Charlie Rose

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Charlie Rose

Charles PeeteCharlieRose, Jr. (* 5. Januar 1942 in Henderson (North Carolina))[1] ist ein US-amerikanischer Fernsehmoderator und Journalist. Ab 1991 moderierte er die Talkshow Charlie Rose, die von PBS ab 1993 landes- und von Bloomberg Television ab 2009 weltweit ausgestrahlt wurde. Aufgrund von Vorwürfen gegen ihn wegen sexueller Belästigung wurde die Sendung im November 2017 eingestellt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rose war Korrespondent für die 60 Minutes II[2] vom Sendebeginn im Januar 1999 bis zur Absetzung im September 2005; danach war er Korrespondent für 60 Minutes.[3]

Rose machte 1964 an der Duke University seinen Bachelor in Geschichte. Dort lernte er auch seine Frau Mary kennen.[4][5] Er war Mitglied der Studentenverbindung Kappa Alpha. 1968 schloss er das Juris Doctor-Programm ab.[6]

Er interviewte unterschiedliche prominente Personen, darunter Baschar al-Assad (2013), Präsident Barack Obama mit Ehefrau Michelle (2012), Warren Buffett[7], Noam Chomsky (2003), Henry Kissinger[8], Leonardo DiCaprio (2004), John Oliver, Sarah Palin, Christoph Waltz, Quentin Tarantino, Larry Ellison, David Foster Wallace, Farah Diba.[9] und Wladimir Putin.[10] Er hatte Cameo-Auftritte in diversen Fernsehsendungen und Filmen, zum Beispiel bei House of Cards, den Simpsons, Batman v Superman: Dawn of Justice und Elegy oder die Kunst zu lieben. Das Interview, das Rose 2008 mit der Kandidatin für das Amt der US-Vizepräsidentin, Sarah Palin geführt hatte, ist Teil der Handlung des Films Game Change.

Rose und seine Frau Mary ließen sich 1980 nach zwölfjähriger Ehe scheiden. Seine Lebensgefährtin seit 1993 ist Amanda Burden, eine Stieftochter des CBS-Gründers William S. Paley.[11]

MeToo-Affäre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge des Weinstein-Skandals wurde Rose am 20. November 2017 von acht Frauen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die Sender CBS News und PBS setzten die Ausstrahlung seiner Sendungen bis zur Klärung der Vorwürfe aus; von CBS erhielt er zugleich eine Freistellung.[12]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Marks: The Love Cult of Charlie Rose, Newsday. 5. Januar 1993, S. 42. Abgerufen am 18. Dezember 2009. 
  2. 60 Minutes II Profil auf CBS News
  3. Charlie Rose, CBS News. 17. Januar 2008. Abgerufen am 6. Dezember 2009. 
  4. Kaplan, David A.: Why business loves Charlie Rose, Fortune. 28. September 2009. Abgerufen am 18. Dezember 2009. 
  5. O'Shaughnessy, Elise: The Fame of the Rose, Vanity Fair. September 1993, S. 172–181. 
  6. Lebenslauf Charlie Rose von Bloomberg News
  7. Interview Warren Buffett
  8. Interview Henry Kissinger
  9. Interview Farah Diba
  10. Interview Wladimir Putin
  11. Social Planner
  12. Kim Barker, Ellen Gabler: Charlie Rose Accused of Crude Sexual Advances by Multiple Women. In: New York Times, 20. November 2017, abgerufen am 21. November 2017 (englisch).