Cetina (Saragossa)

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Gemeinde Cetina
Cetina – Palast
Cetina – Palast
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Cetina
Cetina (Saragossa) (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Saragossa
Comarca: Comunidad de Calatayud
Koordinaten 41° 18′ N, 1° 58′ WKoordinaten: 41° 18′ N, 1° 58′ W
Höhe: 675 msnm
Fläche: 78,76 km²
Einwohner: 592 (1. Jan. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,52 Einw./km²
Postleitzahl: 50292
Gemeindenummer (INE): 50081 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Cetina

Cetina ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit insgesamt 592 Einwohnern (Stand 1. Januar 2018) im äußersten Westen der Provinz Saragossa in der Autonomen Region Aragonien im Nordosten Spaniens. Der Ort ist eine Station am Camino del Cid[2]; er gehört zur bevölkerungsarmen Region der Serranía Celtibérica.

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Cetina liegt auf dem Südufer des Río Jalón gut 116 km (Fahrtstrecke) südwestlich der Provinzhauptstadt Saragossa in einer Höhe von ca. 675 m. Die sehenswerte Stadt Calatayud ist nur ca. 33 km in nordöstlicher Richtung entfernt. Das Klima ist im Winter rau, im Sommer dagegen gemäßigt bis warm; der eher spärliche Regen (ca. 410 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1857 1900 1950 2000 2017
Einwohner 1.171 1.318 2.312 730 606[4]

Als Folge zunehmender Trockenheit, der Mechanisierung der Landwirtschaft, der Aufgabe von zahlreichen bäuerlichen Kleinbetrieben und des daraus resultierenden geringeren Arbeitskräftebedarfs auf dem Land ist die Zahl der Einwohner in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts infolge der „Landflucht“ deutlich gesunken.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner des Ortes waren jahrhundertelang im Wesentlichen Selbstversorger; Lebensmittelgeschäfte oder Märkte gab es nicht oder nur selten. Die wenigen Händler, Handwerker und Dienstleister wurden von Straßenhändlern mit dem Lebensnotwendigen versorgt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet von Cetina wurden sowohl prähistorische und keltische Kleinfunde wie auch römische Münzen etc. entdeckt. Im 8. Jahrhundert wurde die Gegend von arabisch-maurischen Heeren überrannt. Erst zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurden die Besatzer nach Süden abgedrängt (reconquista); Mitte des Jahrhunderts erhielt die Stadt königliche Privilegien (fueros), wodurch die Neu- oder Wiederansiedlung (repoblación) gefördert wurde. In der Folgezeit war die Region jedoch zwischen den Königreichen Aragón und Kastilien umkämpft (Guerra de los Dos Pedros) und konnte erst im Jahr 1454 endgültig Aragón angeschlossen werden.

Iglesia de San Juan Bautista

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Francisco de Quevedo (1580–1645), Schriftsteller, lebte vor und nach seiner Eheschließung mit Doña Esperanza de Mendoza lange Zeit in Cetina.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cetina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).
  2. Cetina – Camino del Cid
  3. Cetina – Klimatabellen
  4. Cetina – Bevölkerungsentwicklung
  5. Cetina – Castillo Palacio
  6. Cetina – Iglesia
  7. Cetina – Iglesia