Chocenice

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Chocenice
Wappen von ????
Chocenice (Tschechien)
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Basisdaten
Staat: Tschechien
Region: Plzeňský kraj
Bezirk: Plzeň-jih
Fläche: 1320 ha
Geographische Lage: 49° 33′ N, 13° 31′ OKoordinaten: 49° 32′ 58″ N, 13° 31′ 11″ O
Höhe: 413 m n.m.
Einwohner: 574 (1. Jan. 2017)[1]
Postleitzahl: 335 01 – 336 01
Struktur
Status: Gemeinde
Ortsteile: 4
Verwaltung
Bürgermeister: Václav Vaniš (Stand: 2006)
Adresse: Chocenice 67
33 601 Blovice
Gemeindenummer: 557803

Chocenice (deutsch Kotzenitz) ist eine Gemeinde mit 519 Einwohnern in Tschechien. Sie liegt fünf Kilometer südwestlich von Blovice und gehört zum Okres Plzeň-jih. Die Katasterfläche beträgt 1320 ha.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort befindet sich in 413 m ü. M. im Tal des Chocenický potok am westlichen Fuße der Chocenická skála (588 m). Chocenice liegt an zwei Teichen, dem Mlýnský und dem Vejsovský rybník. Durch das Dorf führt die Staatsstraße 20 von Pilsen nach Nepomuk.

Nachbarorte sind Kotousov im Norden, Stará Huť im Nordosten, Ždírec im Osten, Zhůř, Jarov, Měcholupy und Čabuzí im Süden, sowie Bzí, Dubíny, Na Samotě und Drahkov im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung von Chocenice stammt aus einer Liste des Klosters Kladrub aus dem Jahre 1115. Bis ins 16. Jahrhundert besaßen die Sternberger den Ort und 1561 erwarb Jiřík Kokořovec von Kokořova auf Šťáhlavy die Grundherrschaft von Zdenko von Sternberg. Christoph Kokořovec ließ zwischen 1603 und 1615 eine Renaissancefeste errichten. Er verlor als Aufständischer seinen Besitz und wurde 1623 begnadigt. 1650 verkaufte seine Tochter Ludmila Eliška Molovcová von Kokořov Chocenice an Jan Václav Kocov, der den Besitz 1685 an Mark Josef Lenoy weiterveräußerte. Lenoy ließ die Feste zum Barockschloss umbauen.

Das Schloss diente später als Verwaltungsgebäude und zuletzt als Schule. Jetzt ist es leerstehend und unzugänglich.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Gemeinde Chocenice gehören die Ortsteile Chocenická Lhota (Kotzenitzer Lhota), Kotousov (Kotauschen) und Zhůř (Sursch) sowie die Weiler Landava und Hladoměř.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Chocenice
  • Feuerwehrmuseum
  • Kapelle
  • Statuen des Hl. Johannes von Nepomuk und des Hl. Adalbert im Schlosspark
  • Naturpark Buková hora südöstlich des Dorfes

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Petr Rožmberský, Veronika Machová: Zámek a tvrz Chocenicích (= Zapomenuté hrady, tvrze a místa 27). Petr Mikota, Plzeň u. a. 2002, ISBN 80-86596-08-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2017 (PDF; 371 KiB)