Chantal Laboureur

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Chantal Laboureur
Chantal Laboureur - Techniker Beach Tour Münster 2018.jpg
Auf der Techniker Beach Tour in Münster 2018.
Porträt
Geburtstag 4. Januar 1990
Geburtsort Friedrichshafen, Deutschland
Größe 1,79 m
Hallen-Volleyball
Position Außenangriff
Vereine
1997–2002
2002–2005
2005–2006
2007–2009
2009–2011
2011–2013
BSG Dornier Immenstaad
VfB Friedrichshafen
VC Olympia Rhein-Neckar
VC Olympia Berlin
SC Potsdam
Allianz MTV Stuttgart
Nationalmannschaft
Jugend-Nationalmannschaft
Juniorinnen-Nationalmannschaft
Beachvolleyball
Partnerin 2007–2008 Levke Spinger
2008–2012 Kira Walkenhorst
2009 Katharina Schillerwein
2010 Claudia Lehmann
2011–2012 Christine Aulenbrock
2012 Anni Schumacher
2013–2018 Julia Sude
2014 Elena Kiesling
seit 2019 Sandra Ittlinger
Verein MTV Stuttgart
Nationale Rangliste Position 1[1]
Weltrangliste Position 6[2]
Erfolge
2007 – U18-Europameisterin
2008 – U19-Weltmeisterin
2011 – 3. Platz U23-EM
2012 – U23-Europameisterin
2012 – 3. Platz Studenten-WM
2013 – 3. Platz Universiade
2013 – DM-Vierte
2013 – 2. Platz Durban Open
2014 – Militär-Weltmeisterin
2014 – Siegerin CEV-Masters Biel
2014 – Siegerin CEV-Masters Baku
2015 – 2. Platz Fuzhou Open
2016 – 2. Platz Fuzhou Open
2016 – Siegerin Poreč Major
2016 – 3. Platz Long Beach Grand Slam
2016 – Siegerin CEV-Masters Jūrmala
2016 – deutsche Vizemeisterin
2017 – 3. Platz Fort Lauderdale Major
2017 – Siegerin CEV-Masters Baden
2017 – Siegerin Gstaad Major
2017 – WM-Fünfte
2017 – EM-Dritte
2017 – Deutsche Meisterin
2018 – 3. Platz Huntington Beach 4-Sterne
2018 – 5. Platz Ostrava 4-Sterne
2018 – 2. Platz Warschau 4-Sterne
2018 – 2. Platz Gstaad 5-Sterne
2018 – EM-Fünfte
2018 – 4. Platz Moskau 4-Sterne
2018 – 5. Platz WT Finale Hamburg
2018 – Beachvolleyballerin des Jahres
Stand: 31. Januar 2019

Chantal Laboureur (* 4. Januar 1990 in Friedrichshafen) ist eine deutsche Beachvolleyball- und ehemalige Volleyballspielerin. In der Jugend war sie Europa- und Weltmeisterin. Mit Julia Sude wurde sie 2014 Militär-Weltmeisterin, gewann 2017 die deutsche Meisterschaft und gehörte seit 2015 zu den internationalen Spitzenduos. Sie ist deutsche Beachvolleyballerin des Jahres 2018.

Karriere Halle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laboureur begann mit sieben Jahren am Bodensee beim heimischen BSG Dornier Immenstaad mit dem Volleyball in der Halle; ihre Mutter hatte dort eine Volleyballgruppe gegründet.[3] Im Alter von zwölf Jahren wechselte sie zum Nachbarverein VfB Friedrichshafen.[3] 2005 ging sie zum Olympiastützpunkt Heidelberg und anderthalb Jahre später zum VC Olympia Berlin.[3] Mit den VCO-Mannschaften spielte die Außenangreiferin in der zweiten und ersten Bundesliga.[3] Sie war auch Mitglied der Jugend- bzw. der Juniorinnen-Nationalmannschaft. 2009 wechselte Laboureur zum Bundesliga-Aufsteiger SC Potsdam, wo sie zwei Jahre spielte.[3] 2011 ging sie zurück nach Süddeutschland und spielte sporadisch in der Zweitliga-Mannschaft von Allianz MTV Stuttgart.

Karriere Beach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 bis 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chantal Laboureur bei der Smart Beach Tour 2012 in Münster

Laboureur wurde 2004 mit Janine Sauter C-Jugendmeisterin und Vizemeisterin in der B-Jugend des Landesverbandes Württemberg. 2007 verpasste sie wegen einer Verletzung am Sprunggelenk die Jugend-EM in der Halle und begann stattdessen eine Karriere im Sand.[3] Sie bildete ein Duo mit Levke Spinger und wurde mit ihr in Brünn U18-Europameisterin und in Kiel deutsche Vizemeisterin U19. Außerdem gewann sie mit Bente Heublein die deutsche U19-Meisterschaft in Bostalsee. 2008 spielte Laboureur mit Kira Walkenhorst ein Turnier der Smart Beach Tour in Norderney. Mit Springer wurde sie in Den Haag mit einem Finalsieg gegen die Niederländerinnen Braakman/van Gestel U19-Weltmeisterin. In der Saison 2009 erzielte sie mit Katharina Schillerwein einige Top-Ten-Ergebnisse auf der nationalen Tour und erreichte den 13. Platz beim CEV-Masters in Blackpool. Eine Woche später trat sie an gleicher Stelle mit Katharina Culav zur U21-WM an und wurde Neunte.

Zu Beginn der FIVB World Tour 2010 absolvierte sie mit Claudia Lehmann in Brasília ihr erstes Open-Turnier. Bei einigen weiteren FIVB-Turnieren unterlagen Laboureur/Lehmann in der „Country Quota“. Auf der nationalen Tour u. a. Zweite in Münster. Bei der deutschen Meisterschaft in Timmendorfer Strand kamen sie auf den fünften Platz. Mit Victoria Bieneck wurde Laboureur Vierte der U21-WM in Alanya. 2011 bildete sie ein Duo mit Christine Aulenbrock, das national regelmäßig Top-Ten-Ergebnisse erzielte. Bei den Satellite-Turnieren in Baden und Geroskipou wurden sie Neunte und Siebte. Bei der deutschen Meisterschaft erreichten sie den neunten Rang. Kurz vorher wurde Laboureur mit Walkenhorst Dritte der U23-EM in Porto. 2012 erreichten Laboureur/Aulenbrock beim Challenger-Turnier in Seoul den dritten Platz. Bei den anderen FIVB- und CEV-Turnieren schieden sie jeweils früh aus. In Assen wurde Laboureur mit Walkenhorst im Finale gegen die Russinnen Abalakina/Tschaika U23-Europameisterin. Bei der deutschen Meisterschaft belegte sie mit Aulenbrock den fünften Platz. Mit Anni Schumacher erreichte sie bei der Studenten-WM in Maceió den dritten Platz. Zum Jahresende spielte sie mit Anika Krebs noch das FIVB-Turnier in Bang Saen.

2013 bis 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

mit Julia Sude (rechts) bei der Smart Beach Tour 2017 in Münster

Seit 2013 bildete Laboureur ein Duo mit Julia Sude. In der ersten gemeinsamen Saison wurden Laboureur/Sude Dritte beim Satellite-Turnier in Montpellier und Fünfte beim Challenger-Turnier in Seoul. Bei der Universiade in Kasan gewannen sie die Bronzemedaille. Außerdem spielten sie auf der World Tour. National gewannen sie die Turniere in Mannheim und Sankt Peter-Ording. Bei der deutschen Meisterschaft blieb ihnen nach Niederlagen gegen Holtwick/Semmler und Borger/Büthe der vierte Platz. Anschließend siegten sie bei zwei „Zonal Events“ der CEV in Rottenburg und Montpellier. Im Dezember erreichten sie bei den Durban Open das Finale, das sie gegen die Chinesinnen Xia Xinyi und Xue Chen verloren. Zu Beginn der Saison 2014 gewannen Laboureur/Sude das Satelliten-Turnier in Anapa. Auf der World Tour wurden sie Neunte in Fuzhou, Vierte in Puerto Vallarta und Fünfte der Anapa Open. Bei der EM in Quartu Sant’Elena kamen sie als Gruppenzweite in die erste KO-Runde, in der sie gegen die Tschechinnen Bonnerová/Hermannová ausschieden. In Warendorf gewannen sie die Militär-Weltmeisterschaft.[4] Die folgenden Turniere bestritt Laboureur mit wechselnden Partnerinnen, weil Sude vorübergehend mit Laura Ludwig spielte.[5] Dabei erreichte sie mehrere neunte Plätze auf der World Tour. Mit Elena Kiesling wurde sie auf der nationalen Tour Dritte in Sankt Peter-Ording und Dresden sowie Neunte bei der deutschen Meisterschaft 2014. Laboureur Sude gewannen die CEV Masters in Biel/Bienne und Baku.

In die Saison 2015 starteten sie mit einem zweiten Platz in Fuzhou, wo sie das Finale gegen die Kanadierinnen Broder/Valjas verloren. Mit einem fünften Rang in Prag und diversen neunten Plätzen etablierten sie sich auf der FIVB World Tour. Bei der WM in den Niederlanden unterlagen sie als Gruppensieger in der ersten KO-Runde dem kasachischen Duo Maschkowa/Zymbalowa. Ebenfalls 17. wurden sie in Gstaad und Yokohama. Bei der EM in Klagenfurt blieben sie in der Vorrunde ohne Satzverlust und gewannen das deutsche Achtelfinale gegen Holtwick/Semmler, bevor sie im Achtelfinale gegen die Russinnen Ukolowa/Birlowa ausschieden. Anschließend belegten sie den neunten Platz in Long Beach und den fünften Platz in Rio de Janeiro. Bei der deutschen Meisterschaft mussten sie sich Ludwig/Walkenhorst und Holtwick/Semmler geschlagen geben und wurden Vierte. In Fort Lauderdale wurden sie Neunte des World Tour Final. Das gleiche Ergebnis gab es bei den ersten Turnieren der World Tour 2016. Nach einem fünften Rang in Vitória und einem vierten Platz in Xiamen unterlagen sie in Fuzhou erst im Endspiel gegen das US-Duo Walsh/Ross. In Sotschi wurden sie Fünfte und in Antalya Neunte. Bei der EM in Biel/Bienne kamen sie als Gruppensieger bis ins Viertelfinale, das sie im Tiebreak gegen Ukolowa/Birlowa verloren. Einen Monat später erreichten sie beim Poreč Major mit einem Sieg gegen Borger/Büthe das Endspiel, in dem sie die Kanadierinnen Pavan/Bansley bezwangen, womit sie ihren ersten Turniersieg auf der World Tour feierten. Bei den folgenden Major-Turnieren in Gstaad und Klagenfurt wurden sie Fünfte und Neunte. Obwohl sie in der Weltrangliste unter die besten Fünf kamen, verpassten sie wegen der Beschränkung auf zwei Teams pro Nation die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. Beim Grand Slam in Long Beach wurden sie Dritte. Anschließend gewannen sie das CEV-Masters in Jūrmala in einem deutschen Finale gegen Mersmann/Schneider. Bei der deutschen Meisterschaft unterlagen sie im Endspiel den Olympiasiegerinnen Ludwig/Walkenhorst.

Beim FIVB-Eröffnungsturnier 2017 in Fort Lauderdale gewannen Laboureur/Sude gegen Summer Ross / Brooke Sweat das Spiel um Platz Drei klar mit 2:0. Im Juni siegten sie beim CEV-Masters im österreichischen Baden. Im Juli gewannen sie das 5-Sterne Major Turnier in Gstaad nach einem 2:0 im Endspiel gegen die Weltranglistenersten Larissa und Talita aus Brasilien. Kurz darauf erhielten Laboureur/Sude vom DVV den Status als „deutsches Nationalteam“. Bei der WM in Wien erreichten sie nach fünf Siegen ohne Satzverlust das Viertelfinale, in dem sie mit 0:2 gegen die Kanadierinnen Humana-Paredes/Pavan verloren. Anschließend kamen sie bei der EM in Jūrmala ebenfalls ohne Satzverlust ins Halbfinale, das sie gegen die Tschechinnen Kolocová/Kvapilová verloren. Im Spiel um Bronze setzten sie sich gegen die Polinnen Kołosińska/Gruszczyńska durch. Beim FIVB Saisonfinale in Hamburg belegten Laboureur/Sude Platz Fünf. In Timmendorfer Strand wurde Laboureur mit Sude nach einem 2:1-Finalsieg gegen Melanie Gernert und Tatjana Zautys erstmals deutsche Meisterin.

2018 starteten Laboureur/Sude auf der FIVB World Tour mit Platz 17 beim 5-Sterne-Turnier in Fort Lauderdale und Platz fünf beim 4-Sterne-Turnier in Xiamen. Beim 4-Sterne-Turnier in Huntington Beach landeten sie mit Platz drei erstmals auf dem Treppchen. Es folgten Platz neun in Itapema, Platz fünf in Ostrava, Platz zwei in Warschau und Platz zwei in Gstaad. Bei der EM in den Niederlanden schieden Laboureur/Sude bereits im Viertelfinale aus. Nach einem vierten Platz in Moskau wurden sie beim World Tour Finale in Hamburg Fünfte. Anschließend wurde Chantal Laboureur zur deutschen Beachvolleyballerin des Jahres 2018 gewählt.

Seit 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Januar 2019 trennte sich Sude überraschend von Laboureur[6]. Daraufhin fand Laboureur in Sandra Ittlinger eine neue Partnerin, mit dem Ziel, die Qualifikation für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Angriff zu nehmen[7].

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laboureur wurde 2009 Sportsoldatin. Sie studiert an der Eberhard Karls Universität Tübingen Medizin.[8]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der am 4. August 2018 ausgestrahlten ProSieben-Show Beginner gegen Gewinner traten Laboureur/Sude zu einem Beachvolleyball-Duell an. Dabei mussten sie als Handicap Schwimmflossen tragen, setzten sich aber trotzdem gegen zwei Studentinnen aus Leipzig durch.[9]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jochen Klingovsky: Das Ziel heißt Tokio – Zwei neue Stuttgarter Teams, ein harter Weg: Laboureur/Ittlinger wollen ebenso zu den Olympischen Spielen 2020 wie Borger/Sude. In: Stuttgarter Nachrichten. Nr. 69, 22. März 2019, S. 27 (online [abgerufen am 24. März 2019]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chantal Laboureur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsche Rangliste (Stand: 2. Januar 2019)
  2. FIVB-Weltrangliste (Stand: 7. Januar 2019)
  3. a b c d e f Beachvolleyball: U19-Weltmeisterin Chantal Laboureur studiert in Tübingen Medizin. tagblatt.de, 3. März 2012, abgerufen am 9. September 2016.
  4. Beach-Volleyball: Chantal Laboureur/Julia Sude gewinnen Militär-WM – Silber für Eric Koreng/Malte Stiel. DVV, 30. Juni 2014, abgerufen am 9. September 2016.
  5. Gemeinsame Erklärung von Laboureur/Sude zur Pressemitteilung "Kira Walkenhorst muss wegen Pfeifferschem Drüsenfieber für einige Wochen pausieren". DVV, 7. Juli 2016, abgerufen am 9. September 2016.
  6. Neues Duo: Karla Borger/Julia Sude – Enttäuschung bei Chantal Laboureur. In: Volleyball Magazin. 10. Januar 2019, abgerufen am 31. Januar 2019.
  7. Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur bilden neues Team im Sand. In: Deutscher Volleyball-Verband. 31. Januar 2019, abgerufen am 31. Januar 2019.
  8. Profil bei der Eberhard Karls Universität Tübingen
  9. Laboureur/Sude in TV-Show. beach-volleyball.de, 2. August 2018, abgerufen am 5. August 2018.