Christian Fuchs (Journalist)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christian Fuchs (* 1979) ist ein deutscher Journalist und Autor mit Sitz in Leipzig und Berlin. Er ist Reporter der Wochenzeitung Die Zeit.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fuchs studierte Medienwissenschaft, Psychologie sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wurde an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg zum Redakteur ausgebildet. Seit 1998 schreibt er über Gesellschaft, Medien, Wirtschaft, Politik und urbane Kultur – mit einem Schwerpunkt auf Ostdeutschland. Er veröffentlichte unter anderem in der Tageszeitung Süddeutsche Zeitung, in den Wochenzeitschriften Die Zeit und Der Spiegel sowie in dessen Online-Nachrichtenportal Spiegel Online. Reportagen und Analysen von ihm erschienen auch in brand eins, Das Magazin, SZ-Magazin, Zeit Magazin und Vanity Fair.

Fuchs schrieb gemeinsam mit John Goetz den politischen Bestseller Geheimer Krieg über die deutsche Rolle im Krieg gegen den Terror der USA sowie das erste Sachbuch über die rechtsextremistische Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU): Die Zelle. Beide Bücher erschienen im Rowohlt Verlag.

Er ist außerdem Co-Autor mehrerer Dokumentarfilme, im Auftrag von Arte und der ARD. Im Jahr 2012 trat er in der TV-Dokumentarfilmreihe Die neuen Nazis, einer Koproduktion von Spiegel TV und ZDFinfo über die Geschichte und Entwicklungen des modernen Rechtsextremismus seit Mitte der 1960er Jahre, auf.

Sein Buch „Geheimer Krieg“ war ausschlaggebend für den Start des Stückes „Game of Drones“ am Staatstheater Mainz.[1] 2016 gewann er den ersten journalistischen Slam der Welt auf dem Reeperbahn Festival in Hamburg[2]. Er tritt bei Slams, Bühnenshows sowie als Keynote-Speaker auf.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mitherausgeber: Trends der politischen Kommunikation. Lit, Münster 2003, ISBN 3-82587-324-2.
  • Leise schleicht's durch mein TV. Product Placement und Schleichwerbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Mensch und Buch, Berlin 2005, ISBN 3-89820-844-3.
  • Beitrag in Gabriele Fischer, Peter Lau (Hrsg.): Der Mensch – die kleinste wirtschaftliche Einheit. Knesebeck, München 2008, ISBN 978-3-89660-529-0.
  • Beitrag in Rudolf Speth (Hrsg.): Grassroots-Campaigning. SpringerVS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-531-16262-1.
  • Beitrag in Daniel Häfner (Hrsg.): Konzern.Macht.Protest., Berlin 2016.
  • mit John Goetz: Die Zelle. Rechter Terror in Deutschland. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2012, ISBN 978-3-498-02005-7.
  • mit John Goetz: Geheimer Krieg. Wie von Deutschland aus der Kampf gegen den Terror gesteuert wird. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2013, ISBN 978-3-498-02138-2.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Mainzer Theater-Projekt "Ramstein Airbase: Game of Drones": Drohnenkrieg und Freundschaft, geht das? | Kultur Info | SWR2. In: swr.online. (swr.de [abgerufen am 7. Oktober 2016]).
  2. Storylight - Recherche auf der Bühne - Reeperbahn Festival. In: Detailansicht Festival. Abgerufen am 7. Oktober 2016.
  3. Message Online
  4. NEON-Recherchestipendium 2008: Die Gewinner stehen fest (Memento vom 17. März 2013 im Internet Archive), Stern Online
  5. Die Journalisten des Jahres 2012 - medium magazin - medien journalismus zeitung print magazin radio tv online