Christian Gotthilf Tag

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Christian Gotthilf Tag (* 2. April 1735 in Beierfeld; † 19. Juli 1811 in Niederzwönitz) war ein evangelischer Kantor und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tag wurde 1735 als Sohn des Beierfelder Kantors und Schullehrers Christian Gottlob Tag geboren. Nach erster Schulbildung in seiner erzgebirgischen Heimat besuchte er als Freischüler die Dresdner Kreuzschule, wo er als Alumnus und Chorsänger unter Gottfried August Homilius Musikausbildung erhielt. Obwohl er sich an der Universität Leipzig als Student der Theologie immatrikulieren wollte, nahm er 1755 in der sächsischen Kleinstadt Hohenstein die Kantorenstelle an, der er bis 1808 treu blieb. Er zog zu seiner Tochter in Niederzwönitz, wo er 1811 starb.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tag gilt als einer der tüchtigsten Organisten, Orgelsachverständigen und Kantoren seiner Zeit. Er komponierte eine Fülle geistlicher Werke, die er ursächlich für seine Hohensteiner Kantorei schuf. Den Schwerpunkt seines Schaffens bilden Kantaten, in denen er an der Fugenform festhält und viele tonmalerische und tonsymbolische Elemente verwendet.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinz Joachim Vieweg: Christian Gotthilf Tag (1735-1811) als Meister der nachbachischen Kantate. Weida 1933, S. 103 (Zugl. Leipzig, Diss.).
  • Robert EitnerTag, Christian Gotthilf. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 37, Duncker & Humblot, Leipzig 1894, S. 351 f.
  • Cordula Timm-Hartmann: Tag. In: MGG Online (Abonnement erforderlich).
  • Axel Röhrborn: Christian Gotthilf Tag. Studien zu Leben und Werk. ibidem-Verlag, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-89821-718-7, S. 947 (Zugl. Chemnitz, TU, Diss.).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]