Chotín

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Chotín
Wappen Karte
Wappen von Chotín
Chotín (Slowakei)
Chotín
Chotín
Basisdaten
Staat: Slowakei
Kraj: Nitriansky kraj
Okres: Komárno
Region: Podunajsko
Fläche: 20,425 km²
Einwohner: 1.382 (31. Dez. 2016)
Bevölkerungsdichte: 68 Einwohner je km²
Höhe: 110 m n.m.
Postleitzahl: 946 31
Telefonvorwahl: 0 35
Geographische Lage: 47° 48′ N, 18° 14′ OKoordinaten: 47° 48′ 20″ N, 18° 13′ 50″ O
Kfz-Kennzeichen: KN
Kód obce: 501158
Struktur
Gemeindeart: Gemeinde
Verwaltung (Stand: November 2014)
Bürgermeister: František Magyari
Adresse: Obecný úrad Chotín
č. 486
946 31 Chotín
Webpräsenz: www.obecchotin.sk
Statistikinformation auf statistics.sk

Chotín (bis 1948 slowakisch „Hetín“; ungarisch Hetény) ist eine Gemeinde im Südwesten der Slowakei mit 1382 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2016). Sie liegt im Okres Komárno, einem Teil des Nitriansky kraj.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindeamt von Chotín

Die Gemeinde befindet sich im slowakischen Donautiefland. Das Gemeindegebiet ist weitgehend flach mit einer kleinen Anhöhe, wo Weinbau betrieben wird, und ist von mehreren Kanälen durchgezogen. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von 109 m n.m. und ist 12 Kilometer von Komárno entfernt.

Westlich des Ortes liegt das seit 1953 geschützte Naturreservat Chotínske piesčiny.

Nachbargemeinden sind Svätý Peter im Norden, Marcelová im Osten, Iža im Süden und Komárno im Südwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reformierte Kirche

Das heutige Gemeindegebiet ist seit der frühen Bronzezeit besiedelt. Chotín ist eine bedeutende archäologische Lokalität mit mehreren Siedlungen und Funden aus der Bronzezeit, Hallstattzeit, Latènezeit, römischer Zeit und Zeit des Mährerreichs sowie slawischen und altungarischen Grabstätten.

Der Ort selbst wurde zum ersten Mal 1138 als Vten schriftlich erwähnt. Seit dem 14. Jahrhundert war das Dorf Gut des Erzbistums Gran. Während der langen Türkenkriege wurde das Dorf mehrmals in Mitleidenschaft gezogen und war zeitweise menschenleer; erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurde es durch Einwanderer aus den Komitaten Neutra und Bars neu besiedelt. 1828 zählte man 156 Häuser und 959 Einwohner, die in der Landwirtschaft und als Handwerker beschäftigt waren.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Komorn liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei. Infolge des Ersten Wiener Schiedsspruchs war er zwischen 1938 und 1945 noch einmal Teil von Ungarn.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Chotín 1.383 Einwohner, davon 1.157 Magyaren, 201 Slowaken, fünf Tschechen und jeweils ein Deutscher und Ukrainer; ein Einwohner gehörte einer anderen Ethnie an. 17 Einwohner machten keine Angabe. 815 Einwohner bekannten sich zur reformierten Kirche, 356 Einwohner zur römisch-katholischen Kirche, 19 Einwohner zur evangelischen Kirche A. B., acht Einwohner zu den Zeugen Jehovas, fünf Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche, zwei Einwohner zu den Baptisten und jeweils ein Einwohner źur altkatholischen Kirche, zur apostolischen Kirche und zur griechisch-katholischen Kirche; fünf Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession. 142 Einwohner waren konfessionslos und bei 28 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.[1][2]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • reformierte Kirche im barock-klassizistischen Stil aus dem Jahr 1792

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chotín liegt nahe einem Abzweig der Straße 2. Ordnung 589 (Chotín–PribetaKolta), die am Westrand der Gemeinde in die Straße 1. Ordnung 64 (Komárno–Nové Zámky) mündet. Ebenfalls am Westrand befindet sich der Bahnhof Chotín der Bahnstrecke Komárom–Nové Zámky.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volkszählung 2011 nach Ethnie (slowakisch) (Memento vom 6. Oktober 2014 im Internet Archive)
  2. Volkszählung 2011 nach Konfession (slowakisch) (Memento vom 7. September 2012 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Chotín – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien