Chargino

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

In der Elementarteilchenphysik sind Charginos hypothetische, elektrisch geladene (englisch charge) Elementarteilchen, die in supersymmetrischen Theorien auftreten. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass jedem (Quanten-)Feld ein Partnerfeld zugeordnet wird, das sich im Spin vom Original um den Betrag 1/2 unterscheidet. Da die Ausgangsfelder hier Bosonen sind (ganzzahliger Spin), müssen die Charginos selbst somit Fermionen sein (halbzahliger Spin). Insbesondere sind Charginos Dirac-Fermionen, d. h., sie unterscheiden sich von ihren Antiteilchen in der elektrischen Ladung.

Zwei Charginopaare im MSSM[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im minimalen supersymmetrischen Standardmodell (MSSM) sind Charginos Überlagerungszustände (Mischungen, Linearkombinationen) aus Superpartnern elektrisch geladener Eich- und Higgsfelder. Bei ersteren handelt es sich um die Gauginos und (Winos, Partner der Felder W1 und W2), bei letzteren um die geladenen Higgsinos (Partner der hypothetischen geladenen Higgs-Bosonen). Es ergeben sich die Chargino-Paare 1 und 2, abgekürzt mit und (manchmal auch und ).

Alternative Zusammensetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die postulierten Charginos können auch als Superposition der geladenen Wino-Felder (anstelle von und ) mit den geladenen Higgsinos ausgedrückt werden.

Die geladenen Wino-Felder sind nämlich selbst bereits Linearkombinationen von und , in derselben Weise wie nach dem Standardmodell die elektrisch geladenen W-Bosonen Mischungen der Felder W1 und W2 sind:


Darin ist die Wellenfunktion

Wegen hier noch unberücksichtigten Mischung mit den geladenen Higgsinos sind die Felder jedoch - anders als W-Bosonen - noch keine Kandidaten für prinzipiell beobachtbare Teilchen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Neutralino: Mischungen der ungeladenen Winos und Binos (Partner der elektrisch neutralen Z-Bosonen und Photonen) und der ungeladenen Higgsinos