Charly Stock

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Charly Stock (* 11. April 1936 in Berlin; † 22. Mai 2019 in Mönchengladbach) war ein Physiotherapeut, der 28 Jahre lang bei Borussia Mönchengladbach als Masseur tätig war. Stock gehörte bis zuletzt dem Ehrenrat des fünffachen deutschen Meisters an und war auch im Jahr 1991 Mitbegründer der Traditionsmannschaft Weisweiler Elf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stock war zunächst Masseur in einem Hotel in Bad Wörishofen[1] und arbeitete dann seit 1962 für die Borussia.[2] Er betreute bereits zu Beginn seiner Tätigkeit Spieler wie u. a. Herbert Laumen, Albert Jansen, Heinz Lowin, Manfred Orzessek und Walter Wimmer,[3] Mitte der 1960er Jahre Egon Milder, Günter Netzer, Jupp Heynckes, Bernd Rupp und Werner Waddey unter Trainer Hennes Weisweiler.

Stock war außerdem Herbergsvater des ersten Fußball-Internates des Vereins in der Marktfeldtstraße und Gründungsmitglied der Weisweiler-Elf im Jahr 1991.[1] Außerdem war er Mitglied des Ehrenrates. Nach dem Ende seiner Tätigkeit als Physiotherapeut wirkte Stock weiter für die Borussia – als Mannschaftsbetreuer, Geschäftsführungsassistent, Kontaktpfleger, Dopingbeauftragter, Verantwortlicher der Weisweiler-Elf, Mitglied des Ehrenrates und Hüter der Vereinsschätze weiter für die Borussia.[4]

Würdigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter der Überschrift „Helfende Hände“ wird in der Chronik[5] Stocks Wirken als Physiotherapeut und auch als Nachfolger von Mathilde Brückmann im Jahr 1991 als Leiter des Hauses der VfL-Talente gewürdigt.

Jupp Heynckes äußerte sich über Stock: „Im Laufe der Zeit hat sich eine Freundschaft entwickelt. Charly war im Verein der gute Geist und am Bökelberg eine Institution. Er war mehr als ein Physiotherapeut. Immer freundlich und hilfsbereit. Eine echte Vertrauensperson.“[1]

Berti Vogts erinnerte sich: „Wenn du auf seiner Liege lagst, gab es keine Geheimnisse mehr, man hat über alles gesprochen. Er hat uns immer wieder aufgebaut, wenn es Probleme gab, und wenn es nötig war, hat er uns auch heimlich mal ein Bier besorgt. Er passte genau zu uns, zu Borussia. Er hatte ein gutes Gespür für die Stimmungen und Schwingungen im Team und wusste daher immer, was bei uns los war. Er konnte mit all den verschiedenen Persönlichkeiten umgehen. Er war ein toller Mensch.“[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Markus Aretz, Stephan Giebeler, Elmar Kreuels: Borussia Mönchengladbach. Die Chronik. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2010. ISBN 978-3-89533-748-2.
  • Holger Jenrich: Das Borussia Mönchengladbach Lexikon. Verlag Die Werkstatt. Göttingen 2007. ISBN 978-3-89533-585-3. S. 166.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Borussia.de: Borussia trauert um Charly Stock. Abgerufen am 2. Dezember 2019.
  2. Holger Jenrich: das Borussia Möchengladbach Lexikon. S. 41
  3. Markus Aretz, Stephan Giebeler, Elmar Kreuels: Borussia Mönchengladbach. Die Chronik. S. 189
  4. Holger Jenrich: das Borussia Möchengladbach Lexikon. S. 166
  5. Markus Aretz, Stephan Giebeler, Elmar Kreuels: Borussia Mönchengladbach. Die Chronik. S. 343
  6. rp-online.de: Charly Stock war der gute Geist Borussias (4. Juni 2019), abgerufen am 2. Dezember 2019