Champs-Romain

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Champs-Romain
Los Champs e Romanh
Champs-Romain (Frankreich)
Champs-Romain
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Communauté de communes du Périgord Vert Nontronnais
Koordinaten 45° 32′ N, 0° 47′ OKoordinaten: 45° 32′ N, 0° 47′ O
Höhe 155–344 m
Fläche 20,33 km2
Einwohner 309 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 24470
INSEE-Code

Rathaus von Champs-Romain

Champs-Romain, okzitanisch Los Champs e Romanh, ist eine französische Gemeinde mit 309 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Norden des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016 Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2015 Saint-Pardoux-la-Rivière). Außerdem bildet sie einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nordokzitanische champs, abgeleitet vom Lateinischen campus, bedeutet Felder. Romanh ist aus dem gallorömischen Eigennamen Romanius hervorgegangen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Champs-Romain liegt neun Kilometer östlich von Nontron und fünf Kilometer nordnordöstlich von Saint-Pardoux-la-Rivière (Luftlinie).

Die Gemeinde wird von folgenden 4 Nachbargemeinden umgeben:

Zum Gemeindegebiet von Champs-Romain gehören neben dem Ortskern folgende Weiler, Gehöfte, eine Mühle und ein Schloss:

Au Gravoux (Les Gravoux), Bellevue, Bord, Château le Verdoyer, Croix de Mâlemorts, Fresseing, La Bruyère, La Chabaudie, La Courière, La Croix, La Forge, La Pinière, La Robertie, La Valade, Le Caillou Blanc, Le Claud-Durand, Le Coderc, Le Communal de Bord, Le Grand Bois, Le Jolivet, Le Petit Bois, Le Piélut, Le Terme, Le Terme de la Motte, Le Verdoyer, Le Verthamont, Les Bessines, Les Brunies, Les Charbonnières, Les Grands Clauds, Les Juilleries, Les Pinquelies, Les Placiaux, Marmeix, Moulin de la Valade, Paugnac, Pierres Blanches, Plaisance, Puyhardy, Romain und Verlaine.

Die Südostgrenze des Gemeindegebietes von Champs-Romain wird von der in einer engen Schlucht nach Südwesten fließenden Dronne gebildet, die sich um die 100 Meter tief in das Grundgebirge eingeschnitten hat. Ihr rechter Nebenfluss, der Ruisseau de Lachenaud, definiert die Südwestgrenze zu Saint-Pardoux-la-Rivière. In ihn mündet der von Nordosten kommende Ruisseau le Manet, der in etwa zentral das Gemeindegebiet entwässert. Der in Nord-Südrichtung fließende Ruisseau la Malencourie, ebenfalls ein rechter Seitenarm der Dronne, markiert die Ostgrenze zu Saint-Saud-Lacoussière.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 155 Metern über dem Meer an der Dronne im äußersten Süden, der höchste Punkt mit 344 Metern nördlich von Verlaine im Nordosten.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Saut du Chalard im Winter

Das Gemeindegebiet von Champs-Romain liegt vollständig auf dem metamorphen, variszischen Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central. Insbesondere gehört es zum Saint-Mathieu-Dom. Der Westteil wird von neoproterozoischen Paragneisen aufgebaut, die im Ostteil von strukturell tieferliegenden Glimmerschiefern der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit abgelöst werden. Sehr wahrscheinlich dürfte es sich hier um einen bedeutenden anormalen Kontakt handeln (Deckenüberschiebung). Der ursprüngliche Kontakt wird aber vollständig vom intrusiven Saint-Mathieu-Leukogranit verdeckt, der auch den größten Teil des östlichen Gemeindegebietes unterlagert. Die Glimmerschiefer sind daher nur noch als kleinere Inseln (bei Les Pinquelies und bei Paugnac) im Leukogranit erhalten geblieben. Im Unterlauf des Ruisseau le Manet sind ordovizische Leptynite in die Paragneise eingelagert. Die Paragneise sind hochgradig metamorph und haben stellenweise den Grad der Anatexis erreicht, zu erkennen an kleineren Granodioritkörpern (westlich von Les Juilleries, bereits im Gemeindegebiet von Saint-Pardoux-la-Rivière), die mit dem aus dem Westphal stammenden Piégut-Pluviers-Granodiorit assoziiert sind; der eigentliche Granodiorit wird gerade noch bei Au Gravoux im Nordwesten gestreift. Der Leukogranit drang seinerseits gegen Ende des Oberkarbons entlang der nord-südlich orientierten Kontaktzone auf; er wurde in seiner Abkühlphase von mikrogranitischen und lamprophyrischen Gangschwärmen durchsetzt. Die Mikrogranitgangschar streicht Nordnordwest-Südsüdost, die Lamprophyre sind Nord-Süd orientiert. Auch einige Quarz- und Pegmatitgänge sind gegenwärtig, die ebenfalls Nord-Süd streichen.

Der Leukogranit ist in der Nähe der Nord-Süd-streichenden Lamprophyrgänge stellenweise an Uran angereichert (bei Au Gravoux) und enthält beispielsweise bei La Robertie die Minerale Autunit und Chalkolith. Die Vorkommen wurden aber als nicht abbauwürdig eingestuft. Turmalin (Schörl) kann in den Paragneisen gefunden werden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche Saint-Avit

Die Gemeinde hieß bis 1875 nur Romain, abgeleitet von dem gleichnamigen Ortsteil. Es wurde dann der heute gültige Doppelname gewählt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Champs-Romain
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte -->


1962 433 6,5 21,3/km²
1968 410 6,9 20,2/km²
1975 373 6,6 18,3/km²
1982 332 6,4 16,3/km²
1990 331 7,0 16,3/km²
1999 328 7,3 16,1/km²
2006 318 7,1 15,6/km²
2007 317 15,6/km²
2008 313 7,0 15,4/km²
2012 308 15,2/km²
2013 310 15,2/km²

Quelle: INSEE[1]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2008 2012 2013
Einwohner 433 410 373 332 331 328 317 313 308 310

Die Bevölkerungsentwicklung in Champs-Romain ist generell rückläufig, der Trend hat sich aber seit 1982 verflacht.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Champs-Romain ist seit 2008 der parteilose Postangestellte Guy Lastère.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschäftigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrug die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren 119 Personen, was 38,6 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Vergleich zu 2007 von 7 auf 6 verringert, die Arbeitslosenrate beträgt somit 5,0 % der Erwerbsfähigen.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2013 waren in der Gemeinde 35 Unternehmen ansässig, davon 12 im Sektor Handel, Transport oder Dienstleistungen, 9 in Landwirtschaft, Forst oder Fischerei, 8 im Baugewerbe, 3 in der Industrie und 3 im Sektor Verwaltung, Lehre, Gesundheitswesen oder Soziales.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortskern wird von der D 83 gequert, die hinter Saint-Saud-Lacoussière von der nach Nontron führenden D 79 aus in südwestlicher Richtung nach Saint-Pardoux-la-Rivière abzweigt. Entlang der Nordwestgrenze des Gemeindegebietes verläuft die D 85 von Châlus (Haute-Vienne) nach Nontron. In die D 85 münden von Osten kommend die D 79 aus Saint-Saud-Lacoussière sowie bei Au Gravoux aus Südosten die D 96, eine von der D 79 abzweigende Querverbindung nach Abjat-sur-Bandiat und weiter nach Piégut-Pluviers.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dronne am Saut du Chalard
  • Kirche Saint Avit[2]
  • Saut du Chalard, Stromschnellen in der Dronne unterhalb von Romain.
  • Château le Verdoyer mit Campingplatz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Briand, B. et al.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  • Guillot, P.-L. et al.: Feuille Thiviers. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Champs-Romain auf der Website des Insee
  2. Abbé Charles: Dictionnaire des paroisses du Périgord (Neuauflage). éditions du Roc de Bourzac, Bayac 2004, ISBN 2-87624-125-0, S. 241.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Champs-Romain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien