Christian Brandes (Autor)

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Christian Brandes auf der Leipziger Buchmesse 2018

Christian Maria Brandes (* 1981 in Vechta), Künstlername Schlecky Silberstein, ist ein deutscher Autor, Schauspieler und Blogger.[1] Er betreibt den Blog Schlecky Silberstein (ehemals Spiegel Offline) und ist Head-Autor sowie Darsteller der Online-Comedyshow Bohemian Browser Ballett.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Brandes wuchs in Bremen auf und nahm nach Schule, Abitur und Grundwehrdienst ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Potsdam auf, das er jedoch nach dem Vordiplom abbrach. Anschließend begann er als Texter bei unterschiedlichen Werbeagenturen, während er ab 2010 unter dem neuen Namen Schlecky Silberstein parallel den Blog Spiegel Offline betrieb, in welchem er Kuriositäten aus dem Internet sammelte. Im Winter 2011 benannte er den Blog in Schlecky Silberstein um. Der Name geht auf eine Anekdote seiner Großmutter zurück, wonach ein Herr Silberstein im Warschauer Ghetto regelmäßig humorvolle Sprüche und Aphorismen an Häuserwände geschrieben haben soll.

Brandes war Comedy-Autor für verschiedene Radio- und Fernsehsendungen, unter anderem für das Neo Magazin Royale.[1] Auf dem Internetradiosender DetektorFM moderierte er die Schlecky Silberstein Radio Show.[2] Im Juni 2015 veröffentlichte er im Ullstein Verlag das Buch „Ich kann keine Wurstzipfel essen“ über Spleens.[3] Bekannt wurde von ihm auch eine Stellenanzeige, in der Bewerber mit Vorstrafen bevorzugt eingestellt würden.[4]

Seit 2016 arbeitet er als Head-Autor des Formats Bohemian Browser Ballett, das vom Sender funk in Auftrag gegeben wurde.[5] Bekannte Arbeiten umfassen Lauf, dicke Sau, Das Arier-Reservat,[6] Degentrifizierung[7] und Masters of Germany.[8] Die Show versteht sich selbst als „linksgrünversiffter Stachel im Arsch der Revolutionäre“.[9]

Im März 2018 veröffentlichte Schlecky Silberstein mit dem Buch „Das Internet muss weg.“ eine kritische Auseinandersetzung mit dem Social-Media-Zeitalter und wirbt mit dem Zitat „Das Internet ist die größte Verarschungsmaschine aller Zeiten“. Das Buch vertritt die These, dass die größten Probleme des 21. Jahrhunderts angefangen von steigenden Depressionsraten, über Online-Sucht, bis hin zur Renaissance des Nationalismus, exklusiv auf das Internet zurückgehen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ich kann keine Wurstzipfel essen und 999 weitere seltsame Angewohnheiten. Ullstein Taschenbuch, Berlin 2015, ISBN 978-3-548-37577-9.
  • Das Internet muss weg - Eine Abrechnung. Knaus Taschenbuch, München 2018, ISBN 9783813507942.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Radioeins.de, 16. Januar 2015: Studiogast der Woche: Christian Brandes@1@2Vorlage:Toter Link/www.radioeins.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. re:publica, 5. Mai 2015: Christian Brandes
  3. Spiegel.de, 30. Mai 2015: Der Blogger Christian Brandes … sammelt Spleens und Macken
  4. W&V, 15. Juni 2015: Schlecky Silberstein stellt Mörder und Autodiebe ein
  5. Werben & Verkaufen: Es ist ein Funk! | W&V. In: www.wuv.de. Abgerufen am 16. Dezember 2016.
  6. Anna Böcker: Satire-Video „Rettet die Arier“: Rammeln mit Hitlergruß. In: Die Tageszeitung: taz. 21. Juli 2017, ISSN 0931-9085 (taz.de [abgerufen am 23. September 2017]).
  7. Dieses Video zeigt euch, wie ihr zur De-Gentrifizierung beitragen könnt. Abgerufen am 23. September 2017.
  8. Wahlkampf mit Rauten-Power: „Masters of Germany“-Video wird zum Klickhit. In: Berliner-Kurier.de. (berliner-kurier.de [abgerufen am 23. September 2017]).
  9. Ole Reißmann, bento: In diesem Spiel kämpft Merkel mit der „Flüchtlingswelle“ gegen ihre Gegner. (bento.de [abgerufen am 23. September 2017]).