Chaim Kreiswirth

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Chaim Kreiswirth (* 1918 in Wojnicz; † 30. Dezember 2001) war ein polnisch-belgischer orthodoxer Rabbiner, außerdem lange Großrabbiner von Antwerpen. Er war der Gründer und Rosch-Jeschiwa der Merkaz HaTorah Jeschiwa in Jerusalem.

Frühes Leben[Bearbeiten]

Kreiswirth wurde 1918 in Wojnicz als Sohn von Rabbi Avrohom Yosef Kreiswirth [1] geboren. Kreiswirth beschäftigte sich mit dem Studium der Tora und verbrachte einige Zeit in den großen Toraschulen Polens und Litauens. Als er sich bei der Jeschiwa Chachmei Lublin bewarb, wurde er bei deren Rosch-Jeschiwa, Rabbi Meir Schapiro, geprüft.

Der deutsche Überfall auf Polen 1939 zwang Kreiswirth zur Flucht. In Litauen angekommen, heiratete er die Tochter von Rabbi Avrohom Grodzinski. Das Paar floh nach Palästina.

Nach dem Zweiten Weltkrieg[Bearbeiten]

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Kreiswirth nach Polen zurück und versuchte, jüdische Kinder zum Judentum zurückzuführen, die von der katholischen Kirche für die Dauer des Krieges geschützt worden waren, aber weiterhin in der Obhut der katholischen Kirche verweilen sollten.

1947 emigrierte Kreiswirth in die Vereinigten Staaten von Amerika und leitete als Rosch-Jeschiwa das Hebrew Theological College in Skokie.

1953 reiste Kreiswirth nach Antwerpen, um die zerrüttete jüdische Gemeinde wieder aufzubauen. Rabbiner Kreiswirth widmete den Rest seines Lebens dem Aufbau der antwerpischen bzw. belgischen Gemeinde. U. a. war er Av Beth Din Antwerpens.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Gedenkseite für Rabbi Chaim Kreiswirth, auf lycos.fr (englisch)

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. S. Bruchi, M. Plaut: HaRav Chaim Kreiswirth ztvk"l, Dei'ah VeDibur. 2. Januar 2002. Abgerufen am 21. Dezember 2010.  (englisch)