Chad Toppert

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Basketballspieler
Chad Toppert
Spielerinformationen
Voller Name Chad Lee Toppert
Geburtstag 11. November 1985
Geburtsort Albuquerque (NM), USA
Größe 198 cm
Position Shooting Guard /
Small Forward
College New Mexico
Vereinsinformationen
Verein MHP Riesen Ludwigsburg
Liga Bundesliga
Trikotnummer 30
Vereine als Aktiver
2005–2009 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten New Mexico Lobos (NCAA)
2009–2010 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Albuquerque Thunderbirds
2010–2013 SpanienSpanien CAI Saragossa
2013–2015 DeutschlandDeutschland Artland Dragons

2015–2016 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Reno Bighorns
00000 2016 DeutschlandDeutschland FC Bayern München
Seit 0 2016 DeutschlandDeutschland MHP Riesen Ludwigsburg

Chad Lee Toppert (auch bekannt als Chad Topper; * 11. November 1985 in Albuquerque, New Mexico) ist ein US-amerikanisch-deutscher Basketballspieler. Er gehört seit August 2016 zum Aufgebot des Bundesligisten MHP Riesen Ludwigsburg.

Universitätssport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während sein beinahe drei Jahre älterer Bruder Cody zum Studium New Mexico verließ und in den Nordosten der Vereinigten Staaten ging, blieb Chad in Albuquerque und begann 2004 ein Studium an der University of New Mexico, an der bereits seine Eltern studiert hatten. In seinem ersten Studienjahr war er nur Trainingsspieler und setzte von Meisterschaftsspielen aus,[1] bevor er ab 2005 vier Jahre lang in der Mountain West Conference (MWC) der NCAA für die Hochschulmannschaft Lobos aktiv wurde, deren Heimspielstätte The Pit als eine der bekanntesten und lautesten Basketball-Arenen der NCAA gilt.[2] Nachdem die Lobos in Topperts „redshirted season“ mit dem späteren NBA-Champion Danny Granger das MWC-Turnier 2005 noch gewonnen und sich für die landesweite NCAA-Endrunde qualifiziert hatten, blieben sie jedoch anschließend weitgehend erfolglos. Erst unter dem neuen Trainer Stephen Todd Alford erhielt man wieder zweimal die Einladung zum National Invitation Tournament, bei dem man in Topperts „Senior Season“ zumindest die zweite Runde erreichte. In seiner Collegezeit konnte sich Toppert bereits einen Ruf als Fernwurfspezialist und „spot-up shooter“ aus der Distanz von hinter der Dreipunktelinie erwerben; in der ewigen Bestenliste der Lobos rangiert er Stand 2015 auf dem zweiten Platz der Liste mit den meisten erfolgreichen Dreipunktwürfen (266) in der gesamten Karriere, aber auch auf dem dritten Platz der Rangliste mit der höchsten Erfolgsquote (43,9 %) für Fernwürfe.[3] Diese Fähigkeit war aber nicht ausreichend, um sich für einen professionellen Vertrag in der am höchsten dotierten Profiliga National Basketball Association zu empfehlen.

Profikarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anschließend wurde Toppert 2009 professioneller Spieler in der NBA Development League (D-League) bei den Thunderbirds aus seiner Heimatstadt. Die Thunderbirds, die in Cody Töppers Debütsaison 2006 noch die Meisterschaft der NBA Development League (D-League) gewonnen hatten, fungierten in der D-League-Saison 2009/10 als Farmteam der Dallas Mavericks und New Orleans Hornets, waren aber sowohl sportlich als auch wirtschaftlich wenig erfolgreich und verpassten auf dem drittletzten Platz der Western Conference der D-League den Einzug in die Play-offs. Anschließend beschloss man den Umzug in den Vorort Rio Rancho, bevor die Franchise später nach Ohio verkauft wurde. Nach einer Saison verließ er dann Albuquerque und wechselte direkt ins Ausland, wo er drei Jahre lang in der spanischen Liga ACB für CAI Saragossa spielte.

Infolge seiner deutschen Abstammung erhielt er wie sein Bruder Cody Töpper die deutsche Staatsbürgerschaft „zurück“, mit der er in Europa unter weniger restriktive Bedingungen bei den Spielberechtigungen fiel.[4] Toppert war in seiner ACB-Premierensaison 2011 mit einer Erfolgsquote von über 50 % der treffsicherste Distanzwerfer der gesamten Liga[5] und erreichte mit Saragossa zunächst zweimal den zehnten Platz der Abschlusstabelle, bevor man 2013 auf dem fünften Platz der Hauptrunde in die Play-offs um die Meisterschaft einzog. Hier konnte man etwas überraschend in der ersten Runde den Pokalfinalisten und vormaligen ULEB Eurocup-Vize Valencia Basket Club bezwingen, verlor aber in der Halbfinalserie dann deutlich in drei Spielen gegen den Hauptrundenersten und späteren Titelgewinner Real Madrid. Nach seiner Zeit in Spanien spielte er dann schließlich auch wie zuvor bereits sein Bruder in der höchsten deutschen Spielklasse Basketball-Bundesliga, wo er zwei Saisons für die Artland Dragons antrat. Zur Saison 2015/16 kehrte Toppert in sein Geburtsland zurück, wo er in der D-League für die Reno Bighorns spielt.

Zur Basketball-Bundesliga 2013/14 wechselte Toppert nach Deutschland zu den Dragons aus der Samtgemeinde Artland, mit denen er nun auch im Eurocup 2013/14 in einem europäischen Vereinswettbewerb spielte. Wie auch in der Folgesaison blieb man international jedoch wenig erfolgreich und schied jeweils nach der Vorrunde aus. Nach dem Ende der Saison 2014 zog Mäzen Günter Kollmann, 1968 selbst Vizemeister mit dem VfL Osnabrück, sein Engagement zurück und die Dragons fingen in der dritthöchsten Spielklasse ProB 2015/16 neu an. Toppert kehrte in seine Heimat zurück und bekam einen Vertrag bei den Bighorns aus Reno (Nevada) in der D-League, wo die ehemaligen Bundesligaspieler Cliff Hammonds und Mark Tyndale zu seinen Mannschaftskameraden zählen. Er bestritt 34 Partien für die Mannschaft und kam auf einen Punkteschnitt von 8,4,[6] ehe er im Februar 2016 ein Angebot des FC Bayern München annahm, somit also wieder in der Bundesliga aktiv wurde.[7] Nach Ablauf seines Zeitvertrages im Mai desselben Jahres verließ er München.[8]

Im August 2016 wurde er von den MHP Riesen Ludwigsburg für die BBL-Saison 2016/17 verpflichtet.[9]

Namensposse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als sein Bruder Cody naturalisiert wurde, wurde im Pass der Familienname auf den ursprünglichen Familiennamen des Urgroßvaters Töpper „regermanisiert“.[4] Als Chad Toppert seinen deutschen Pass erhielt, war aber offenbar wegen eines Versehens oder eines Übermittlungsfehlers der deutsche Umlaut wieder verschwunden und sein deutscher Familienname lautete nun Topper ohne ‚t‘ am Ende. So hieß aber weder sein Urgroßvater und sein Bruder mit Nachnamen, noch sein Vater und der Name auf Chads Geburtsurkunde. Im Oktober 2014 wurde schließlich der deutsche Familienname von Chad Toppert und seiner mittlerweile geborenen Tochter auf den Namen in seinen US-amerikanischen Papieren angepasst.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ask the Player – Chad Toppert. University of New Mexico, 4. November 2004, abgerufen am 15. November 2015 (englisch).
  2. Brendan O’Meara: Ranking the 12 Loudest Venues in College Basketball. Bleacher Report, 4. Oktober 2014, abgerufen am 15. November 2015 (englisch).
  3. 2015–16 New Mexico Lobo (Men’s) Basketball – Media Guide. University of New Mexico, S. 65 (interne Zählung), abgerufen am 15. November 2015 (PDF (78,8 MB), englisch, Bestenlisten).
  4. a b Wie aus Cody Toppert Cody Töpper wurde. Schoenen-Dunk.de, 10. September 2009, abgerufen am 15. November 2015 (Medien-Info MEG Göttingen).
  5. Clínic de tiro de Chad Toppert para jóvenes aragoneses. Liga ACB, 1. September 2011, abgerufen am 15. November 2015 (spanisch, Medien-Info CAI Saragossa).
  6. Chad Toppert - NBA D-League. Abgerufen am 13. August 2016 (amerikanisches Englisch).
  7. Chikoko und Toppert ergänzen Bayern-Kader - FC Bayern Basketball. In: FC Bayern Basketball. Abgerufen am 13. August 2016.
  8. Bayern nutzt Heimvorteil zum ersten Playoff-Sieg gegen Ludwigsburg - FC Bayern Basketball. In: FC Bayern Basketball. Abgerufen am 13. August 2016.
  9. Chad Toppert bringt Erfahrung und Treffsicherheit | MHP RIESEN Ludwigsburg. In: www.mhp-riesen-ludwigsburg.de. Archiviert vom Original am 13. August 2016; abgerufen am 13. August 2016. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mhp-riesen-ludwigsburg.de
  10. Namensänderung beim Distanzschützen der Drachen: Aus Topper wird Toppert. Basketball-Bundesliga, 29. Oktober 2014, abgerufen am 15. November 2015 (Medien-Info Artland Dragons).