Charles de Bonchamps

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Charles de Bonchamps, 1793 von Girodet-Trioson

Charles Melchior Artus, Marquis de Bonchamps (* 10. Mai 1760 auf Château Juvardeil in Anjou; † 17. Oktober 1793 in Saint-Florent-le-Vieil, Département Maine-et-Loire) war ein französischer General der Kavallerie.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bonchamps entstammte einer alten Offiziersfamilie und war der Sohn von Charles Louis Artus de Bonchamps. Kurz nach Ausbruch des Unabhängigkeitskriegs in Nordamerika meldete sich Bonchamps um als Freiwilliger gegen die Briten zu kämpfen. Anfang 1784 kehrte er im Rang eines Capitains wieder zurück nach Frankreich.

Er residiert im väterlichen Schloss schloss, bis er durch seine Bekanntschaft mit Maurice d’Elbée mit den Ideen der Revolution machte. Als Royalist stand er auf der Seite von König Ludwig XVI. und lebte zurückgezogen bis ihn - nach der Hinrichtung des Königs am 21. Januar 1793 - Insurgenten wie Henri de La Rochejaquelein für ihre Sache - ein Aufstand der Vendée - begeistern konnten.

Meist kämpfte er an der Seite von Jacques Cathelineau unter dem Kommando von Maurice d’Elbée. Er nahm an den Kämpfen bei Beaupréau, Thouars und Châtillon teil. In den Schlachten bei Clisson, Treize-Septiers und Cholet führte Bonchamps ein eigenes Kommando, wurde aber bei letzterer sehr schwer verwundet.

Charles de Bonchamps starb noch am selben Tag (17. Oktober 1793) und fand zusammen mit Cathelineau seine letzte Ruhestätte in der Abteikirche von Florent-le-Vieil. Seine letzte Tat war, dass er 5.000 kriegsgefangene Republikaner vor der Niedermetzelung durch die über Bonchamps Fall ergrimmten Vendéer rettete.

1793 stellte der Maler Anne-Louis Girodet-Trioson sein Porträt von General Bonchamps[1] der Öffentlichkeit vor. 1837 schuf Thomas Degeorge sein Gemälde Mort de Bonchamps.[2]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Bildhauer Pierre Jean David d’Angers schuf Bonchamps Sarkophag („Pardon de Bonchamps“)
  • In Saint-Florent-le-Vieil widmete man ihm ein Denkmal, das ebenfalls von d’Angers geschaffen worden war
  • Die Rue de Bonchamps in seiner Heimatstadt wurde ihm zu Ehren benannt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heute im Musée d’Art et d’Histoire (Cholet).
  2. Heute im Musée d’Art Roger-Quilliot (Clermont-Ferrand).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.