Chinesisch-Deutsches Zentrum für Wissenschaftsförderung

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Logo des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung
Frontansicht des CDZ

Das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung (CDZ) ist eine als Joint-Venture gegründete Forschungsförderungseinrichtung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der National Natural Science Foundation of China (NSFC) mit Sitz in Peking.

Die NSFC ist die maßgebliche Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung in den Natur-, Lebens-, Ingenieur- sowie den Managementwissenschaften in ihrem Land. Die DFG ist die zentrale Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Sie dient der Wissenschaft in allen ihren Zweigen durch die Förderung von Forschungsvorhaben an Hochschulen und anderen öffentlichen Forschungseinrichtungen ohne fachliche Begrenzung. Beide Organisationen sind bestrebt, die gegenseitigen Wissenschaftsbeziehungen zu vertiefen und auszubauen. Ein erstes Kooperationsabkommen wurde bereits 1988 unterzeichnet.

Aufgabe des CDZ ist die Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und China mit dem Schwerpunkt der Förderung in den Natur-, Lebens-, Ingenieur- sowie den Managementwissenschaften. Dafür verfügt das CDZ über ein eigenes Budget (45,2 Millionen RMB oder rund 6,1 Millionen Euro im Jahr 2016), mit dem es verschiedene Förderprogramme unterhält. Weitere Aufgaben des Zentrums sind, neben der Funktion als Informationsplattform, die Verbesserung der infrastrukturellen Rahmenbedingungen für die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern, der Austausch von Informationen über das Wissenschaftssystem des jeweiligen anderen Landes sowie die bilaterale Nachwuchsförderung. Es leistet damit einen substanziellen Beitrag zur dauerhaften Kooperation zwischen Universitäten, Forschungsinstitutionen und Wissenschaftlern beider Länder.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Initiative der NSFC und der DFG zur Gründung eines gemeinsam betriebenen Zentrums geht auf einen Vorschlag der chinesischen Seite aus dem Jahr 1994 zurück. Die Idee war eine Einrichtung zu schaffen, die den deutsch-chinesischen Wissenschaftsaustausch intensivieren soll.

Formalisiert wurde die Entscheidung für dieses Kooperationsvorhaben bereits 1995, als das Gründungsabkommen für das CDZ in Anwesenheit des Bundeskanzlers Helmut Kohl und des chinesischen Ministerpräsidenten Li Peng unterzeichnet wurde. Im Jahr 1998 folgte die gemeinsame Unterzeichnung durch die beiden Förderorganisationen DFG und NSFC zur Gründung des CDZ. Der Grundstein für das CDZ wurde in demselben Jahr gelegt; am 19. Oktober 2000 wurde das neue Gebäude eröffnet und das CDZ nahm seine Arbeit auf.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das CDZ ist eine unabhängige juristische Person chinesischen Rechts. Gesetzlicher Vertreter ist der für auswärtige Angelegenheiten zuständige Vizepräsident der NSFC. Die Richtlinien für die Arbeit des CDZ werden von einer Gemeinsamen Kommission festgelegt. Ihr gehören je vier chinesische und deutsche Mitglieder an, die von der DFG bzw. der NSFC benannt werden. Die Gemeinsame Kommission tagt jährlich. Sie ernennt die Direktoren und Vizedirektoren des Zentrums, berät und verabschiedet dessen Arbeitsprogramm und nimmt den Jahresbericht und die Jahresrechnung entgegen.

Ein gemeinsames Direktorium leitet die Arbeit des Zentrums und das CDZ führt die Antragsbearbeitung in Zusammenarbeit mit seinen Trägerorganisationen durch. Darüber hinaus repräsentiert die deutsche Seite des CDZ die DFG als lokaler Ansprechpartner in China gegenüber einzelnen Wissenschaftlern wie den verschiedenen Partnerorganisationen. Das Direktorium wird von einer Geschäftsstelle mit zurzeit zehn Mitarbeitern unterstützt.

Förderprogramme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Erreichung seiner Ziele bietet das CDZ derzeit die folgenden Förderinstrumente an:

  • Wissenschaftliche Workshops/Symposien chinesischer und deutscher Wissenschaftler in einem umgrenzten Arbeitsgebiet
  • Deutsch-chinesische Forschungsprojekte über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren. Um zukünftig exzellente gemeinsame Projekte in höherer Zahl fördern zu können, wird die Projektförderung ab 2017 in die Geschäftsstellen der DFG und NSFC verlagert. Das CDZ wird sich in Zukunft noch stärker auf die Nachwuchs- und Anbahnungsförderung konzentrieren. Angestrebt ist die Schaffung eines Förderkontinuums, sodass für alle Karrierestufen aufeinander aufbauende Förderverfahren im CDZ sowie bei der DFG und NSFC zur Verfügung stehen.
  • Kooperationsgruppen zur Förderung der Mobilität und des Austausches deutscher und chinesischer Wissenschaftler über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren
  • Sommerschulen
  • Lindau-Programm zur Teilnahme an der Nobelpreisträgerkonferenz
  • Chinaaufenthalte für deutsche Nachwuchsgruppenleiter
  • Nachwuchsforen
  • Publikationsbeihilfe
  • Vorbereitungsreisen

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gebäude des CDZ liegt in direkter Nachbarschaft der NSFC im Haidian District im Nordwesten der Stadt. In unmittelbarer Nähe liegen u.a. die Tsinghua Universität und die Peking Universität.

Zwischen dem vierten und fünften Autobahnring gelegen, ist das CDZ auch an die Metro (Linie 15; Station Qinghuadongluxikou) angebunden.

Weitere deutsche Forschungsförderungseinrichtungen in Peking[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]