Chiuiești

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Chiuiești
Pecsétszeg
Chiuiești führt kein Wappen
Chiuiești (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Siebenbürgen
Kreis: Cluj
Koordinaten: 47° 18′ N, 23° 52′ OKoordinaten: 47° 17′ 38″ N, 23° 52′ 29″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 324 m
Fläche: 112 km²
Einwohner: 2.332 (20. Oktober 2011[1])
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 407215
Telefonvorwahl: (+40) 02 64
Kfz-Kennzeichen: CJ
Struktur und Verwaltung (Stand: 2016)
Gemeindeart: Gemeinde
Gliederung: Chiuiești, Dosu Bricii, Huta, Măgoaja, Strâmbu, Valea Cășeielului, Valea lui Opriș
Bürgermeister: Gavril Mihuț (PNL)
Postanschrift: Str. Principală, nr. 150
loc. Chiuiești, jud. Cluj, RO–407215
Website:

Chiuiești [ˈciuieʃtʲ] (ungarisch Pecsétszeg) ist eine Gemeinde im Kreis Cluj, in Siebenbürgen, Rumänien.

Der Ort ist auch unter den rumänischen Bezeichnungen Chiuești, Chiulești und Tiuiești, und der ungarischen Pechetzege bekannt.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage der Gemeinde Chiuiești im Kreis Cluj

Die Gemeinde Chiuiești liegt nordwestlich des Siebenbürgischen Beckens in den Dealurile Ciceului und ist die nördlichste Gemeinde im Kreis Cluj. Am Bach Sălătruc – ein rechter Zufluss des Someș (Somesch) – und dem Drum național 18B befindet sich das Gemeindezentrum 19 Kilometer nördlich von der Stadt Dej (Deesch) und etwa 75 Kilometer nördlich von der Kreishauptstadt Cluj-Napoca (Klausenburg) entfernt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chiuiești wurde erstmals 1467 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter waren im Ort rumänische Kleinadlige angesiedelt und er gehörte wie auch der Weiler Valea lui Opriș zu Ocna Dejului (Salzdorf).[3]

Im Königreich Ungarn gehörte die heutige Gemeinde dem Stuhlbezirk Dés in der Gespanschaft Szolnok-Doboka, anschließend dem historischen Kreis Someș und ab 1950 dem heutigen Kreis Cluj an.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt:

Volkszählung Ethnische Zusammensetzung
Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere
1850 2.982 2.786 22 174
1920 3.866 3.711 11 4 140
1956 4.040 3.989 4 47
2002 2.769 2.767 32
2011 2.332 2.265 3 64 (Roma 25)

Seit 1850 wurde auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde die höchste Einwohnerzahl und gleichzeitig die der Rumänen 1956 ermittelt. Die höchste Bevölkerungszahl der Magyaren (39) 1941, die der Roma (52) 1850 und die der Rumäniendeutschen wurde 1920 registriert.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Holzkirche Sfânta Cruce des Klosters Strâmbu, Ende des 18. Jahrhunderts errichtet, steht unter Denkmalschutz.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Strâmbu (ung. Horgospataka) die Kirche Sf. Arhangheli[6] im 17. Jahrhundert und die Holzkirche Sf. Apostoli Petru și Pavel[7] im 18. Jahrhundert errichtet, stehen unter Denkmalschutz.[5]
  • Im eingemeindeten Dorf Valea Cășeielului das Nonnenklosters Cășiel und dessen Holzkirche Inălțarea Sf. Cruci.[8]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chiuiești – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 in Rumänien (MS Excel; 1,3 MB)
  2. Chiuiești bei arcanum.hu
  3. a b c Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2, S. 517.
  4. Volkszählungen 1850–2002, letzte Aktualisierung 2. November 2008 (PDF; 1 MB; ungarisch)
  5. a b Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2015 aktualisiert (PDF; 12,7 MB; rumänisch)
  6. Angaben zur Kirche Sf. Arhangheli in Strâmbu bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 29. September 2017
  7. Angaben zur Holzkirche Sf. Apostoli Petru și Pavel in Strâmbu bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 29. September 2017
  8. Angaben zur Holzkirche Inălțarea Sf. Cruci in Valea Cășeielului bei biserici.org (rumänisch) abgerufen am 29. September 2017
  9. Büste des Volkshelden Grigore Pintea
  10. Der tapfere Pintea – die Wahrheit hinter der Legende und der Film Pintea bei istorie-pe-scurt.ro (rumänisch) abgerufen am 26. September 2017