Christa Markwalder

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Christa Markwalder (2011)

Christa Markwalder (* 27. Juli 1975 in Burgdorf; heimatberechtigt in Würenlos und Zürich) ist eine Schweizer Politikerin (FDP).

Leben[Bearbeiten]

Sie studierte Rechtswissenschaft und Allgemeine Ökologie an der Universität Bern, schloss mit dem lic.iur. und dem Zertifikat für Allgemeine Ökologie ab und war Assistentin am Institut für Europa- und Wirtschaftsvölkerrecht der Universität Bern. Seit Januar 2008 arbeitet sie als Juristin bei der Zurich Insurance Group.

Im Jahr 1997 lernte sie den Chirurgen Walter Bär kennen, sie heirateten im Jahr 2003. Nach sechs Jahren Ehe trennte sich das Paar einvernehmlich.[1]

Politische Karriere[Bearbeiten]

Ihre Politkarriere hat Christa Markwalder bei den Jungfreisinnigen in Burgdorf gestartet, wo sie von 1999 bis 2002 dem Stadtrat (Stadtparlament) angehörte. 2002 wurde sie in den Grossen Rat des Kantons Bern gewählt. Dabei wurde gleichzeitig ihr Vater Hans-Rudolf Markwalder nicht wiedergewählt. 2003 gab sie ihr Grossratsmandat aufgrund der Wahl in den Nationalrat wieder ab, woraufhin ihr Vater wieder nachrückte.

Christa Markwalder ist Vorstandsmitglied der FDP Schweiz. Sie gilt als Exponentin des gesellschafts- oder linksliberalen Flügels der FDP, etwa in der Verkehrspolitik oder als Befürworterin einer gemässigten Liberalisierung des Cannabiskonsums; sie selbst sieht sich als «klassische Liberale».[2] Von 2006 bis 2014 war sie Präsidentin der Neuen Europäischen Bewegung Schweiz (nebs).[3]

Im Februar 2011 trat sie zur Neubesetzung des durch die Wahl Simonetta Sommarugas in den Bundesrat freigewordenen Berner Ständeratssitzes an. Als Drittplatzierte der Wahl gab sie ihren Verzicht für den zweiten Wahlgang im März bekannt. Seit der Wintersession 2013/2014 ist sie zweite Vizepräsidentin des Nationalrats, gewählt mit 137 Stimmen.

Kasachstan-Affäre[Bearbeiten]

Christa Markwalder ist in die so genannte Kasachstan-Affäre verwickelt, indem sie am 21. Juni 2013 im Nationalrat eine Interpellation einreichte.[4] Hierbei wird ihr vorgeworfen, unter anderem das Amtsgeheimnis verletzt zu haben. Am 30. Mai 2015 wurde bekannt, dass von zwei Privatpersonen unabhängig jeweils eine Strafanzeige gegen Christa Markwalder eingegangen sei und die Bundesanwaltschaft beantrage, die Immunität aufzuheben.[5]

Am 1. Juni 2015 gab die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats bekannt, dass auf eine Strafanzeige verzichtet werde. Die Angelegenheit sei erledigt.[6] Gemäss der Zeitung Blick vertuschte die Kommission jedoch die Hälfte.[7] Insofern erschien das Gesuch um Aufhebung der Immunität substantiiert, damit die Bundesanwaltschaft eine Strafuntersuchung durchführen kann. Am 5. Juni 2015 gaben die Parlamentsdienste bekannt, dass die Aufhebung der Immunität traktandiert sei.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Christa Markwalder (34) trennt sich von Mann (60)
  2. Markwalder: «Dort dabei sein, wo die wichtigen Entscheide gefällt werden». Artikel mit Interview, Berner Zeitung vom 25. Januar 2011
  3. Martin Naef und François Cherix übernehmen das Nebs-Präsidium. In: Blick.ch vom 10. Mai 2014
  4. Weiterentwicklung der Beziehungen zu Kasachstan
  5. Kasachstan-Affäre: Bundsanwalt will gegen Markwalder und Müller ermitteln
  6. Die Angelegenheit ist erledigt
  7. Kommission vertuscht die Hälfte
  8. Kasachen-Markwalder soll Immunität verlieren

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Christa Markwalder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien