Christian Abt

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Christian Abt
Abt Beim Hockenheimring-Rennen im Juni 2008
Nation: DeutschlandDeutschland Deutschland
DTM
Erstes Rennen: Hockenheimring I 2000
Letztes Rennen: Hockenheimring II 2007
Teams (Hersteller)
2000–2004 Abt · 2005 Joest · 2006–2007 Phoenix (alle Audi)
Statistik
Starts Siege Poles SR
82 1 4
Podestplätze: 4
Gesamtsiege:
Punkte: 75
Stand: Karriereende

Christian Abt (* 8. Mai 1967 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Automobilrennfahrer und Unternehmer. Er ist zudem Miteigentümer des Tuningbetriebes und Rennteams Abt Sportsline, das von seinem Bruder Hans-Jürgen geleitet wird.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Anfänge im Motorsport hatte Christian Abt im Motocross[1]. 1983 wurde Abt Deutscher Motocross-Meister. Von 1986 bis 1988 gewann er dreimal den Deutschen OMK-Motocross-Pokal der Gruppe Süd in der 125-ccm-Klasse[2]. 1990 stieg Abt mit der ADAC Formel-Schule auf vier Räder um und gewann diese[3][4].

1991 gewann Abt die Formel BMW Junior mit 29 Punkten Vorsprung vor dem späteren Rallyefahrer Lars Mysliwietz[5][6]. Ein Jahr später wurde Abt in der Deutschen Formel-3-Meisterschaft 13. der Meisterschaft sowie Gesamtsieger der B-Wertung[7]. Bis 1995 blieb Abt im Formelsport, konnte aber im Vergleich zu seinen ersten Jahren keine nennenswerten Erfolge verbuchen. 1996 wechselte er in den Tourenwagen und wurde im familieneigenen Rennstall vierter im Super-Tourenwagen-Cup[8]. In den nächsten beiden Jahren platzierte sich Abt jeweils im Mittelfeld des STW.

1999 wurde Abt in einem umstrittenen Finale letzter Meister der STW: Vor dem Rennen auf dem Nürburgring hatten noch Abt und Opel-Pilot Uwe Alzen Chancen auf den Titel. Ende der letzten Runde sah die Reihenfolge auf der Strecke nun so aus: Kris Nissen (Abt-Audi), Uwe Alzen, Christian Abt und dahinter Roland Asch (Opel). Nissen war bereits überrundet und hielt die nachfolgenden eindeutig auf. Asch war bereits nach einem früheren Zwischenfall disqualifiziert worden, doch hatte die Strecke nicht verlassen. Alzen und Abt belegten hinter Tom Kristensen (Honda) die zweite und dritte Position. Mit dieser Reihenfolge wäre Abt mit acht Punkten Vorsprung Meister gewesen. In der NGK-Schikane kollidierten nun zunächst Nissen und Alzen, nachdem letzterer seinen Bremspunkt verpasste. In der letzten Kurve berührten sich Asch und Abt, wodurch dieser ausschied. Damit wäre Alzen, der mit gebrochener Radaufhängung weiterfahren konnte, Meister gewesen. Das DMSB-Sportgericht entschied jedoch 24 Tage später, die letzte Runde des Rennens nicht zu werten, womit die Meisterschaft an Abt ging[9][10].

2000 stieg Abt-Sportsline - zunächst als Privatteam - in die DTM ein. Die Leistungen der Audi TT-R waren jedoch im Vergleich zu den werksseitig konstruierten AMG-Mercedes CLK-DTM und Opel Astra V8 Coupé deutlich im Nachteil. Im selben Jahr wurde Abt mit dem Team Joest dritter bei den 24 Stunden von Le Mans. Seine beste Gesamtplatzierung in der DTM war 2002 ein fünfter Platz. 2005 wechselte Abt das Team und bekam einen Jahreswagen beim Audi Sport Team Joest Racing. Nach einer durchwachsenden Saison 2007 beendete Abt seine Karriere in der DTM[11]. 2008 startete Abt für Tolimit Motorsport im Porsche Carrera Cup Deutschland und wurde 14. der Gesamtwertung[12]. 2009 gewann Abt das ADAC GT Masters[13] und das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring[14]. Mit dem Team Prosperia UHC Speed wurde Abt 33. der Gesamtwertung des GT Masters[15]. Im Jahr darauf übernahm Abt das Team und trat als Teamchef bis 2016 als Prosperia C. Abt Racing in verschiedenen Rennserien an. 2017 wurde Abt nach fünfjähriger Abstinenz als Fahrer dritter der SP-X-Wertung beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring[16].

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Abt ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Abt ist nicht der einzige Rennfahrer in seiner Familie. Sein Vater Johann Abt ging bereits 1952 als Rennfahrer mit einem DKW Motorrad an den Start. Sein Bruder Hans-Jürgen Abt startete u. a. im Ford Fiesta Mixed Cup und im ADAC-GT-Cup. Dessen Frau Margit Abt war im Ford Fiesta Mixed Cup und im Seat Leon Supercopa aktiv. Deren Sohn Daniel Abt fährt 2011 in der Formel-3-Euroserie. Außerdem war Christian Abt bis 2005 mit der Rennfahrerin Christina Surer liiert.

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Le-Mans-Ergebnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1999 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Audi Sport UK Ltd. Audi R8C SchwedenSchweden Stefan Johansson MonacoMonaco Stéphane Ortelli Ausfall Differential
2000 DeutschlandDeutschland Joest Racing Audi R8 ItalienItalien Michele Alboreto ItalienItalien Rinaldo Capello Rang 3

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Abt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Christian Abt – in den Nachrichten

Einzelbelege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. autobild.de: Bilderstrecke zum DTM-Abschied
  2. motorsport-total.com: Christian Abt
  3. motorsport-magazin.com: Christian Abt
  4. motorsport-magazin.com: DTM - Christian Abt im Porträt: Eine Karriere in Schlangenlinien
  5. driverdb.com: Formula BMW Junior 1991 standings
  6. bmw-motorsport.com: Talentförderung mit Tradition
  7. formel3guide.com: Punktestand 1992 Deutsche Formel-3-Meisterschaft
  8. driverdb.com: German Supertouring Championship 1996 standings
  9. rhein-zeitung.de: Christian Abt wird am "Grünen Tisch" STW-Meister
  10. spiegel.de: STW-Meisterschaft: Abt-Team legt Proteste ein
  11. dtm.com: Christian Abt beendet seine DTM-Karriere
  12. racecam.de: Fahrerwertung Porsche Carrera Cup 2008
  13. adac-gt-masters.de: ADAC GT Masters Fahrerwertung 2009
  14. driverdb.com: 24h Nürburgring - SP9 GT3 2009 standings
  15. adac-gt-masters.de: ADAC GT Masters Fahrerwertung 2012
  16. driverdb.com: 24h Nürburgring - SP-X 2017 standings