Charles Abel

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Charles Abel

Charles Nicolas Abel (* 2. Dezember 1824 in Diedenhofen; † 2. Mai 1895 in Guentrange) war französisch-deutscher Rechtsanwalt und Mitglied des deutschen Reichstags.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abel besuchte das Lyceum in Metz und die École de droit in Paris. Er machte auch naturwissenschaftliche und geschichtliche Studien und war Rechtsanwalt am Pariser Barreau. Danach ließ er sich in Metz nieder. Seit 1870 war er Municipalrat, seit 1873 Mitglied des Bezirkstages von Lothringen (Conseil Général de la Lorraine) für den 2. Metzer Kanton, später auch des Landesausschusses. Außerdem war er Präsident der Metzer Akademie, Gründer und Präsident der Societe Histoire de la Moselle, des Institute histoire du Luxembourg, der Societe des Antiques de France und Mitarbeiter mehrerer Zeitschriften.

Von 1874 bis 1878 vertrat er den Wahlkreis Elsaß-Lothringen 13 (Diedenhofen) im Deutschen Reichstag für die Elsass-Lothringische Protestpartei.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Rue Charles Abel in Metz ist nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolphe Bitard: Dictionnaire de biographie contemporaine. 3e Auflage, Paris [1887]
  • René Paquet: Dictionnaire biographique de l'ancien département de la Moselle. Picard [u. a.], Paris [u. a.] 1887.
  • Gustave Vapereau: Dictionnaire universel des contemporains.6. Auflage, Hachette, Paris [u. a.] 1893.
  • Nicolas Box: Biographie de Monsieur Charles Abel. In: Mémoires de l’Académie de Metz, 1895-1896, S. 67–119.
  • Charles L. Leclerc: Biographie des Grands Lorrains. S.M.E.I., Metz 1975.
  • Hermann Hiery: „Reichstagswahlen im Reichsland“, 1985, ISBN 3-7700-5132-7, Seite 449.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Charles Abel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Verlag Carl Heymann, Berlin 1904, S. 303.