Christian Kühn (Politiker)

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Chris Kühn (2020)
Video-Vorstellung (2014)

Christian Kühn (* 9. April 1979 in Tübingen) ist ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen) und Politologe. Seit 2013 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und seit dem 8. Dezember 2021 Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Von 2009 bis 2013 war er Landesvorsitzender des Landesverbands Baden-Württemberg der Grünen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühn wuchs in Göppingen auf, absolvierte dort Abitur und Zivildienst und studierte dann Politikwissenschaften und Soziologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Nach seinem Abschluss 2009 war er Mitarbeiter im Dekanat der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.

Kühn war in seiner Schulzeit im Jugendgemeinderat und in der Naturschutzjugend aktiv. Seit 1998 ist er Mitglied bei Bündnis 90/Die Grünen. Von 2002 bis 2006 und erneut von 2008 bis 2010 war er Mitglied des Kreisvorstands im Tübinger Kreisverband der Grünen. Er war Mitarbeiter im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Winfried Hermann. Auf der Landesdelegiertenkonferenz (LDK) im November 2009 in Biberach wählten ihn die baden-württembergischen Grünen zusammen mit Silke Krebs zu einem von zwei gleichberechtigten Landesvorsitzenden. Auf der LDK im Oktober 2011 in Aalen wurde er, neben seiner neugewählten Mitvorsitzenden Thekla Walker, mit einem Rekordergebnis von 95,7 Prozent im Amt bestätigt.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 13. Juli 2012 wurde er in Tübingen als Bundestagskandidat nominiert.[1] Bei der Bundestagswahl 2013 zog er über die baden-württembergische Landesliste auf Platz 6 in den Bundestag ein. Auf diesem Listenplatz wurde er bei der Bundestagswahl 2017 in den 19. Deutschen Bundestag wiedergewählt, nachdem sein Kreisverband ihn mit 97,8 Prozent erneut für die Bundestagswahl nominiert hatte. Bei der Bundestagswahl 2021 wurde er erneut in den Bundestag gewählt. Von 2013 bis 2021 warr er Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und vertrat seine Fraktion als ordentliches Mitglied sowie Obmann im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen. Daneben war er stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz. Im 19. Deutschen Bundestag gehörte Kühn als stellvertretendes Mitglied zudem dem Haushaltsausschuss an.[2]

Seit dem 8. Dezember 2021 ist er Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz, Steffi Lemke.

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühn legt einen Schwerpunkt seiner politischen und parlamentarischen Arbeit auf die Wiedereinführung der Wohnungsgemeinnützigkeit.[3][4]

Chris Kühn (2012)

Er gehört zu den Befürwortern des Bedingungslosen Grundeinkommens. Stuttgart 21 lehnt er ab. Kühn ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland.[5]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kühn lebt in Immenhausen[6] im Kreis Tübingen, ist verheiratet und Vater zweier Söhne und einer Tochter. Er ist bekennender Anhänger des VfB Stuttgart.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwäbisches Tagblatt: Grüne setzen auf Chris Kühn, 13. Juli 2012.
  2. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 22. August 2020.
  3. www.gruene-bundestag.de: Zeit für eine neue Wohnungsgemeinnützigkeit, 23. Februar 2016.
  4. Jan Kuhnert, Olof Leps: Neue Wohnungsgemeinnützigkeit - Springer. S. 336, Nachwort von Katrin Göring-Eckardt und Chris Kühn, doi:10.1007/978-3-658-17570-2 (springer.com [abgerufen am 27. Februar 2017]).
  5. Christian Kühn Homepage der Europa-Union Deutschland, abgerufen am 26. März 2018.
  6. Leben im Ballungsraum. Abgerufen am 13. Januar 2022.
  7. "Ein Abstieg trifft die ganze Region". 28. April 2015, abgerufen am 26. April 2021.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Christian Kühn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien