Christian Lorenz

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Christian Lorenz

Christian „Flake“ Lorenz (* 16. November 1966 in Ost-Berlin) ist ein deutscher Musiker und Keyboarder der Band Rammstein.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lorenz wuchs mit seinen Eltern - sein Vater war Ingenieur im VEB Elektro-Apparate-Werke Berlin-Treptow „Friedrich Ebert“ (EAW), seine Mutter Hausfrau[1] - und seinem drei Jahre älteren Bruder in dem damals eigenständigen Stadtbezirk Prenzlauer Berg (heute Bezirk Pankow) auf. Schon in der Kindheit entstand sein aus der Trickfilmserie Wickie und die starken Männer stammender Spitzname „Flake“, den er bis dato beibehält.

Seine Schulzeit beschreibt der Musiker als schwierig, da er stotterte und von Mitschülern gehänselt und in Müllcontainer gesperrt wurde.[2] In der fünften Klasse lernte er einen Chilenen kennen und freundete sich mit ihm an. Die Freundschaft besteht bis heute, der einstige Schulfreund ist als Band- und Produktionsassistent bei Rammstein tätig.[3]

Bis zur 10. Klasse besuchte Lorenz die Schule im Prenzlauer Berg, danach machte er eine Lehre als Werkzeugmacher. Ursprünglich wollte er Arzt werden, was ihm jedoch in der DDR verwehrt blieb, weshalb er heute noch von den Fans und seinen Bandkollegen „Doktor Lorenz“ genannt wird. Nach Ende seiner Ausbildung war er bereits als Musiker so aktiv, dass er seinen gelernten Beruf nicht mehr ausübte und die eher geringen Gagen mit Gelegenheitsjobs aufbesserte.

Musikalischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Liebe zur Musik entdeckte Lorenz nach eigenen Angaben zufällig. Auf eigenen Wunsch erhielt er ab der dritten Klasse Klavierunterricht, nachdem er einen Mitschüler sehr gekonnt spielen gehört hatte. Er wurde an der Musikschule Prenzlauer Berg angemeldet und übte zunächst ohne eigenes Klavier. Um die Noten zu lernen, klebte er Papierstreifen aneinander, auf die er Tasten gemalt hatte. Für 100 Mark erstanden seine Eltern schließlich ein gebrauchtes Klavier.[4]

Als er im Alter von zehn Jahren nach einem Autounfall lange Zeit nicht zur Schule gehen konnte, bekam Lorenz von seinem Vater, einem großen Jazz-, Country- und Bluesfan[5], einen Minett-Kassettenrecorder[6] geschenkt. Mit diesem Gerät nahm Lorenz in den folgenden Jahren Musik aus dem Radio auf, unter anderem die Sendung Musik für den Recorder des DDR-Senders DT64, bei der zunächst eine Plattenseite einer ostdeutschen Band gespielt wurde und danach die einer internationalen Gruppe. Er gelangte unter anderem an einen Mitschnitt von Musik der Rolling Stones, die ihn begeisterte. Dadurch entstand sein Wunsch, in einer Band zu spielen. Er begann, die Bluesplatten seines Vaters zu hören und dachte sich eigene Stücke aus, die er gemeinsam mit einem Freund auf Kassette aufnahm, um sie anderen vorzuspielen.[7][8]

Seinen ersten Auftritt hatte er bei einem Fest an der Schule seines Bruders. Mit seinem chilenischen Schulfreund und dessen bulgarischen Bekannten übte er vier Stücke ein, lieh sich für den Auftritt das schuleigene E-Piano. Als die beiden "Bandkollegen" kurz vor dem Auftritt wegen Lampenfiebers ausstiegen, überredete er den Schlagzeuger einer anderen dort auftretenden Gruppe, ihn bei seinem Vorspiel zu begleiten. Sein Auftritt endete nach drei Stücken: Eines mit E-Piano und Schlagzeug, eines nur noch mit E-Piano - ein Großteil des Publikums und der Drummer hatten Lorenz zufolge die Halle verlassen -, sowie nach einem kurzen Blues, den er auf seiner Mundharmonika spielte. Über diesen Auftritt schrieb Lorenz in seiner 2015 erschienenen Biografie:

„Ich ging von der Bühne und versuchte, unsichtbar zu sein. Selbst meinen besten Freunden fiel es schwer, mir etwas Anerkennendes zu sagen. Einer nur sagte, sein Kumpel hätte ihn gefragt: Sage mal, was ist denn der da für ein cooler Typ, dem ist ja gar nichts peinlich. Da war ich mit meinem Auftritt schon wieder halb versöhnt (...). Immerhin hatte ich mich getraut aufzutreten. Und ich hatte gemerkt, was für ein unbeschreibliches Gefühl es war, auf einer Bühne zu stehen.“

Christian Flake Lorenz[9]

Lorenz spielte dann in der christlichen Rhythm-and-Blues-Band Hilflos (später umbenannt in Tedeum)[10], die in einer Kirche in Berlin-Pankow probte. Da er kein E-Piano besaß, bestand seine Probe daraus, dass er das Spiel der restlichen Mitglieder verfolgte und das Gehörte zu Hause am Klavier übte. Für Konzerte lieh er sich für jeweils 50 Mark von einem Bekannten dessen Instrument.[11] Als die Gruppe sich auflöste, bemühte er sich um eine neue Band. Dies gestaltete sich aber schwierig, da er nach wie vor kein transportables Instrument besaß. Daraufhin kauften ihm seine Eltern für 2000 (Ost-)Mark auf Annonce eine Weltmeister-Orgel, die vom Gewicht allerdings nur unwesentlich leichter war. Lorenz zufolge konnten vier Personen sie tragen.[12]

Im Jahr 1983, im Alter von 16 Jahren, wurde er Mitglied der Band Feeling B. Der Kontakt entstand über den Berliner Schlagzeuger Alexander Kriening - dieser war ebenjener Drummer gewesen, der Lorenz zwei Jahre zuvor beim Schulfest seines Bruders für ein Lied begleitet hatte.[13] Dort musizierte er mit Kriening, zuvorderst aber mit dem Sänger Aljoscha Rompe und mit seinem späteren Rammstein-Bandkollegen, dem Gitarristen Paul Landers, ab 1990 auch mit dem neuen Gastschlagzeuger Christoph Schneider, heute ebenfalls Rammstein-Musiker.

Bei Feeling B sollte Lorenz mit seiner Weltmeister-Orgel nicht nur Melodien spielen, sondern vor allem die Rolle eines Bassisten übernehmen - dieser fehlte zu diesem Zeitpunkt in der Band und Lorenzˈ Orgel brachte die technischen Voraussetzungen dafür mit. Die Musik - eine Art Fun-Punk - machte auf den damals 16-jährigen Lorenz mächtig Eindruck:

„Die Musik war sehr schnell und äußerst kraftvoll. Ich merkte gar nicht, dass der Sänger Schwierigkeiten mit dem Rhythmus und vor allem damit, seinen Einsatz zu finden, hatte. Ich dachte, das muss so sein. Ich verstand gerade noch so, dass er auf Deutsch sang, vielmehr gesagt, auf Deutsch etwas schrie. Er zappelte wie verrückt, und ich war begeistert. So einen Menschen hatte ich noch nie erlebt. Das war alles so ganz anders als die Bands, die ich kannte.“

Christian Flake Lorenz[14]

Gemeinsam mit seinen Bandkollegen bewarb sich Lorenz um eine staatliche Spielerlaubnis für Amateurbands. Während der Wartezeit auf die sogenannte Einstufung - die Termine wurden teilweise mit langer Wartezeit vergeben - trat er mit Feeling B illegal in den Spielpausen befreundeter Gruppen auf, unter anderem bei den Bands Freygang und Pardon.[15] Nachdem Feeling B die Einstufung mit einer hohen Sonderstufe gemeistert hatte und somit Konzerte frei planen durfte, kaufte Sänger Rompe - dieser hatte einen Schweizer Pass und genoss Reisefreiheit - für Lorenz in Westdeutschland ein Casio VL-1-Keyboard, das dieser über die folgenden Jahre bei ihm abzahlte.[16]

Lorenz freundete sich mit seinem Bandkollegen Landers an, bis beide nach Lorenz’ Angaben "nur noch als Doppelpack bekannt waren".[17] Sowohl Lorenz als auch sein Kollege Landers spielten während ihrer zehnjährigen Feeling-B-Zugehörigkeit parallel in diversen anderen DDR-Bands mit - manchmal zeitlich versetzt sogar in denselben Gruppen - oder produzierten diese.

Mit Landers startete Lorenz aber auch das gemeinsame musikalische Nebenprojekt Die Magdalene Keibel Combo. Dort übernahm Flake große Teile der Gesangsparts. In dieser Formation, die offiziell ein Duo mit Gastmusikern war, brachten er und sein Kollege 1988 das Album Das gemeine Reitbein heraus. Einige Teile des darauf veröffentlichten Lieds Klaus Kinski finden sich heute in modifizierter Form im Rammstein-Song Heirate mich wieder.[18][19][20]

Lorenz war unter anderem bei der Gruppe Kashmir und bei Frigitte Hodenhorst Mundschenk als Musiker aktiv; Letzteres war ein gemeinsames Projekt mit dem Schriftsteller und Performance-Künstler Matthias BAADER Holst, dem Ornament & Verbrechen-Musiker Bo Kondren sowie dem Musiker Klaus Maus.

1993 bereiste Lorenz gemeinsam mit Rompe, Landers und dem damaligen Gastdrummer Schneider als Feeling B den Südosten der USA und absolvierte dort einige - nur mäßig erfolgreiche - Konzerte.[21]

1994 wurde Lorenz Keyboarder bei der Band Rammstein. Nachdem sich Feeling B zwischen Ende 1993 und Mai 1994 allmählich auflöste, überredete ihn sein bisheriger Musikkollege Landers, zu den Proben zu dem neuen Bandprojekt zu kommen, in das dieser bereits fest eingestiegen war. Lorenz, der sich mit dem Ende von Feeling B noch nicht abfinden mochte und Landers wegen seines Ausstiegs Vorwürfe machte[22], kam mit, zeigte jedoch zunächst große Abneigung gegen die Musik, die dort gespielt wurde. Auch fand er anfangs keinen Zugang zum Großteil der anderen fünf Musiker. Er sagte später in einem Interviewbuch:

„Ich bin erst dazugekommen, als es die Band schon gab. Ich habe ungefähr ein Jahr gebraucht, um für mich zu entscheiden, ob ich bei Rammstein mitspielen will oder nicht, habe (...) nur als Gast mitgemacht. (...) Die Schweriner Gang (Oliver Riedel, Till Lindemann, Richard Z. Kruspe) hatte sich Schneider als Trommler genommen. (...) Zu Schneider hatte ich kaum ein emotionales Verhältnis. Mit Scholle (Richard Z. Kruspe) bin ich nicht zurechtgekommen. Vor Olli hatte ich Angst, den fand ich ein bisschen komisch. Nur Till fand ich gut. Mit Paul hatte ich acht Jahre zusammengelebt, der ist mir fürchterlich auf die Nerven gefallen.(...) Ich wäre froh gewesen, wenn ich ihn mal ein Jahr nicht gesehen hätte.“

Christian Flake Lorenz[23]

Er erklärte sich letztlich aber zur Mitarbeit bereit und wurde festes Bandmitglied.

Rolle bei Rammstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schon früh übernahm Lorenz bei den Live-Performances der Band neben seinen Keyboard-Parts auch unterhaltende Showparts. Einer der ersten war der Rammdance, den der - im Vergleich zu seinen Bandkollegen - eher magere Musiker unter anderem bereits beim Bizarre-Festival 1996 zu dem Rammstein-Song Weißes Fleisch vorführte und der durch zackige, eher unharmonische Bewegungen auffällt.[24]

Einer der am häufigsten verwendeten Effekte ist die Fahrt Flakes mit einem Gummiboot auf den Händen des Publikums. Auch beim Hurricane-Festival 1997 zelebrierte die Band diesen Showteil schon, damals und in der Folgezeit zunächst zum Lied Seemann, später auch bei Heirate mich und Stripped, seit der Liebe ist für alle da-Tour beim Lied Haifisch. Flake gab diesen Gummiboot-Posten allerdings - nach einigen schmerzhaften und mit durchaus ernsthaften Verletzungen verbundenen Stürzen - zeitweise an Oliver Riedel und Paul Landers ab.

Seit der Welttournee zum Album Reise, Reise zählt ein Aufenthalt in einem überdimensionalen Kochtopf zu Lorenz´ Showparts: Für das Lied Mein Teil, das die Tat des sogenannten Kannibalen von Rotenburg, Armin Meiwes, thematisiert, nimmt Lorenz bei Live-Auftritten Platz in einem eigens hierfür geschweißten Behältnis, das von Sänger Lindemann im Zuge des Liedbeitrags mit einem Flammenwerfer erhitzt wird. Lorenz springt zum Finale des Songs hinaus und rennt - mit explodierenden und rauchenden Knallkörpern an der Bühnenkleidung - quer über die Bühne.[25]

Einen ähnlich heißen Showeffekt übernahm Lorenz mit Beginn der Liebe ist für alle da-Tour: Für das Video bzw. die Live-Show zu der Single Ich tu dir weh ließ Lindemann eine eiserne Badewanne schweißen, in die er den während der Songdarbietung aufmüpfig und angriffslustig auftretenden Flake hineinwirft und ihn - Paul Landers zufolge - anschließend mit flüssigem Metall übergießt.[26]

Eine Arbeit, die Flake nicht immer zusagt - aber er übernimmt diese Parts aus praktischen Gründen, wie er schon im Jahr 2005 im Zuge der Dokumentation "Anakonda im Netz" sagte:

„Als Keyboarder bin ich ungebunden auf der Bühne. Ich kann an allen Stellen, an denen ich nicht spiele, einfach so weggehen und irgendetwas machen. Die Gitarristen haben ihre Gitarre - bis die die abgehängt haben (...) und den Sender ab haben - die können nicht so ins Boot steigen oder Faxen machen.(...) Und: Wir machen Heavy-Metal-Musik, wo ein Keyboard nicht so wichtig ist. Es gibt viele Stellen, da spiele ich einfach nicht. Und wenn ich nicht spiele, muss ich ja nicht rumstehen.“

Christian Flake Lorenz[27]

Eine der Showeinlagen aus der Zeit des zweiten Albums Sehnsucht brachte ihn im Jahr 1999 zusammen mit Rammstein-Sänger Till Lindemann in den Vereinigten Staaten, im Anschluss an ein Konzert in Worcester, Massachusetts ins Gefängnis: Man warf ihm und Lindemann die Zurschaustellung lasziven und unzüchtigen Verhaltens zum Song Bück dich vor. Bei diesem Song simuliert Lindemann unter Verwendung eines Dildos Analverkehr mit Lorenz und spritzt vor dem gebückt hockenden Lorenz mit Milch herum.[28] Lorenz zufolge saßen er und der Bandkollege etwa fünf Stunden im Gefängnis.[29] Sie mussten sich anschließend vor Gericht verantworten und erhielten eine sechsmonatige Haftstrafe auf Bewährung sowie eine Geldstrafe.[30][31] Diese Erfahrung hielt sie aber nicht davon ab, diese Performance im Zuge ihrer Made-in-Germany-Tournee ab Anfang November 2011 zu wiederholen.[32]

Dass er seine Entscheidung, der Band Rammstein beizutreten, nicht bereut hat, untermauert eine Äußerung, die er im Jahr 2009, beim Making-of-Video zum Video Pussy über Rammstein machte:

„Ich wüsste jetzt nichts, was ich für die Band nicht machen würde.“

Christian Flake Lorenz[33]

Das SZ Magazin, das die Band 2012 bei der US-Tour zum Album Made in Germany begleitete und dazu ein Sonderheft veröffentlichte, zitiert dort aus einer E-Mail, die der kanadische Buchautor Michael Slade nach einem Konzert an Paul Landers schickte. Dieser verglich die Band mit Figuren des Science-Fiction-Autors H.G. Wells und bescheinigte Lorenz dabei einen Sonderstatus:

„Ich habe sie alle gesehen, Paul, ich war sogar Zeuge von Presleys Auftritt in der Ed Sullivan Show. Dann die Beatles, dann Pink Floyd, die Rolling Stones, The Clash, The Cramps. Aber was seid ihr bloß? Ihr seid etwas anderes. Europe has arrived. (...) Ihr seid eine kristallklare, wirklich überwältigende Erfahrung: Unten ihr fünf, die finsteren Morlocks. Und oben Flake: der Eloi!“

Michael Slade, Autor[34]

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lorenz hat mehrere Kinder und ist seit 2008 mit der Künstlerin Jenny Rosemeyer verheiratet.[35][36] Er lebt im Prenzlauer Berg in Berlin, verfügte aber auch mehrere Jahre über ein Anwesen in dem Dorf Kreuzbruch (Liebenwalde) in Brandenburg. Der Hof war im November 2011 Ziel eines Brandanschlags - ein eifersüchtiger Ortsansässiger setzte eine Scheune auf dem Gelände in Brand, weil er glaubte, der Verwalter der Immobilie habe eine Affäre mit seiner Partnerin.[37]

Dank seines Vaters, der mit seiner Familie stets lange Strecken zu Fuß zurücklegte, ist Lorenz begeisterter Wanderer.[38] Dies führte allerdings auch dazu, dass er bereits im Alter von 19 Jahren verhaftet wurde. 1986 wurde er in der Nähe von Saalfeld/Saale in Thüringen während einer Wanderung mit Freunden festgenommen - man warf ihm und seinen Begleitern angesichts ihres Wandergepäcks vor, die Flucht aus der DDR geplant zu haben. Die Jugendlichen wurden jedoch wieder freigelassen, während Lorenz zufolge zeitgleich drei Gleichaltrige aus Lorenzˈ Berufsschule die Festnahme der Gruppe genutzt hatten, um tatsächlich zu fliehen.[39]

Lorenz beschreibt sich selbst als hypochondrisch veranlagt. Er habe schon früh zahlreiche Ängste entwickelt, unter anderem vor öffentlichen Verkehrsmitteln, geschlossenen Räumen, Dunkelheit und vielen Menschen. Seine (mittlerweile nach eigenen Angaben besiegte) Flugangst versuchte er zeitweise zu bekämpfen, indem er im Handgepäck das Trümmerteil eines abgestürzten Flugzeugs mit sich führte, da es, wie er in seiner Biografie "Der Tastenficker" schrieb, statistisch so gut wie unmöglich sei, dass ein Stück Flugzeug zweimal abstürzt. Er verzichtete später wieder darauf, da es deswegen immer wieder zu Verzögerungen bei den Sicherheitskontrollen an den Airports kam.[40]

Lorenz' älterer Bruder Peter ist von Beruf Comiczeichner und veröffentlicht unter dem Namen Herr Auge Lorenz seine Werke. Er ist in der Berliner Comicbibliothek Renate - nach eigenen Angaben der einzigen ihrer Art in ganz Deutschland - und in dem gleichnamigen Fanzine[41] aktiv, leitete aber auch schon Jugend-Workshops, unter anderem in Schulen, an Unis und Gedenkstätten wie Bergen-Belsen und Ravensbrück. [42][43]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 porträtierte die Regisseurin Annekatrin Hendel Christian „Flake“ Lorenz im Auftrag des ZDF. Die 43-minütige Dokumentation Flake – mein Leben wurde 2012 für den Grimme-Preis nominiert.[44]

Lorenz in seinem Bühnenkostüm

Am 16. März 2015 erschien Lorenz’ autobiografisches Buch Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann. im Berliner Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf.[45]

  • Flake: Der Tastenficker: An was ich mich so erinnern kann, 2015, 1. Auflage, handsigniert und nummeriert. Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin, ISBN 978-3-86265-439-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Christian Lorenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183, S. 116.
  2. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 109ff.
  3. sz-magazin.sueddeutsche.de: Wer zu Lebzeit gut auf Erden - Rammstein - Mit Deutschlands größtem Kulturexport auf Tour in Amerika, Online-Version Sonderheft aus SZ Magazin 27/2012, S.30, abgerufen am 22. Januar 2017
  4. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183, S. 117.
  5. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 74/148/149.
  6. rft-geraete.de: Kassettengeräte
  7. maz-online.de: Ich habe wochenlang geflennt, 29.03.2016, abgerufen am 22. Januar 2017
  8. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 159/166/167.
  9. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 171.
  10. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183, S. 133.
  11. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 171/172.
  12. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183, S. 139.
  13. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183,S. 44/135.
  14. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 179.
  15. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 186.
  16. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 192.
  17. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 192.
  18. Peter Richter für Universal: Rammstein, abgerufen über fan-base.de am 25.01.2017
  19. youtube.com: 06 Klaus Kinski - Die Magdalene Keibel Combo, abgerufen am 25. Januar 2017
  20. youtube.com: Rammstein - Heirate Mich (instrumental with lyrics), abgerufen am 25. Januar 2017
  21. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183,S. 292ff/402ff.
  22. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183,S. 359.
  23. Ronald Galenza, Heinz Havemeister: Feeling B – Mix mir einen Drink, Punk im Osten. Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3896024183,S. 374ff.
  24. youtube.com: Rammstein - Weisses Fleisch (Bizarre Festival Germany 1996) HD, abgerufen am 23. Januar 2017
  25. Rammstein - Mein Teil (Live France 2005). Abgerufen am 23. Januar 2017.
  26. Rammstein: Videos 1995-2012, DVD 3, Making-of Ich tu dir weh, O-Ton ab 9:10 Min., Universal Music, 2012.
  27. Rammstein: Anakonda im Netz, DVD Völkerball, Bonus-DVD Documentary Footage & Interviews, 2006, Universal Domestic Division, O-Ton ab 11:57 Min.
  28. Hannes Rossacher, Marek Weinhold: Documentary: Rammstein in Amerika. 2015, DVD 2
  29. Hannes Rossacher, Marek Weinhold: Documentary: Rammstein in Amerika. 2015, DVD 2, Rammstein GbR/Universal
  30. taz.de: Rammstein-Keyboarder Christian Lorenz: „Was Sex anging, war wenig los“.
  31. bild.de: Rammstein: Knallharte deutsche Hardrock Kultu-Band
  32. youtube.com: Rammstein - Bück dich live + Frau Schneider (HD); Made in Germany Tour; Hannover, 3.2.2012, abgerufen am 23. Januar 2017
  33. youtube.com: Pussy - Making of - Parte 2/2, abgerufen am 22. Januar 2017
  34. sz-magazin.de: Wer zu Lebzeit gut auf Erden Rammstein-Mit Deutschlands größtem Kulturexport auf Tour in Amerika, Dezember 2012, abgerufen am 13. März 2017
  35. n-tv.de: An was Flake sich so erinnern kann
  36. Referenzen Go!Events Berlin: Hochzeit Jenny Rosemeyer und Flake Lorenz (Rammstein), Vier-Seiten-Hof Brandenburg, 12., 13., 14. September 2008
  37. moz.de: Rammstein-Musiker Flake kam als Zeuge, 07.01.2013, abgerufen am 22. Januar 2017
  38. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 77.
  39. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 85.
  40. Flake: Der Tastenficker - An was ich mich so erinnern kann, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin, 2. Auflage April 2015, ISBN 978-3-86265-439-0, S. 17-20.
  41. renatecomics.de: About/History
  42. berliner-zeitung.de: Von Ostkindern und Hansakeksen - Porträt Peter Auge Lorenz, 6.9.2013, abgerufen am 7. April 2017
  43. herr-lorenz.de: Referenzen, abgerufen am 7. April 2017
  44. itworksmedien.com: Flake - mein Leben
  45. laut.de: Ich habe ein bisschen Angst.