Chlor(I)-perchlorat

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Strukturformel
Strukturformel von Chlor(I)-perchlorat
Allgemeines
Name Chlor(I)-perchlorat
Andere Namen
  • Chlorperchlorat
  • Dichlortetraoxid
  • Chlor(I,VII)-oxid
Summenformel Cl2O4
Kurzbeschreibung

gelbliche Flüssigkeit[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 27218-16-2
PubChem 168667
Wikidata Q5102957
Eigenschaften
Molare Masse 134,90 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,82 g·cm−3 (0 °C)[1]

Schmelzpunkt

−117 °C[1]

Siedepunkt

44,5 °C[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar
H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Chlor(I)-perchlorat ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Perchlorate bzw. Chloroxide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chlor(I)-perchlorat kann durch Reaktion von Cäsiumperchlorat mit Chlorfluorosulfat gewonnen werden.[1]

Es entsteht auch bei der fotochemischen Dimerisierung von Chlordioxid bei niedrigen Temperaturen.[3]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chlor(I)-perchlorat ist eine blassgelbe Flüssigkeit, die im festen Zustand fast weiß erscheint. Sie ist stoßempfindlich und ist bei Raumtemperatur nur begrenzte Zeit haltbar. Auch bei −45 °C erfolgt langsamer Zerfall, wobei neben Chlor und Sauerstoff auch Dichlorhexaoxid entsteht.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 338.
  2. Diese Substanz wurde in Bezug auf ihre Gefährlichkeit entweder noch nicht eingestuft oder eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  3. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 101. Auflage. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-012641-9, S. 496.