Chemins de fer électriques Veveysans

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Vevey–Saint-Légier-La Chiésaz–Blonay–Les Pléiades
Strecke der Chemins de fer électriques Veveysans
Lageplan der Strecke
Fahrplanfeld: 112 und 115.1
Streckenlänge: 10,51 km
Spurweite: 1000 mm (Meterspur)
Stromsystem: 900 Volt =
Maximale Neigung: Adhäsion 50 
Zahnstange 200 
Zahnstangensystem: Strub
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SBB von Montreux
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0,00 Vevey 386 m ü. M.
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SBB nach Lausanne
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SBB nach Chexbres
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0,77 Bosquets
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1,21 Gilamont 432 m ü. M.
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1,77 Clies 458 m ü. M.
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2,46 Hauteville 492 m ü. M.
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3,02 Château-d'Hauteville 515 m ü. M.
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3,60 St-Légier-Gare 533 m ü. M.
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nach Châtel-St-Denis
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4,02 St-Légier-Village 553 m ü. M.
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4,51 La Chiésaz 577 m ü. M.
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5,35 Château-de-Blonay 616 m ü. M.
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5,72 Blonay 620 m ü. M.
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nach Clarens
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nach Chamby
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6,17 Prélaz-sur-Blonay 670 m ü. M.
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6,94 Tusinge 727 m ü. M.
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7,34 Les Chevalleyres 773 m ü. M.
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Bois-de-Chexbres
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8,43 Fayaux 970 m ü. M.
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9,17 Ondallaz-L'Alliaz 1113 m ü. M.
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9,81 Lally 1235 m ü. M.
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10,51 Les Pléiades 1348 m ü. M.

Die Chemins de fer électriques Veveysans (CEV) waren eine Schweizer Schmalspurbahngesellschaft, deren Nachfolgegesellschaft die heutige Transports Montreux–Vevey–Riviera (MVR) ist.

Die MVR ist Eigentümerin der Infrastruktur des noch bestehenden Streckennetzes der ehemaligen CEV. Diese besteht aus der Bahnstrecke VeveySaint-LégierBlonayLes Pléiades sowie der Bahnstrecke Blonay–Chamby.

Während die Bahnstrecke Vevey–Les Pléiades ganzjährig fahrplanmässig betrieben wird, dient die Bahnstrecke Blonay–Chamby den nur in der Sommersaison verkehrenden Zügen der Museumsbahn Blonay–Chamby sowie gelegentlichen Betriebsfahrten.

Der Streckenabschnitt Blonay–Les Pléiades ist durchgehend mit einer Zahnstange nach System Strub versehen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnstrecke Vevey–Saint-Légier–Blonay–Chamby 1901[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung der Chemins de fer électriques Veveysans liegt in der 1902 eröffneten Adhäsions Bahnstrecke Vevey–Saint-Légier–BlonayChamby. In Chamby bestand von Beginn an Anschluss an die 1901 eröffnete Bahnstrecke MontreuxLes Avants der Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB).

Bahnstrecke Saint-Légier–Châtel-Saint-Denis 1904[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1904 wurde das Streckennetz mit der Bahnstrecke Saint-Légier–Châtel-Saint-Denis erweitert. Während in Saint-Légier die neu erbaute Bahnstrecke an die bestehende Bahnstrecke Vevey–Blonay–Chamby anschloss, schloss diese in Châtel-Saint-Denis an die Bahnstrecke der ursprünglichen Châtel–Palézieux-Bahn (CP) und der Châtel–Bulle–Montbovon-Bahn (CBM) an. Letztere beiden Bahngesellschaften sind Vorgängergesellschaft der heutigen Freiburgischen Verkehrsbetriebe (tpf).

Bahnstrecke Blonay–Les Pléiades 1911[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1911 wurde die Zahnradbahn von Blonay hinauf nach Les Pléiades eröffnet, die zunächst als reine Zahnradbahn nur zwischen Blonay und Les Pléiades verkehrte.

BDeh 2/4 73 mit Adhäsions- und Zahnradantrieb und Bt 221 aus dem Jahre 1970 in Blonay

Bahnstreckenstilllegung und neues Rollmaterial Ende der 1960er-Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angesichts der teilweise sehr geringen Verkehrsnachfrage war die öffentliche Hand nicht bereit, die Erneuerung des ganzen Netzes zu finanzieren. In einer 1966 unterzeichneten Finanzierungsvereinbarung wurde die Gewährung von Bundesmitteln an die Bedingung geknüpft, dass der Streckenabschnitt Blonay–Chamby sofort und die Strecke Saint-Légier–Châtel-Saint-Denis spätestens nach zwei Jahren stillgelegt werde. Die so verbleibende Strecke Vevey–Les Pléiades konnte mit den neu zu beschaffenden Adhäsions- und Zahnradtriebwagen als eine durchgehende Linie wirtschaftlicher betrieben werden.

Auf der Bahnstrecke Blonay–Chamby wurde am 21. Mai 1966 der Schienenverkehr ersatzlos eingestellt, die Strecke blieb aber vorerst erhalten. Am 20. Juli 1968 wurde auf ihr die erste Museumseisenbahn der Schweiz eröffnet, die Museumsbahn Blonay–Chamby (BC).

Hauptartikel: Bahnstrecke Blonay–Chamby

1969 wurde die Bahnstrecke Saint-Légier–Châtel-Saint-Denis stillgelegt und abgebrochen. Als Ersatz dient eine Autobus-Linie ab Vevey, deren Konzession als landesweite Besonderheit gemeinsam der GFM, heute tpf und den Transports publics Vevey–Montreux–Chillon–Villeneuve (VMCV) erteilt wurde.

Kk 502 vor Bt 224 vor Beh 2/4 71, modernisiert 1999, und 72, modernisiert 2001, mit Adhäsions- und Zahnradantrieb in Blonay für die Bahnstrecke Vevey–Saint-Légier–Blonay–Les Pléiades

Unfälle 1966 und 1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 24. August 1966 entgleiste bei Saint-Légier ein nach Blonay fahrender Zug wegen einer auf einer Schiene liegenden Schwellen­schraube. 15 Personen wurden verletzt.[1]

Am 7. Juli 1970 ereignete sich unweit der Station Clies eine Frontalkollision zweier Triebwagen, bei der 40 Personen verletzt wurden. Die beiden Züge hätten sich in Clies kreuzen sollen.[2]

Bahnstrecke Vevey–Saint-Légier–Blonay–Les Pléiades seit 1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der verbliebenen Bahnstrecke Vevey–Saint-Légier–Blonay–Les Pléiades ermöglichten die damals neu beschafften Triebwagen mit gemischtem Adhäsions- und Zahnradantrieb, die später mit einigen Steuerwagen zu Pendelzügen ergänzt wurden, einen durchgehenden Betrieb zwischen Vevey und Les Pléiades.

Seit der Ablieferung der neuen Gelenktriebwagen Be 2/6 7001 bis 7004 im Jahre 1997 wird der Verkehr oft wieder gebrochen abgewickelt, das heisst, es muss in Blonay umgestiegen werden. Deshalb ist die Beschaffung neuer Zahnrad-Gelenktriebwagen, ähnlich derjenigen Gelenktriebwagen (GTW), wie sie an die Cremallera de Núria und Cremallera de Montserrat nach Spanien geliefert wurden, in Diskussion.

Fahrzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • He 2/2 1 und 2 (1911), He 2/2 3 (1913) Zahnradlokomotiven, 3 1984 ausrangiert
  • BDeh 2/4 71 bis 74 (1970), BDeh 2/4 75 (1983), 71 1999 und 72 2002 modernisiert, 73 und 74 2017 abgebrochen
  • Bt 221 und 222 (1976), 222 2017 abgebrochen, Bt 223 (1983) 2009 verkauft an TPC, dort BVB B 66, Bt 224 (1990) 1999 modernisiert nach Brand, mit Niederflur-Einstieg
  • Be 2/6 7001 bis 7004 (1997 und 1998), auch auf dem Abschnitt Montreux–Les Avents der Montreux–Berner Oberland-Bahn im Einsatz, 2017 verkauft an ASm
  • BDe 4/4 103 (1903) wurde am 17. März 2010 in eigener Kraft nach Chernex zum Abbruch überführt[3]. Drehgestelle sowie elektrische Ausrüstung gingen an die Museumsbahn Blonay–Chamby für den Wiederaufbau des Ce 2/2 36 der Tramways Lausannois.
  • BDe 4/4 105 (1913) nicht betriebsfähig, wird von der Association CEV 105 aufgearbeitet
  • Te 2/2 81 (1963 aus Teilen der Triebwagen 38 und 39 der Verkehrsbetriebe Luzern aufgebaut), ab Mitte der 1990er-Jahre im Rangierdienst bei der Montreux–Berner Oberland-Bahn, heute in Chernex
  • Te 2/2 82 (1938 aus dem Untergestell des K 39 und Motoren der Triebwagen 101 bis 103 aufgebaut)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michel Grandguillaume, Gérald Hadorn, Jean Paillard und Jean-Louis Rochaix: Crémaillères et funiculaires vaudois. BVA, Lausanne 1982, ISBN 2-88125-002-5 (Nummer ist nicht im Buch eingedruckt, aber in späteren Büchern des Verlags aufgeführt).
  • Michel Grandguillaume et al.: Voies étroites de Veveyse et de Gruyère. BVA, Lausanne 1984, ISBN 2-88125-003-3.
  • Jean-Louis Rochaix et al.: Chemins de fer privés vaudois 1873–2000. Editions La Raillère, Belmont 2000, ISBN 2-88125-011-4 (Im Buch eingedruckt ist die falsche ISBN-Kontrollziffer 8, in späteren Verlagslisten erscheint die korrigierte ISBN). Ergänzungsband zu den obigen Büchern.
  • Jean-Louis Rochaix et al.: Chemins de fer privés vaudois 2000–2009. Editions La Raillère, Belmont 2009, ISBN 978-2-88125-012-5. Ergänzungsband zu den obigen Büchern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chemins de fer électriques Veveysans – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Près de Saint-Légier, une Locomotrice occupée par 15 personnes déraille. Gazette de Lausanne, Lausanne, 25. August 1966, S. 3, abgerufen am 15. November 2013 (Le Temps – archives historiques, französisch).
  2. Deux rames entrent en collision au-dessus de Vevey: 50 blessés. Gazette de Lausanne, Lausanne, 8. Juli 1970, S. 19, abgerufen am 15. November 2013 (Le Temps – archives historiques, französisch).
  3. Kurzmeldung und Bild der Überfuhr