Chalybes

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Die Chalybes (Χάλυβες, Χάλυβοι) waren im Altertum ein für seine Metallverarbeitung berühmter Volksstamm, dem durch griechische Überlieferungen die Erfindung des härtbaren Eisens zugeschrieben wird. Der Name kommt von "Chalybs" = gehärtetes Eisen, Stahl.

Sie siedelten im nordostanatolischen Gebirge und an der Südküste des Schwarzen Meeres. Ihr Siedlungsgebiet erstreckt sich westlich vom Halys, östlich bis nach Pharnakeia und Trapezus, südlich bis an Armenien.

Nach Xenophon siedelten die Chalybier zwischen den Phasiern und den Skythen. Sagona will sie südlich von Gümüşhane, am Fluss Kelkit lokalisieren[1] und ihren Namen von dem des urartäischen Gottes Ḫaldi ableiten[2]..

Literatur[Bearbeiten]

  • Giorgi Leon Kavtaradze: Probleme der historischen Geographie Anatoliens und Transkaukasiens im ersten Jahrtausend v. Chr. In: Orbis Terrarum 2 (1996) S. 191–216 [1].
  • Дэвид Лэнг (David Marshall Lang): Грузины. Хранители святынь, Москва. Центрполиграф, 2006. S. 71–72

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Antonio Sagona/Claudia Sagona, Archaeology at the North-East Anatolian frontier, I. A historical geography and a field survey of the Bayburt province Ancient Near Eastern Studies 14, Louvain Peeters 2004, 30
  2. Antonio Sagona/Claudia Sagona, Archaeology at the North-East Anatolian frontier, I. A historical geography and a field survey of the Bayburt province Ancient Near Eastern Studies 14, Louvain Peeters 2004, 29