Chaumont (Haute-Marne)

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Chaumont
Wappen von Chaumont
Chaumont (Frankreich)
Chaumont
Region Grand Est
Département Haute-Marne
Arrondissement Chaumont
Kanton Chaumont-1 (Hauptort)
Chaumont-2 (Hauptort)
Chaumont-3 (Hauptort)
Gemeindeverband Chaumont, Bassin Nogentais et Bassin de Bologne Vignory Froncles
Koordinaten 48° 7′ N, 5° 8′ OKoordinaten: 48° 7′ N, 5° 8′ O
Höhe 247–416 m
Fläche 55,26 km2
Einwohner 22.333 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 404 Einw./km2
Postleitzahl 52000
INSEE-Code
Website www.ville-chaumont.fr

Ansicht von Chaumont

Chaumont ist eine französische Stadt mit 22.333 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Haute-Marne, in der Region Grand Est. Sie ist Sitz der Präfektur des Départements Haute-Marne.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt in der Landschaft Bassigny, am Rande des Plateau von Langres, einer Hochebene, auf der einige wichtige Flüsse Frankreichs entspringen, wie z. B. die Marne, die Seine und die Aube. Chaumont selbst liegt an der Marne, unmittelbar an der Einmündung des linken Nebenflusses Suize. Die Marne speist auch den Canal entre Champagne et Bourgogne (deutsch „Kanal zwischen Champagne und Burgund“), durch welchen - unter Ausnutzung weiterer Flüsse und Kanäle - eine schiffbare Verbindung aus dem Raum Paris bis zum Mittelmeer ermöglicht wird.

Die Gemeinde erhielt 1857 mit der Bahnstrecke Paris–Mulhouse einen Bahnhof. Er wird von TER Champagne-Ardenne und Intercités Zügen bedient. Einige Kilometer südwestlich liegt eine Militärbasis des französischen Heeres, das Quartier General d'Aboville, eine ehemalige Air Base der Amerikaner.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Stadt soll – nach Emile Jolibois (lokaler Geschichtsschreiber aus dem 19. Jahrhundert) – von der Bezeichnung Calvus Mons (deutsch: „kahler Berg“) abgeleitet sein, die an jenen Ort erinnert, wo die Stadt im 10. Jahrhundert erbaut wurde: ein steiler Sporn, der die Täler der Suize und der Marne beherrschte. Als ehemaliger Wohnsitz der Grafen von Champagne besaß die Stadt sehr früh eine strategische Lage, die auf die ganze Region ausstrahlte.

Um 1300 war Chaumont ein wichtiger Grenzposten zwischen dem Königreich Frankreich und dem Herzogtum Burgund. Nach der Anklageerhebung gegen den Templerorden anno 1306 ließ Philipp der Schöne an diesem Ort diverse flüchtige Tempelritter festnehmen, die via Chaumont ins „Ausland“ fliehen wollten.

Am 1. März 1814 schlossen Großbritannien, Russland, Österreich und Preußen hier den Vertrag von Chaumont. Damit erneuerten und bestätigten sie angesichts des abzusehenden Scheiterns der Verhandlungen des Kongresses von Châtillon das Bündnis der Viermächteallianz gegen Napoleon.

General John J. Pershing, der Oberbefehlshaber der US-Streitkräfte in Europa hatte 1917 hier sein Hauptquartier.

Bis 1971 trug die Stadt den Namen Chaumont-en-Bassigny.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2014
Einwohner 21.717 25.779 27.226 27.554 27.041 25.996 24.357 22.674
Quelle: Cassini und INSEE

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viaduc de Chaumont bei Mondlicht

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Chaumont

  • Burg der Grafen von Champagne (11./12. Jahrhundert)
  • Basilika Saint-Jean-Baptiste von Chaumont (13./14. Jahrhundert)
  • die Lohgerbereien
  • Jesuitenkapelle aus dem 18. Jahrhundert
  • Viadukt von Chaumont
    Das Viadukt überquert das Tal der Suize. Es wurde vom Ingenieur-Architekt Decomble entworfen, 1855/56 in 15 Monaten erbaut und 1857 eingeweiht. Seine Dimensionen (650 m lang, 50 Bögen, Höhe 50 m) machen machen es zum bedeutendsten Viadukt aus Natursteinen in Westeuropa. Es wurde erbaut, damit die Bahnstrecke Paris–Mulhouse den hoch gelegenen Teil der Stadt erreichen konnte. Das Viadukt ist zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden und war Kulisse in mehreren Filmen. Auf einem Fußweg in der ersten Etage kann es überquert werden.[1]

Der Dolmen la Pierre qui Tourne (auch Fort Bévaux oder Septfontaines genannt) liegt in der Necropole du Fort Bevaux in Andelot-Blancheville bei Chaumont.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chaumont. Abgerufen am 29. Dezember 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chaumont (Haute-Marne) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien