Chione (Tochter des Boreas)
Chione (altgriechisch Χιόνη Chiónē, deutsch ‚Schneeweiße‘) ist in der griechischen Mythologie die Tochter der Oreithyia und des Boreas, den im Nordwind verkörperten Gott. Ihre Geschwister waren die Zwillingsbrüder Kalaïs und Zetes und Kleopatra. Aus der Verbindung mit Poseidon entstammt der Sohn Eumolpos, den Chione, heimlich geboren, ins Meer wirft, doch der Knabe wird von Poseidon gerettet.[1][2]
Claudius Aelianus erwähnt in seinen Tiergeschichten drei Brüder von riesenhaftem Wuchs, Söhne des Boreas und der Chione, die in dem sagenhaften Nordland Hyperborea als Priester dem Apollon dienten. Als deren Größe gibt er 10 Ellen an, was mindestens 270 cm entspricht.[3]
Chione wird entweder als Nymphe oder kleinere Göttin der sanften Brisen und des Schnees angesehen.[4]
Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Ludwig von Sybel: Chione 1. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 1,1, Leipzig 1886, Sp. 895 (Digitalisat).