Chevrolet Camaro (1982)

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Chevrolet
Chevrolet Camaro (1982–1985)
Chevrolet Camaro (1982–1985)
Camaro
Produktionszeitraum: 1982–1993
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
2,5–5,7 Liter
Länge: 4877–4890 mm
Breite: 1850 mm
Höhe: 1275–1283 mm
Radstand: 2565 mm
Leergewicht: 1400–1525 kg
Vorgängermodell Chevrolet Camaro (1970)
Nachfolgemodell Chevrolet Camaro (1993)

Der Camaro ist ein Pony Car (ein Sportwagen) des US-amerikanischen Automobilherstellers Chevrolet, der zum General-Motors-Konzern (GM) gehört. Laut Chevrolet leitet sich der Name „Camaro“ aus dem französischen Wort camarade ab, was sich mit „Kamerad“ oder „Freund“ übersetzen lässt.

Die Standardmotorisierung des Camaro waren großvolumige V8-Motoren über 200 PS (ca. 150 kW). Ebenfalls angebotene Reihen-Sechszylinder-Motoren, später V6-Maschinen, in den 1980er-Jahren auch Reihen-Vierzylinder-Motoren, waren die Einstiegsmotorisierung.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1982[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Frühjahr 1982 kam die dritte Generation des Camaro auf den Markt. Dies waren die ersten Modelle mit Einspritzung, Vierstufen-Automatikgetriebe (anstelle des bisherigen Dreistufen-Automatikgetriebe), Fünfgang-Schaltgetriebe (das Viergang-Schaltgetriebe blieb 1982 und bei einigen Modellen der Jahre 1983/1984 Serie), 14- und 15-Zoll-Räder, Heckklappe und selbst einem Basis-Vierzylindermotor (infolge der zweiten Ölkrise des Jahres 1979). Der Camaro Z28 wurde von der Zeitschrift Motor Trend zum Auto des Jahres 1982 erkoren. Der Camaro der dritten Generation besaß nach allgemeinem Konsens ein besseres und kurvenfreudigeres Fahrwerk.

Das Basis-Sportcoupé verfügte serienmäßig über einen 2,5 Liter großen Vierzylindermotor. Der 2,8-Liter-V6-Motor und der 5-Liter-V8-Motor waren auf Wunsch lieferbar. Zur Serienausstattung zählten tiefgeschüsselte Radkappen; in Wagenfarbe lackierte Aluminiumräder der Größe 7J×14 gab es gegen Mehrpreis.

Die Ausstattungsversion „Berlinetta“ gab es mit dem Sechszylindermotor oder – gegen Aufpreis – mit dem 5-Liter-V8-Motor. Serienmäßig waren spezielle 7J×14″-Alufelgen in Goldtönung und mit „Berlinetta“-Naben, spezielle Zierstreifen, goldfarbene „Berlinetta“-Embleme, Scheinwerferhöhlen mit kontrastierender Farbgebung und Heckleuchten mit waagerechtem Zierstreifen in Gold/Schwarz. Innen zählten bei der Berlinetta spezielle Stoffbezüge und Teppichboden an der hinteren Gepäckablage und den hinteren Radausschnitten zur Serie, ebenso zusätzliche Dämmmatten, Zusatzinstrumente und ein spezielles Lenkrad mit „Berlinetta“-Emblem.

Im Z28 waren der 5-Liter-V8-Motor oder auf Wunsch der Fünfliter-Motor mit zentraler „Cross-Fire“-Saugrohreinspritzung lieferbar. Die Vergasermaschine gab es mit Viergang-Schaltgetriebe oder Dreistufen-Automatikgetriebe; sie leistete 145 SAE-Netto-PS (147 DIN-PS), der Cross-Fire-V8-Motor kam auf 165 PS, war aber nur mit Automatikgetriebe im Programm. Die zeitgenössischen Sportcoupé-Freunde gaben dem Z28 gute Noten in Sachen Design und Straßenlage, bemängelten aber die geringe Leistung, insbesondere im Vergleich zum damaligen Ford Mustang GT mit High-Output-Fünfliter-V8-Motor; Chevrolet wollte später mit stärkeren Versionen des Camaro-Fünfliter-Motors gleichziehen und ersetzte die Viergang-Schaltgetriebe und Dreistufen-Automatikgetriebe durch modernere Fünfgang-Schaltgetriebe und Automatikgetriebe mit vier Schaltstufen, allerdings führte Ford am Mustang-Fünfliter-Motor ähnliche Neuerungen ein, der trotz der älteren Karosserie gegenüber dem Camaro zahlreiche Vorteile aufwies, darunter höhere Motorleistung, geringeres Gewicht und niedrigere Preise.

Alle Z28 mit dem Motor mit Zentraleinspritzer besaßen Leichtbau-Motorhauben mit funktionellen Lufteinlässen. Allgemeine Merkmale des Z28 waren eine geänderte Front, ein dreiteiliger Heckspoiler und Frontspoiler sowie Schweller- und Heckschürzen in Gold oder Silber. Darüber befand sich ein zweifarbiger umlaufender Zierstreifen. Serienmäßig waren ferner Fünfspeichen-Aluminiumräder in der Größe 7J×15 mit silbernen oder goldenen Akzenten. Hinten rechts am Stoßfänger und auf den Schwellerschürzen befanden sich Z28-Embleme.

Der Camaro diente 1982 als Pace Car in Indianapolis; die Chevrolet-Händler verkauften über 6000 Pace-Car-Repliken. Das Sondermodell verfügte über eine besondere Farbgebung in Silber und Blau, Zierstreifen, 15-Zoll-Räder vom Z28 und ein Interieur in Silber/Blau mit sechsfach verstellbaren Sportsitzen von Lear-Seigler. In der Pace-Car-Replika waren die regulären Motoren des Z28 lieferbar. Allerdings wurde das tatsächlich eingesetzte Pace Car von einem speziellen, stark überarbeiteten 5,7-Liter-V8-Motor angetrieben.

1983[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als eben eingeführtes komplett neues Modell blieb der Camaro im Modelljahr 1983 weitgehend unverändert, es gab allerdings eine wichtige Neuerung bei den Motoren: der als anfällig geltende 165-PS-Fünfliter-V8-Motor wich kurz nach Beginn des Modelljahres dem neuen L69-Fünfliter-Motor mit Vierfachvergaser und 190 PS (193 DIN-PS), wodurch der Camaro dem Erzrivalen Mustang besser Paroli bieten konnte.

Nur 3223 Exemplare des L69 entstanden im Modelljahr 1983, was ihn heute recht selten macht. Der Basis-Camaro und der Berlinetta wurden, mit Ausnahme neuer Lackfarben, unverändert fortgeführt.

1984[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chevrolet Camaro (1985–1990)

Das aufgrund seiner Verarbeitungsqualität und seines Aussehens kritisierte Armaturenbrett wurde überarbeitet. Beim Berlinetta waren digitale Anzeigeinstrumente serienmäßig, dazu eine Dachkonsole und Bedienungssatelliten mit Schaltern für Blinker, Tempomat, Klimaanlage, Scheibenwischer und Scheinwerfer.

Antriebsseitig entfiel der Cross-Fire-Fünfliter-Motor, Versionen mit Schaltgetriebe erhielten eine hydraulisch betätigte Kupplung und anstelle des Dreistufen-Automatikgetriebe kam das neue Overdrive-Automatikgetriebe Typ 700R4 ins Programm.

Den HO-Motor (L69) im Z28 gab es nun auch mit Automatikgetriebe.

1985[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chevrolet Camaro IROC-Z 5.0 Liter TPI, 5-Gang-Schaltgetriebe

Im Modelljahr 1985 gab es viel Neues – Chevrolet lancierte ein neues Camaro-Modell, den berühmten IROC-Z, so benannt nach der beliebten Rennserie International Race of Champions. Dieser besaß ein verbessertes Fahrwerk, Zierstreifen und die Tuned-Port-Einspritzung des Corvette-Motors, ferner neue 16-Zoll-Fünfspeichenaluräder und Reifen in der Größe 245/50ZR16. Fürs Erste erhielt nur der Fünfliter-Motor die TPI-Einspritzung; den 5,7-Liter-Motor vom Typ L98 gab es erst im Frühjahr 1986 und nur mit dem 700R4-Automatikgetriebe, dazu nur im IROC-Z mit 215 PS (218 DIN-PS) – im normalen Z28 gab es die Maschine nicht.

Alle Fahrzeuge des Modelljahres 1985 erhielten eine geänderte Frontpartie mit tiefer reichenden Frontschürzen und Frontspoilern am Z28 und dem neuen IROC-Z. Anstelle der speziellen Tachometer mit doppelter Anzeigenadel für km/h und Meilen pro Stunde kamen jetzt gewöhnliche, bis 85 Meilen pro Stunde reichende Tachos mit einer Nadel zum Einsatz. Der 2,8-Liter-V6 erhielt eine Einspritzanlage, wodurch seine Leistung von 112 PS auf 135 PS stieg (114 DIN-PS bzw. 137 DIN-PS). Die nur selten verkaufte Vierzylinder-Motorisierung des Basismodells wurde nach diesem Baujahr eingestellt.

1986[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Camaro erhielt eine (nunmehr gesetzlich vorgeschriebene) dritte Bremsleuchte. Nur im Modelljahr 1986 saß diese bei allen Modellen (Basis, Z28 und IROC-Z) auf der Heckscheibe; später wurde sie im Heckspoiler integriert. Den Fünfliter-Motor mit Vierfachvergaser (L69) gab es letztmals, der 2,8-Liter-V6-Motor war im Basismodell serienmäßig – den Vierzylindermotor gab es nicht mehr. Im IROC-Z leistete der TPI-Fünfliter-Motor statt 215 nunmehr 190 PS (218 bzw. 193 DIN-PS). Chevrolet baute dem Vernehmen nach 1000 Camaro mit dem 5,7-Liter-V8-Motor mit Tuned-Port-Einspritzung (TPI) d. h. einer Multipoint-Einspritzung, aber ohne Klimaanlage und er war nicht allgemein erhältlich.

1987[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach langer Erprobungsphase gab es nun im IROC-Z den 5,7-Liter-Motor mit TPI und den 5-Liter-TPI-V8-Motor mit Fünfganggetriebe. Äußerlich war der 5,7-Liter-Motor mit TPI nicht vom TPI-Fünfliter-Motor zu unterscheiden. Der 5-Liter-TPI-V8-Motor leistete mit Schaltgetriebe oder Automatikgetriebe 215 PS (218 DIN-PS). Die V8-Camaro besaßen neue rollengelagerte Stößel und geänderte Ventildeckel mit mittigen Schrauben; die Zylinderköpfe verfügten über verbesserte Dichtungen. Camaro mit den G92- und L98-Motoren erhielten ab Werk ein neues HD 7.75-Differential von BorgWarner, das bei Holden in Australien hergestellt wurde. Alle IROC-Z des Modelljahres 1987 mit dem 5,7-Liter-TPI-Motor besaßen hintere Scheibenbremsen, Selbstsperrdifferential und Ölkühler.

Auffälligste Änderung im Modelljahr 1987 war die in den Heckspoiler integrierte und nicht mehr auf die Heckscheibe aufgesetzte dritte Bremsleuchte (mit Ausnahme des Basis-Coupés ohne Heckspoiler, wo die Leuchte am alten Ort verblieb). Die Ausstattungsvariante Berlinetta gab es nicht mehr, sie wich einem LT-Modell, Basis- und Z28-Versionen blieben unverändert im Programm. Im IROC-Z und im Z28 reichte der Tacho jetzt bis 145 Meilen pro Stunde (240 km/h), im Basismodell und im LT bis 110 Meilen pro Stunde (180 km/h). Der 2,8-Liter-V6-Motor und der Fünfliter-Vergasermotor blieben unverändert.

Neu war hingegen das Camaro-Cabrio – das erste seit dem Modelljahr 1969. Den Umbau führte ASC auf Basis des Camaro mit T-Top aus, der über einen verstärkten Rahmen verfügte. Im ersten Jahr entstanden nur 1007 Stück. Da der Camaro 1987 seinen 20. Geburtstag feierte, galten die neuen Cabrios als Jubiläumsmodelle und erhielten eine Plakette mit der Prägung „20th Anniversary Commemorative Edition“ am Armaturenbrett.

1988[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Modelljahr 1988 wurde das Camaro-Programm stark gestrafft; der sich schlecht verkaufende LT und der reguläre Z28 entfielen. Damit blieben lediglich das Basis-Coupé und der IROC-Z übrig; letzterer erhielt aufgrund des Entfalls des Basis-Z28 eine abgespeckte Ausstattung (so waren die zuvor serienmäßigen Fünfspeichen-16-Zoll-Aluminiumräder nunmehr gegen Aufpreis lieferbar – Serie waren jetzt die alten 15-Zoll-Fünfspeichenräder aus Stahl des früheren Z28, die auch das Basis-Coupé erhielt). Die Spoiler und Schürzen des ehemaligen Z28 waren jetzt beim Grundmodell Serie. Alle Motoren des Modelljahres 1988 waren Einspritzer – der TBI-Fünfliter-V8-Motor erhielt eine zentrale Saugrohreinspritzung, der 2,8-l-V6-Motor, der Fünfliter-Motor und der 5,7-Liter-Motor blieben unverändert.

1989[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Modelljahr 1989 kehrte die (seit 1980 nicht mehr verwendete) Modellbezeichnung RS ins Camaro-Programm zurück. Der RS diente jetzt als neues Basismodell, der äußerlich dem früheren Z28 glich, aber serienmäßig über den 2,8-Liter-V6-Motor verfügte (der TBI-Fünfliter-Motor war gegen Aufpreis erhältlich).

Den IROC-Z gab es mit dem 170 PS starken TBI-Fünfliter-Motor mit zentraler Saugrohreinspritzung, als 215 PS starken TPI-Fünfliter-Motor und als 5,7-Liter-Motor mit TPI und 235 PS. Letzterer war auf Wunsch (nur mit 700R4-Automatik) mit neuem Doppelkat und 240 PS erhältlich.

1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chevrolet Camaro RS (1990)

1990 stellte mit 35.048 Exemplaren einen neuen Tiefststand der Baureihe dar, der nicht zuletzt darauf zurückging, dass der überarbeitete Camaro recht früh eingeführt wurde.

1990 war auch das letzte Jahr für den IROC-Z. Chevrolet hatte den Vertrag mit der IROC-Rennserie nicht verlängert; dafür sprang Chrysler mit dem Dodge Daytona ein. Erstmals gab es im Camaro/Firebird einen Fahrerairbag. Der Hubraum des 2,8-Liter-V6-Motor wurde auf 3,1 Liter vergrößert. Neu war zudem das halbmondförmige Armaturenbrett, das es im Camaro nur von 1990 bis 1992 gab.

1991[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitte 1990 debütierte der Camaro ’91. Alle Modelle erhielten ein Facelift mit einem Spoiler/Schweller-Paket für den RS und den Z28 – den IROC-Z gab es nicht mehr. Der Z28 besaß dazu einen höheren Heckspoiler und Hutzen auf der Motorhaube. Erstmals wurde für Polizei-, Regierungs- und Militärbehörden das Spezialpaket B4C angeboten – ein RS mit Motor und Fahrwerk des Z28. Knapp 600 Exemplare konnten verkauft werden.

1992[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Modelljahr 1992 war das letzte für den Camaro der dritten Generation. Chevrolet hatte zum 25. Geburtstag ein Sondermodell mit den Alu-Zylinderköpfen der Corvette, Sportauspuffkrümmer und Sechsganggetriebe geplant, was dann aber auf den Markt kam, beschränkte sich auf ein Modell mit speziellen Zierstreifen und Emblemen. Der Camaro mit dem B4C-Paket erhielt spezielle Bremsen und Fahrwerksteile, womit er zu einem der besten Camaro der dritten Generation avancierte. Knapp 500 B4C des Modelljahres 1992 wurden verkauft. Das B4C-Paket gab es später auch am Nachfolgemodell.

Die Einführung der vierten Generation erfolgte Anfang 1993.

Motoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1982–1986: 2,5 Liter-R4 (151 cui), Iron Duke
  • 1982–1984: 2,8 Liter-V6 (173 cui), LC1
  • 1985–1989: 2,8 Liter-V6 (173 cui), LB8
  • 1990–1992: 3,1 Liter-V6 (191 cui), 60° Gen II
  • 1982–1983: 5,0 Liter-V8 (305 cui), LU5 Small-Block
  • 1982–1987: 5,0 Liter-V8 (305 cui), LG4 Small-Block
  • 1983–1986: 5,0 Liter-V8 (305 cui), L69 Small-Block
  • 1988–1992: 5,0 Liter-V8 (305 cui), LO3 Small-Block
  • 1985–1992: 5,0 Liter-V8 (305 cui), LB9 Small-Block
  • 1987–1992: 5,7 Liter-V8 (350 cui), L98 Small-Block

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chevrolet Camaro (1982) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien