Charlottenburger Verbindungskanal

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Charlottenburger Verbindungskanal
Abkürzung CVK
Lage Berlin
Länge 1,6 km (vormals 3,2 km)
Erbaut 1866–1875
Ausgebaut 1891–1902
Stillgelegt Nordabschnitt 1956
Zugeschüttet Nordabschnitt 1956
Klasse IV
Beginn Spreekreuz Charlottenburg
Ende Mündung in den Westhafenkanal
Wasserstraßen in der Region Berlin
Ehemaliger Nordostabschnitt des Charlottenburger Verbindungskanals

Der Charlottenburger Verbindungskanal (CVK) ist eine Bundeswasserstraße[1] der Wasserstraßenklasse IV in Berlin. Er bildet die Grenze zwischen den Ortsteilen Moabit (Neues Ufer) und Charlottenburg (Goslarer Ufer). Zuständig für die Verwaltung ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Berlin.

Lage und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Charlottenburger Verbindungskanal ist 1,6 Kilometer lang[2] und verläuft von der westlichen Einmündung des Landwehrkanals in die Spree in nördlicher Richtung bis zur Einmündung in den Westhafenkanal.

Wasserschutzpolizei am Neuen Ufer

Beim Bau des Spandauer Schiffahrtkanals in den Jahren 1848 bis 1859 hatte man außer Acht gelassen, dass ein beträchtlicher Teil des Schiffsverkehrs, insbesondere des Ziegeltransportes von der oberen Havel, den Landwehrkanal und die zu bebauenden südlichen Stadtgebiete zum Ziel hatte. Diese Schiffe mussten nun entweder den alten Weg über Spandau durch die noch ungeregelte untere Spree oder den Weg vom Humboldthafen fünf Kilometer spreeabwärts zum Landwehrkanal nehmen. So entstand als direkte Verbindung zwischen der Spreehaltung des Spandauer Schiffahrtkanals (ab 1914: Berlin-Spandauer Schiffahrtkanal) nahe der Schleuse Plötzensee und dem Landwehrkanal 1872–1875 der 3,2 Kilometer lange Charlottenburger Verbindungskanal.[3]

Nach der Fertigstellung des weiter nördlich geführten Westhafenkanals im Jahr 1956 wurden die für den Westhafenkanal nicht benötigten Teile des nordöstlichen Abschnitts nördlich der Ringbahn zugeschüttet und mit dem Großmarkt Beusselstraße überbaut. Der nunmehr um die Hälfte verkürzte Charlottenburger Verbindungskanal mündet seitdem rechtwinklig direkt in den Westhafenkanal ein.

Der Ort des Zusammentreffens des Charlottenburger Verbindungskanals mit der Spree und dem Landwehrkanal wird „Spreekreuz“ genannt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verzeichnis E, Lfd. Nr. 3 der Chronik (Memento des Originals vom 22. Juli 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wsv.de, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  2. Längen (in Kilometer) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes (Memento des Originals vom 21. Januar 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.wsv.de, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  3. H.-J. Uhlemann: Berlin und die Märkischen Wasserstraßen, DSV-Verlag Hamburg, 1994

Koordinaten: 52° 31′ 41″ N, 13° 18′ 52″ O