenčianske Teplice geht die Trasse in die Strážovské vrchy bergauf, passiert unter anderen Horná Poruba und Čičmany bis zum Sattel Fačkov am Rande der Kleinen Fatra.

Der Weg am Hauptkamm der Niederen Tatra zwischen Chopok und Ďumbier

Die Trasse umgeht die historische Turz (slowakisch Turiec) durch den Hauptkamm des Žiargebirges, bevor sie nördlich von Handlová die Kremnitzer Berge erreicht. Hinter Kremnica passiert die Trasse zuerst den Sattel Malý Šturec und wechselt in die Große Fatra, führt dann über den Sattel Veľký Šturec und den Berg Zvolen bei Donovaly. Ab dort beginnt der fast 100 Kilometer lange Abschnitt am Hauptkamm der Niederen Tatra, in dessen Verlauf Chopok, der höchste Punkt des Wegs, sowie den Sattel Čertovica und den Berg Kráľova hoľa am Ostrand der Niederen Tatra erreicht werden.

Denkmal am Duklapass, Endpunkt des Wegs

Am Sattel Besník östlich von Telgárt erreicht die Trasse das Slowakische Erzgebirge (Slovenské rudohorie) und folgt dem Hauptkamm der Volovské vrchy bis zum Stadtrand von Košice am Berg Jahodná. Dort wendet sich der Weg nach Norden, und über den kleinen Gebirgszug Čierna hora erreicht sie alsbald das besiedelte Bergland Šarišská vrchovina, passiert den Stadtrand von Prešov und steigt hinter Veľký Šariš hinauf in das Čergov-Gebirge. Der letzte Abschnitt durch das Bergland Ondavská vrchovina in den Niederen Beskiden passiert die Stadt Bardejov, über den Berg Čierna hora erreicht er Svidník, bevor er über Kapišová und Medvedie am Duklapass ankommt, der das Ende des Weges bildet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörn & Petra Kaufhold: Slowakei: Weg der Helden (E 8). 1. Auflage. Conrad Stein Verlag, Welver 2016, ISBN 978-3-86686-388-0, S. 160 (Detaillierte Wegbeschreibung, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten).
  • Milan Lackovič, Juraj Tevec: Z Devína na Duklu. 1. Auflage. Dajama, Bratislava 2016, ISBN 978-80-8136-063-3, S. 184 (slowakisch, detaillierte Wegbeschreibung, Sehenswürdigkeiten, Übernachtungsmöglichkeiten. Anmerkung: das Buch beschreibt die ganze Trasse, legt aber den Beginn des Cesta hrdinov SNP erst am Berg Bradlo fest).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Notizheft des Klub slovenských turistov mit grundlegenden Angaben, Höhenprofil und Teilstrecken (slowakisch), abgerufen am 23. Februar 2020

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Cesta hrdinov SNP – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien