Chen Danqing

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Chen Danqing (chinesisch 陈丹青, Pinyin Chén Dānqīng; * 11. August 1953 in Shanghai, Volksrepublik China) ist ein amerikanisch-chinesischer Maler. Chen war Dozent an der Tsinghua-Universität, ihn haben seine Ölbilder der späten 1970er und frühen 1980er Jahre über die Tibeter berühmt gemacht.

Sein Hauptwerk, übte starken Einfluss auf nachfolgende chinesischer Künstler aus, vor allem die Realismus und Expressionisten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chen wurde in Shanghai geboren und wuchs in Taishan auf. Zur Zeit der Kulturrevolution, 1969, wurde er zur "Umerziehung durch Arbeit" aufs Land verschickt und lebte von 1970 bis 1973 in der Volkskommune in Ningdu, Jiangxi. Chen wurde als 17-jähriger zusammen mit tausenden Mittelschülern aus der Großstadt in eine bitterarme Bergregion geschickt, um als „Gebildeter Jugendlicher“ „von den Bauern zu lernen“. Ab November 1974 war er Arbeiter in einer Nanjinger fabrik. Seine Wohnberechtigung für Shanghai wurde annulliert, seine formale Ausbildung bis zum Jahr 1977, als erstmals wieder Hochschulaufnahmeprüfungen stattfanden, unterbrochen.

1968 entstanden seine ersten Ölgemälde, ein Selbstporträt, das von Rembrandt inspiriert wurde. Im Kulturrevolution studierte er die alten Meister Ilja Jefimowitsch Repin und Wassili Iwanowitsch Surikow und fertigte Zeichnungen nach ihrem Vorbild an. Sein 1978 begonnenes Studium im Fachbereich Ölgemälde an der Zentrale Hochschule der Künste schloss er 1980 mit einem Master-Abschluss. Chen begann nun, sich der bäuerlichen Arbeitswelt zuzuwenden. 1980 ging er für nach Tibet. In Chens Vorstellung war Tibet ein exotisches Paradies, wo er, farbenprächtige, exotische Welt, die er sich erträumt hatte, Französische Romantik und wurde er von der Malerei Jean-François Millet und Schule von Barbizon. Im 1980 löste sein Gemälde Tibet-Serie eine Sensation auf dem Nationale Kunstausstellung Nationale im Chinesisches Kunstmuseum aus: gesinnte Kunstfreunde nahmen es mit begeisterter Zustimmung auf.

1982 wanderte er in die USA aus. Von 1982 bis 2000 lebte er in den New York City, bezog er ein möbliertes Studio am Times Square am Broadway. Während seines Aufenthalts in New York schloss er ein Studium an der Art Students League of New York ab. Vor allem hier machte er die Bekanntschaft zahlreicher anderer Maler, darunter Chen Yifei, Ai Weiwei, Ai Xuan, He Duoling, Yuan Yunsheng, Liu Xiaodong, Xu Bing und Liu Suola. Chen für die der Tibet-Katalog zur Ausstellung in der Wally Findlay Gallery. Am 1990s wurde er amerikanischer Staatsbürger.[1]

Im Jahr 2000 kehrte nach China zurück und ein Professor für Ölgemälde an der Tsinghua-Universität. Chen Vorlesungen in verschiedenen Universitäten rund um die Welt, darunter Universität Peking, Zhejiang-Universität, University of California, Irvine, und Harvard University. He setzt sich für eine Reformierung des chinesischen Bildungssystems ein. Des Weiteren fordert He soziale Reformen und wurde ein scharfer Kritiker der Kommunistischen Partei Chinas.[2]

Seine Werke, Shepherd - Tibet Serie, erzielen auf Auktionen regelmäßig hohe Preise, so brachte 2007 eines seiner Werke in Peking 35,84 Millionen Yuan (€ 4,896,478.00), was zum damaligen Zeitpunkt ein Rekord für ein zeitgenössisches chinesisches Kunstwerk war.

Er lebt zur Zeit in Peking.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Chen Danqing Exhibition My Paintings and Tibet (Wally Findlay Galleries, New York · Vereinigte Staaten)
  • Chen Danqing Exhibition (Wally Findlay Galleries, Beverly Hills · USA)
  • Chen Danqing Oil Painting Exhibition (Sun-Yat-sen-Gedächtnishalle, Taipeh, 1995)
  • Chen Danqing Exhibition (Hong Kong University of Science and Technology, Hong Kong Arts Centre, 1998)
  • Chen Danqing 1968–1999 Sketch Painting Exhibition (Peking, Guangzhou, Wuhan, Shenyang, Nanjing, Shanghai, 2000)
  • Chen Danqing Print Exhibition (Miki International Art, Peking, 2010)
  • Chen Danqing Returned Years (Chinese Painting Academy, Peking, 2010)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chen Danqing Biography – Chen Danqing on artnet. In: artnet.com. Abgerufen am 21. November 2016.
  2. Schulbücher sollen wieder wie Mao-Bibeln sein. In: Welt. Abgerufen am 3. Dezember 2016.