Christian Carius

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Christian Carius (2016)

Christian Carius (* 22. September 1976 in Mühlhausen/Thüringen) ist ein deutscher Politiker (CDU). Er war ab dem 14. Oktober 2014 bis zum 31. Oktober 2018 Präsident des Thüringer Landtages, dessen Abgeordneter er seit 1999 ist.[1]

Zuvor war er von 2009 bis 2014 Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr des Freistaats Thüringen.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1995 an der Landesschule Pforta und dem anschließenden Zivildienst studierte Carius von 1996 bis 2001 Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena (ohne Abschluss). Von 2001 bis 2007 studierte er Rechts-, Politik- und Geschichtswissenschaft an der FernUniversität Hagen. Er schloss dieses Studium als Politikwissenschaftler (M.A.) ab.

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits 1995 trat er der CDU und dem RCDS bei. 1999 wurde er stellvertretender RCDS-Landesvorsitzender (bis 2001) und Kreisvorsitzender der Jungen Union im Landkreis Sömmerda. Bei der Landtagswahl 1999 wurde er in den Thüringer Landtag gewählt und war zu diesem Zeitpunkt dessen jüngstes Mitglied. Daneben war er von 1999 bis 2001 auch Mitglied des Stadtrates in Sömmerda.

Carius war seit seiner Wahl in den Landtag Mitglied des CDU-Fraktionsvorstandes und gehörte von 2000 bis 2002 auch erstmals dem CDU-Landesvorstand an. 2003 wurde er stellvertretender CDU-Kreisvorsitzender in Sömmerda. Seit 2004 ist er dort Mitglied des Kreistages; von 2004 bis 2009 auch 2. Beigeordneter des Landrats. Außerdem gehört Carius seit 2004 erneut dem CDU-Landesvorstand an und war von 2006 bis 2009 stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender im Thüringer Landtag. Nach der Bildung einer Koalitionsregierung von CDU und SPD nach der Landtagswahl in Thüringen 2009 wurde Carius zum Bauminister im Kabinett Lieberknecht ernannt.

Am 14. Oktober 2014 wurde er in der konstituierenden Sitzung des 6. Thüringer Landtags als Nachfolger von Birgit Diezel, die den Einzug in den Landtag nicht schaffte, zum Landtagspräsidenten gewählt und schied aus der Landesregierung aus.[2] Am 28. September 2018 kündigte er an, das Amt Ende Oktober des Jahres aus persönlichen Gründen niederzulegen und auch nicht wieder für den Landtag zu kandidieren.[3] Im November 2018 wurde bekannt, dass Carius ab 1. Januar 2019 Head of Corporate Development and Governmental Affairs[4] beim Autozulieferer Mubea wird.[5]

Carius ist stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Sömmerda II in den Thüringer Landtag eingezogen.

Nach einer Informationswehrübung und entsprechender Bewerbung bei der Bundeswehr wurde der ehemalige Kriegsdienstverweigerer 2017 zum Oberstleutnant der Reserve ernannt.[6]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Carius ist evangelisch und seit 2013 zum zweiten Mal verheiratet. Aus der ersten Ehe hat er eine Tochter.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2011: Faustorden des Handwerker Carnevalsverein Weimar

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Carius – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. https://www.mdr.de/thueringen/landtagspraesident-carius-tritt-zurueck-100.html - abgerufen am 28. September 2018 um 10:39 Uhr
  2. Der Landtag: Thüringer Landtag - Konstituierende Sitzung des 6. Landtags. Abgerufen am 28. November 2017.
  3. Landtagspräsident Christian Carius tritt zurück. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 18. September 2018, abgerufen am 18. September 2018.
  4. Carius übernimmt Government Affairs bei Mubea. In: politik-kommunikation.de. Politik & Kommunikation, 22. November 2018, abgerufen am 27. November 2018.
  5. Ex-Landtagspräsident Carius wird Lobbyist bei Autozulieferer. In: insuedthueringen.de. Freies Wort, 21. November 2018, abgerufen am 21. November 2018.
  6. Dirk Reinhardt: Mittler zwischen zwei Welten: Politiker bei der Bundeswehr. In: mdr.de. Mitteldeutscher Rundfunk, 6. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.