Cetylpyridiniumchlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Strukturformel von Cetylpyridiniumchlorid
Allgemeines
Freiname Cetylpyridiniumchlorid
Andere Namen
  • 1-Hexadecylpyridiniumchlorid (IUPAC)
  • Cetylpyridinii chloridum (Latein)
  • CPC
Summenformel C21H38ClN
Kurzbeschreibung

farbloses Kristallpulver mit leichtem charakteristischem Geruch [1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 123-03-5
  • 6004-24-6 (Monohydrat)
PubChem 31239
Wikidata Q418318
Arzneistoffangaben
ATC-Code

R02AA06

Wirkstoffklasse

Antiseptika

Eigenschaften
Molare Masse 339,99 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

83–85 °C [1]

Löslichkeit
Sicherheitshinweise
Bitte die Befreiung von der Kennzeichnungspflicht für Arzneimittel, Medizinprodukte, Kosmetika, Lebensmittel und Futtermittel beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
06 – Giftig oder sehr giftig 05 – Ätzend 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 301​‐​330​‐​315​‐​318​‐​335​‐​400
P: 260​‐​273​‐​280​‐​284​‐​301+310​‐​305+351+338 [2]
Toxikologische Daten

200 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Cetylpyridiniumchlorid ist eine quartäre Ammoniumverbindung, die aufgrund ihrer antiseptischen Wirkung als Arzneistoff in Lutschtabletten und Mundspüllösungen und -sprays zur Behandlung von Infektionen und Entzündungen der Mundhöhle und des Rachenraums sowie zur Linderung von Halsschmerzen und Schluckbeschwerden eingesetzt wird. Darüber hinaus findet die Substanz Anwendung als Konservierungsmittel zur Haltbarmachung von Arzneimitteln und ist auch in Zahnpasta und flüssigen Zahnpflegeprodukten zur Vorbeugung gegen Zahnbelag und Zahnfleischentzündungen enthalten.

Arzneimittel mit Cetylpyridiniumchlorid als Wirkstoff sind in der Regel nicht verschreibungspflichtig und als sogenannte OTC-Arzneimittel frei verkäuflich. Die therapeutische Wirksamkeit zur Behandlung von Infektionen im Mund- und Rachenbereich ist jedoch nicht durch aussagekräftige klinische Studien belegt und je nach Anwendungsform zum Teil umstritten, da die Substanz durch den Speichel schnell aus der Mundhöhle ausgewaschen wird. Aus diesem Grund wird es in einigen Medikamenten in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingesetzt.

Handelsnamen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monopräparate

Anginetten (D), Dobendan (D, A), Optisana Halstabletten (D), Heilusan Halstabletten (D), Doreperol (A), Halset (A), Medicazin Halstabletten (D)

Kombinationspräparate

Angina MCC (CH), Anginazol (CH), Anginex (A), Citropain (CH), Coldistan (A), Dentinox (A), Dobendan Strepsils Dolo (D), Fentrinol (A), Gem Halsweh (CH), Gurfix (A), Hextriletten (CH), Lidazon (CH), Lysopain (CH), Mebucaine (CH), Neo-Angin (CH), Otothricinol (CH), Wick Sulagil (D) [3][4][5], dm das gesunde Plus Gurgellösung (D) mit Aluminiumchlorid

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Cetylpyridiniumchlorid. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 11. November 2014.
  2. a b c Eintrag zu Cetylpyridiniumchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 8. Januar 2018 (JavaScript erforderlich).
  3. Rote Liste online, Stand: Oktober 2009.
  4. AM-Komp. d. Schweiz, Stand: Oktober 2009.
  5. AGES-PharmMed, Stand: Oktober 2009.
Gesundheitshinweis Dieser Artikel behandelt ein Gesundheitsthema. Er dient nicht der Selbstdiagnose und ersetzt keine Arztdiagnose. Bitte hierzu diesen Hinweis zu Gesundheitsthemen beachten!