Chalamera

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Gemeinde Chalamera
Chalamera – Ermita de Santa María
Chalamera – Ermita de Santa María
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Chalamera
Chalamera (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Aragonien
Provinz: Huesca
Comarca: Bajo Cinca
Koordinaten 41° 40′ N, 0° 10′ O41.6655555555560.16194444444444194Koordinaten: 41° 40′ N, 0° 10′ O
Höhe: 194 msnm
Fläche: 11,50 km²
Einwohner: 111 (1. Jan. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 9,65 Einw./km²
Postleitzahl: 22233
Gemeindenummer (INE): 22094 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Website: Chalamera

Chalamera ist ein Ort und eine Gemeinde (municipio) mit 111 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) in der Provinz Huesca in der Autonomen Gemeinschaft Aragonien in Spanien.

Lage[Bearbeiten]

Der Ort Chalamera liegt etwa 90 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Huesca bzw. ca. 60 km westlich von Lleida zwischen den beiden Flüssen des Río Cinca und Río Alcanadre in einer Höhe von etwa 195 m ü. d. M..

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1842 1900 1930 1950 1970 2001 2011
Einwohner 204 427 403 334 252 156 118

Der aus der Mechanisierung der Landwirtschaft resultierende Verlust an Arbeitsplätzen hat hauptsächlich zum immer noch anhaltenden Bevölkerungsrückgang beigetragen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In früheren Jahrhunderten lebten die Bewohner des Ortes als Selbstversorger von der Landwirtschaft, zu der auch ein wenig Weinbau und Viehzucht gehörten. Der Bau von zwei Atomkraftwerken scheiterte 1975 am gemeinschaftlichen Protest der Bewohner der Comarca Bajo Cinca.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wird im Jahr 1098 als Calameran urkundlich genannt. In der Zeit der Kreuzzüge, im Jahr 1143, kam er an den Templerorden, der hier – nahe der Grenze zum damals islamisch beherrschten Süden der Iberischen Halbinsel – eine Burg erbaute. Nach der Auflösung des Templerordens in den Jahren 1307 bis 1312 übte der Johanniterorden die Grundherrschaft (señorio) aus.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche (Iglesia San Martín) ist ein Bau des 17./18. Jahrhunderts.
  • Von der einstmals den Ort dominierenden Templerburg ist so gut wie nichts mehr erhalten.
  • Die möglicherweise vom Templerorden, in jedem Fall aber aus exakt behauenen Steinen errichtete romanische Einsiedelei Santa María de Chalamera hat die Form eines lateinischen Kreuzes mit halbkreisförmiger Mittelapsis und rechteckig ummantelten Seitenapsiden. Zwei kleine Portale auf der Südseite lassen Rückschlüsse auf eine ehemalige Kloster- oder Prioratskirche zu. Das Westportal mit sechs Archivolten und teilweise figürlichen Kapitellen wird von einem kleineren, aber ähnlich gestalteten Fenster überhöht. Das Kirchenschiff ist tonnengewölbt; über der Vierung spannt sich eine Kuppel (cimborrio), die außen oktogonal ummantelt ist. Im südlichen Querschiff steht ein Sarkophag aus westgotischer Zeit.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Chalamera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).