Chamanna Jenatsch

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Chamanna Jenatsch
SAC-Hütte
Chamanna Jenatsch
Chamanna Jenatsch
Lage Zuhinterst in Val Bever, zwischen Piz Picuogl und Piz Jenatsch; Kanton Graubünden / Schweiz; Talort: Bever
Gebirgsgruppe Albula-Alpen
Geographische Lage 775356 / 155666Koordinaten: 46° 31′ 45,5″ N, 9° 43′ 28,2″ O; CH1903: 775356 / 155666
Höhenlage 2'652 m ü. M.
Chamanna Jenatsch (Kanton Graubünden)
Chamanna Jenatsch
Erbauer SAC-Sektion Bernina
Besitzer SAC-Sektion Bernina
Erbaut 1908, Umbau 1974, Neubau 1993
Bautyp Hütte
Übliche Öffnungszeiten Ende Juni bis ca. 20. Oktober, über Weihnachten/Neujahr und von Anfang Februar bis ca. Ende April bewartet
Beherbergung 6 Betten, 69 Lager, 4 Notlager
Winterraum 18 Lager
Weblink Website der Hütte

Die Chamanna Jenatsch (Audio-Datei / Hörbeispiel [tɕɐˌmanɐjeːˈnatʃt]?/i, rätoromanisch im Idiom Puter für Jenatschhütte) ist eine Berghütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC), Sektion Bernina, im Kanton Graubünden in der Schweiz. Die Hütte liegt auf 2'652 m ü. M. im Val Bever auf einem Hügel, zwischen Piz Picuogl und Piz Jenatsch. Sie ist damit die höchstgelegene Bündner SAC-Hütte.

Sie bietet neben 75 Schlafplätzen, aufgeteilt in fünf Zimmer zwischen 4 und 19 Lagern, zusätzlich die drei Doppelzimmer Armonia Dschimels, Muntanella Suita bzw. Dschember Suita sowie eine Sauna mit Holzofen. Die dreistöckige Hütte ist Ende Juni bis ca. 20. Oktober, über Weihnachten/Neujahr und von Anfang Februar bis ca. Ende April bewartet. Die Hütte verfügt über Toiletten und Waschgelegenheiten im Haus sowie fliessend Wasser auch im Winter. Ausserdem gibt es einen Festnetztelefonanschluss und einen Notfunk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Chamanna Jenatsch wurde 1908 von der Sektion Bernina des Schweizer Alpen-Clubs erbaut. 1974 fand ein Umbau und 1993 ein kompletter Neubau statt.

Die Hütte ist nach dem rebellischen Pfarrer, Militärführer und Bündner Volksheld Jörg Jenatsch benannt, der im Dreissigjährigen Krieg für die Befreiung eines Teils des heutigen Kantons Graubünden verantwortlich war, indem er den spanischfeindlichen französischen Herzog Rohan zum Abzug zwang.

Zustiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Spinas[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Julierpass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vom Pass Suvretta[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ausgangspunkt: Champfèr (1'800 m) oder Piz Nair (Luftseilbahn, 3'022 m)
  • Route: Pass Suvretta, über die Fuorcla Suvretta
  • Schwierigkeit: Alpinwandern (T4)
  • Zeitaufwand: 3.5 Stunden vom Piz Nair, 5 Stunden von Champfèr

Aus dem Oberhalbstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus dem Albulatal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Touren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hütte eignet sich sowohl als Ausgangspunkt für Wanderungen entlang von markierten Bergwanderwegen als auch für Gletscher-, Ski- und Bergtouren in der weglosen Bergwelt. Bezeichnend für die Touren von der Chamanna Jenatsch ist die einsame, weite und ruhige Landschaft.

Die nächsten Gipfel sind Piz Jenatsch, Piz d’Agnel, Tschima da Flix, Piz Calderas, Piz d’Err, Piz Picuogl, Piz Surgonda, Piz Suvretta und Piz Traunter Ovas.

Die Hütte ist Etappenort des anspruchsvollen, teilweise weglosen Fernwanderweges (im Winter als Ski- oder Schneeschuhtour) Haute Route Graubünden (auch Bündner Haute Route), der vom Julierpass zum Flüelapass führt.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Chamanna Jenatsch vom Ostgipfel des Piz d’Agnel aus gesehen
Lage der Chamanna Jenatsch vom Südgrat des Piz Suvretta aus gesehen

Panorama[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

180°-Panorama Richtung Südwesten von der Jenatschhütte

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chamanna Jenatsch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Hunziker: Clubführer Bündner Alpen Band 6 (Vom Septimer zum Flüela). 3. Auflage, Verlag des SAC, 2000, ISBN 3859021877.
  • Vital Eggenberger: Skitouren Graubünden Süd (Oberhalbstein/Albula/Davos/Engadin). 1. Auflage, Verlag des SAC, 2010, ISBN 3859023012.
  • Remo Kundert, Marco Volken: Hütten der Schweizer Alpen. 9. Auflage, Verlag des SAC, 2011, ISBN 3859023462.