Charlotte Rohrbach

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Charlotte Rohrbach (* 21. März 1902 in Malschöwen bei Allenstein in Ostpreußen; † 1. Februar 1981 in Pöcking) war eine deutsche Fotografin.

Leben[Bearbeiten]

Sie erhielt ihre fotografische Ausbildung beim Lette-Verein in Berlin. Sie fotografierte für Reportagen, u.a. entstanden ab 1934 erste Modefotografien für „Die Dame“. Berühmt wurde sie mit ihren Aufnahmen der Werke Arno Brekers.

Charlotte Rohrbach hatte es wie kaum eine andere Fotografin ihrer Zeit verstanden, in der Schwarz-Weiß-Fotografie neue Maßstäbe zu setzen. Sie wurde als Fotografin oft mit der Regisseurin Leni Riefenstahl verglichen. Rohrbach konnte mit ihrer zurückhaltenden Art jedoch keine ähnliche offizielle Rolle in der NS-Zeit einnehmen wie ihre berühmte Kollegin.

Ihre Fotografien wurden häufig in großformatigen Zeitschriften abgedruckt - wie etwa in Die Kunst im Dritten Reich oder Die Kunst im Deutschen Reich – oder erschienen in Buchform wie etwa Arno Breker. Lichtbilder von Charlotte Rohrbach, herausgegeben vom Verlag der Deutschen Arbeitsfront in Paris. Bei ihren Fotografien nötigte Rohrbach den Betrachter durch die Lichtführung, vor allem aber durch die meist gewählte Perspektive des „aufschauenden Betrachters“ - die selbst bei kleinen Figuren „Größe“ suggerierte -, sich dem Dargestellten zu unterwerfen.

Nach dem Krieg war sie ständige Mitarbeiterin bei Film und Frau, sowie Cheffotografin bei A&W Architektur & Wohnen. Ab 1972 erhielt Rohrbach vom Arno Breker-Editeur Joe F. Bodenstein den Auftrag, weiter das künstlerische Werk des Bildhauers in schwarz-weiß festzuhalten. Die Verwertungsgemeinschaft Marco-VG in Bonn erwarb Teile des Rohrbach-Archivs.

Charlotte Rohrbach war mit dem deutschen Flugzeugkonstrukteur Adolf Rohrbach (* 1889; † 1939) verheiratet. Ihre gemeinsame Grabstätte befindet sich auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.