Christian Karembeu

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Christian Karembeu

Christian Karembeu (2014)

Spielerinformationen
Geburtstag 3. Dezember 1970
Geburtsort LifouFrankreich
Größe 178 cm
Position Mittelfeld, Abwehr
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1990–1995
1995–1997
1998–2000
2000–2001
2001–2004
2004–2005
2005
FC Nantes
Sampdoria Genua
Real Madrid
FC Middlesbrough
Olympiakos Piräus
Servette Genf
SC Bastia
130 (5)
62 (6)
51 (1)
33 (4)
88 (5)
23 (2)
18 (5)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1992–2002 Frankreich 53 (1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 25. September 2013

Christian Karembeu [kʀisˈtjɑ̃ kaʀɑ̃ˈbø] (* 3. Dezember 1970 auf Lifou in Neukaledonien) ist ein ehemaliger französischer Fußballspieler und aktuell strategischer Berater beim griechischen Fußballclub Olympiakos Piräus.

Die Person Christian Karembeu[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgewachsen ist der defensive Mittelfeldspieler, der gelegentlich auch im rechten Mittelfeld oder in der Abwehr spielte, als Sohn einer melanesischen Familie (Kanaken) in dem französischen überseeischen Territorium Neukaledonien mit 17 Geschwistern. Ende der 1980er Jahre kam er zum FC Nantes und begann dort seine Karriere als Profispieler (erster Einsatz in der Division 1 im Mai 1991). Karembeu galt als im besten Sinne eigenwillig, gleichzeitig aber in der Lage, sich auf neue Erfahrungen einzulassen; auf das rigide europäische Zeitmanagement beispielsweise hat er sich bereitwillig umgestellt. Probleme, die sich gelegentlich bei seinen verschiedenen Klubs und in der Nationalelf ergaben, entstanden teilweise auch durch die Reaktionen von Mitspielern und Vorgesetzten auf den meinungsfreudigen und selbstbewussten Melanesier.[1]

Karembeu weigerte sich stets, vor Spielen die französische Nationalhymne zu singen. Dies begründete er damit, dass 1931 während der Pariser Kolonialausstellung zwei seiner Onkel in einem menschlichen Zoo zur Schau gestellt worden seien.[2]

Außerhalb des Fußballs hat er sich unter anderem für eine Beendigung der französischen Atomwaffentests im Südpazifik engagiert. Von 1998 bis 2011 war er mit dem slowakischen Model Adriana verheiratet.

Die Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Karembeu war bei Klubs in sechs europäischen Ländern unter Vertrag und hat mit dreien von diesen Titel errungen. Der größte Erfolg auf Vereinsebene war der zweimalige Gewinn der UEFA Champions League mit Real Madrid (1998 und 2000).

Der Nationalspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Karembeu (2010)

Zwischen November 1992 und März 2002 spielte Christian Karembeu insgesamt 53 mal in der französischen Nationalmannschaft (acht Einsätze während seiner Zeit bei Nantes, 20 bei Genua, 16 bei Madrid, sieben bei Middlesbrough und zwei bei Piräus) und erzielte dabei ein Tor. Er war jahrelang nicht aus dem Team wegzudenken und hat dazu beigetragen, dass Frankreich die Fußball-Weltmeisterschaft 1998 (vier Spiele, darunter Halbfinale und Endspiel), die Europameisterschaft 2000 (ein Spiel) und den Confederations Cup 2001 (drei Spiele, darunter Halbfinale und Endspiel) als Sieger beendete.

Dass er trotz aller Klasse phasenweise nicht eingesetzt wurde, lag daran, dass seine Rolle auf dem Spielfeld der des langjährigen Mannschaftskapitäns Didier Deschamps entsprach und auch die Abwehr der Équipe Tricolore mit Thuram, Blanc, Desailly und Lizarazu stets „gesetzt“ war.

Als Karembeu das Gefühl bekam, dass Nationaltrainer Roger Lemerre nicht beabsichtigte, ihn für die WM 2002 zu nominieren, beendete er von sich aus das Kapitel Nationalelf und erklärte seinen Rücktritt.

Palmarès[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Individuell[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Karembeu – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. bspw. Denis Chaumier: Les Bleus. Tous les joueurs de l'équipe de France de 1904 à nos jours. Larousse, o.O. 2004 ISBN 2-03-505420-6, S. 173
  2. Hardy Grüne: Weltfußball Enzyklopädie. Amerika, Afrika & Ozeanien. Die Werkstatt, Göttingen 2009, ISBN 978-3-89533-640-9, S. 444f.