Cherveix-Cubas

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Cherveix-Cubas
Charvés e Cubas
Cherveix-Cubas (Frankreich)
Cherveix-Cubas
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Isle-Loue-Auvézère
Gemeindeverband Isle-Loue-Auvézère en Périgord
Koordinaten 45° 17′ N, 1° 7′ OKoordinaten: 45° 17′ N, 1° 7′ O
Höhe 132–294 m
Fläche 14,96 km2
Einwohner 574 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 38 Einw./km2
Postleitzahl 24390
INSEE-Code
Website Cherveix-Cubas

Kirche St-Martial im Ortsteil Saint-Martial-Laborie

Cherveix-Cubas (okzitanisch Charvés e Cubas) ist eine aus drei ehemals selbständigen Orten und einigen Einzelgehöften bestehende französische Gemeinde mit 574 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron (bis 2017: Arrondissement Périgueux) und zum seit 2015 bestehenden Kanton Isle-Loue-Auvézère (bis 2015 Hautefort).

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Cherveix-Cubas liegt etwa 38 km nordöstlich von Périgueux bzw. ca. 70 km südlich von Limoges am Flüsschen Auvézère in einer Höhe von ca. 150 m.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 910 mm/Jahr) fällt nahezu ganzjährig.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 381 1.333 1.205 831 600 593

Die Orte Cherveix, Cubas und Saint-Martial-Laborie wurden im Jahr 1829 zusammengelegt. Der bis zur Jahrtausendwende anhaltende Bevölkerungsrückgang ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist immer noch in hohem Maße landwirtschaftlich orientiert, wobei auch die Viehzucht eine gewisse Rolle spielt. In den Dörfern haben sich Handwerker und Kleindienstleister angesiedelt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orte waren bereits im Mittelalter besiedelt

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Gründung der romanischen Kirche Saint-Martial-Laborie wird den örtlichen Grundherrn (seigneurs) oder aber dem Templerorden (später Malteserorden) zugeschrieben. Der einschiffige und nahezu fensterlose Kirchenbau verfügt über eine Apsis und einen Vierungsturm hat einen gewissen Wehrcharakter; er ist seit 1974 als Monument historique anerkannt.[3]
  • Die Kirche Saint-Roch in Cherveix stammt aus dem 19. Jahrhundert. Der Turm wurde am 1. Juli 2014 vom Blitz getroffen, wodurch einige Steine zu Boden fielen.
  • Die ursprünglich romanische Kirche von Cubas stürzte im Jahr 1836 ein und wurde anschließend in leicht veränderter Form, aber mit Bruchsteinen wieder aufgebaut.
  • Eine Totenlaterne mit rundem Querschnitt stammt aus dem 13. Jahrhundert; sie ist seit dem Jahr 1939 als Monument historique anerkannt.[4]
  • Das in Teilen spätmittelalterliche Herrenhaus Le Temple de l’Eau erlebte spätere Umbauten. Das Gelände gehörte ursprünglich dem Templerorden. Der Bau ist seit dem Jahr 1975 als Monument historique anerkannt.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Michel Massénat: Si Cherveix-Cubas nous était conté! Brügge 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Cherveix-Cubas – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Cherveix-Cubas – Karte mit Höhenangaben
  2. Cherveix-Cubas – Klimatabellen
  3. Cherveix-Cubas, Église Saint-Martial in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Cherveix-Cubas, Lanterne des Morts in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  5. Cherveix-Cubas, Le Temple de l’Eau in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)