Chlorethoxyphos

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Strukturformel
Strukturformel von Chlorethoxyfos
Allgemeines
Name Chlorethoxyphos
Andere Namen

(±)-O,O-Diethyl-O-(1,2,2,2-tetrachlorethyl)-phosphorothioat

Summenformel C6H11Cl4O3PS
CAS-Nummer 54593-83-8
PubChem 91655
Kurzbeschreibung

farblose Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 336,00 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[2]

Dichte

1,41 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

110-115 °C bei 10 hPa [2]

Löslichkeit
Brechungsindex

1,4980 (25 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
06 – Giftig oder sehr giftig 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300​‐​310​‐​319​‐​330​‐​410
P: 260​‐​264​‐​273​‐​280​‐​284​‐​301+310 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][2]
Sehr giftig Umweltgefährlich
Sehr giftig Umwelt-
gefährlich
(T+) (N)
R- und S-Sätze R: 26/27/28​‐​36​‐​50/53
S: 26​‐​28​‐​36/37​‐​45​‐​60​‐​61Vorlage:S-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Chlorethoxyfos ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Thiophosphorsäureester.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chlorethoxyfos ist eine hochgiftige farblose Flüssigkeit, die praktisch unlöslich in Wasser ist.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chlorethoxyfos wird als Insektizid bei Getreide verwendet. Die Wirkung beruht auf der Hemmung der Acetylcholinesterase.[4] Es wurde 1995 von der Firma Amvac unter dem Namen Fortress auf den Markt gebracht.[5]

Für die Staaten der Europäischen Union gibt es keine Regelungen hinsichtlich der Verwendung von Chlorethoxyfos als Pflanzenschutzmittel, sie ist daher nicht zulässig. In Deutschland, Österreich und der Schweiz sind keine Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Eintrag zu Chlorethoxyphos in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 15. Oktober 2012.
  2. a b c d e f g h Datenblatt Chlorethoxyfos, PESTANAL bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. Oktober 2012 (PDF).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Stanley A. Greene: Sittig's Handbook of Pesticides and Agricultural Chemicals. William Andrew, 2005, ISBN 0-8155-1903-6, S. 186 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wolfgang Krämer, Ulrich Schirmer, Peter Jeschke, Matthias Witschel: Modern Crop Protection Compounds. John Wiley & Sons, 2012, ISBN 978-3-527-32965-6, S. 1430 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands; abgerufen am 12. März 2016.