Chalampé

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Chalampé
Wappen von Chalampé
Chalampé (Frankreich)
Chalampé
Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine
Département Haut-Rhin
Arrondissement Mulhouse
Kanton Rixheim
Gemeindeverband Porte de France Rhin Sud
Koordinaten 47° 49′ N, 7° 32′ OKoordinaten: 47° 49′ N, 7° 32′ O
Höhe 211–217 m
Fläche 4,77 km²
Einwohner 967 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 203 Einw./km²
Postleitzahl 68490
INSEE-Code

Rathaus

Chalampé (deutsch Eichwald, elsässisch Schàlàmpi) ist eine französische Gemeinde mit 967 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Haut-Rhin in der Region Alsace-Champagne-Ardenne-Lorraine. Sie gehört zum Arrondissement Mulhouse, zum Kanton Rixheim und zum Gemeindeverband Porte de France Rhin Sud (CCPFRS).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 16 Kilometer nordöstlich von Mülhausen am westlichen Ufer des Rheinseitenkanals, der parallel zum Altrhein verläuft. Nachbargemeinden von Chalampé sind Rumersheim-le-Haut im Norden, Neuenburg am Rhein (Deutschland) im Osten sowie Bantzenheim im Süden und Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

zweisprachiges Ortseingangsschild
Chemiewerk der Rhodia S.A. nahe Chalampé

Chalampé wurde 1709 von demobilisierten Soldaten des Spanischen Erbfolgekrieges und einigen Familien aus dem Tross des Heeres gegründet. Der Ortsname taucht erstmals 1717 als Chalambé in Dokumenten der französischen Verwaltung auf. Vermutet wird, dass der Ortsname vom alemannischen Wort „Schlamper“ kommt, mit dem die dort angesiedelten französischen Soldaten bezeichnet wurden.

Seit 1727 gibt es hier einen Übergang über den Rhein. Ihren französischen Namen trägt die Gemeinde seit 1735.

Vor der Rheinbegradigung durch Johann Gottfried Tulla in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war der Rhein für die Gemeinde ein großes Problem, da die ungleichmäßige Wassermenge und das geringe Gefälle den Lauf des Stromes ständig veränderte. Dadurch veränderte sich jeweils die Grenze zu Deutschland, da der Flusslauf als natürliche Grenze galt. Zeitweise gehörte daher der Ort auch zu Baden.

Seit 1878 gab es die Eisenbahnbrücke Neuenburg-Chalampé, die eine Verbindung des damals deutschen Elsass mit Süddeutschland herstellte.

Während des Zweiten Weltkriegs wurden die Brücke und das Dorf zerstört, 1940/41 wieder aufgebaut und 1945 beim Rückzug aus dem Brückenkopf Elsass teilweise noch einmal zerstört.

Bis zum Bau des Rheinseitenkanals lebte die Bevölkerung hauptsächlich von der Landwirtschaft, der Fischerei und der Korbflechterei. Durch den Bau des Kanals verlor die Gemeinde einen großen Teil ihrer Fläche, erhielt dafür aber für seine Bewohner zahlreiche Arbeitsplätze durch die sich hier ansiedelnde Industrie. In einem Industriepark, der sich entlang des Rheinseitenkanals über die Gemarkungsgrenzen von Chalampé und Bantzenheim bis Ottmarsheim erstreckt, wurde neben anderen Betrieben eine große Chemiefabrik des französischen Konzerns Rhône-Poulenc (heute Rhodia S.A.) errichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 414 614 891 1034 1011 966 888

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche St. Wendelin in Chalampé
Brücke über den Rheinseitenkanal
  • neoklassizistische Kirche St. Wendelin, 1865 errichtet

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chalampé liegt an der Bahnstrecke Müllheim–Mülhausen, die vorwiegend für Güterverkehr und seit Dezember 2012 auch wieder für den Personenverkehr genutzt wird, wobei die Züge derzeit im Ort nicht halten. Die Straßenbrücken über den Rheinseitenkanal und den Rhein schaffen eine Verbindung in die Stadt Neuenburg auf deutscher Seite und über den Autobahnanschluss Müllheim-Neuenburg zur A 5 (BaselFrankfurt).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Auf der Rheininsel, dem Gelände zwischen dem Rheinseitenkanal und dem Rhein, befindet sich ein Golfplatz mit 18 Löchern.
  • In Chalampé existiert ein Rugby-Club.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chalampé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien