Chindlistein von Tiengen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Chindlistein von Tiengen

Der Lange Stein oder auch Chindlistein von Tiengen ist der südlichste Menhir Deutschlands und steht in Waldshut-Tiengen im Landkreis Waldshut im Südwesten von Baden-Württemberg, bekannt ist er der Bevölkerung seit jeher als Langenstein daher auch der Name des Langensteinstadion. Auf der Langensteinwiese hatte im Jahr 1908 der FC Tiengen 08 e. V. seinen ersten Fußballplatz angelegt.

Der Menhir ist 5,5 m hoch und steht etwas schief. Gras wuchert aus den Ritzen der groben und verwitterten Nagelfluh. Der Name Chindlistein deutet darauf hin, dass hier einmal Fruchtbarkeitsriten stattfanden, dürfte jedoch eher auf einer bekannten Sage[1] beruhen. Der Ort um den Stein hat im Mittelalter als Richtstätte des kaiserlichen Landgerichts im Klettgau gedient. →Landgrafschaft Klettgau

Weitere markante Steine im Landkreis Waldshut sind der Menhir von Degernau und der Dolmen von Degernau.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulf Diederichs und Christa Hinze: Alemannische Sagen, S. 147, 1998 ISBN 3-86047-924-5
  • Johannes Groht: Menhire in Deutschland. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, Halle (Saale) 2013, ISBN 978-3-943904-18-5, S. 92.
  • Heinz Voellner: Tiengen Bilder einer alten Stadt, 1987
  • Alexander Würtenberger, Alte Geschichten vom Oberrhein, S. 5 ff.,1929
  • FC Tiengen 08 e. V., Chronik des FC Tiengen 1908–2008, Hundert Jahre Faszination Fussball, FC Tiengen 08 e. V. (Hrsg.), 2007, ISBN 978-3-9812003-0-0

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Johannes Künzig, Schwarzwald Sagen in: Alemannische Stammeskunde I., Paul Zaunert (Hrsg.) S., 336, 1930

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 47° 37′ 39″ N, 8° 16′ 31″ O