Christian Ludwig Mayer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christian Ludwig Mayer (* 21. März 1974 in Kempten (Allgäu)) ist ein deutscher Pianist und Komponist. Seit 2008 tritt er gelegentlich auch unter dem Namen Ludwig Auwald[1][2] auf.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner Jugend brachte sich Mayer das Klavierspiel weitgehend autodidaktisch[3] bei. Während seines Musikstudiums am Richard-Strauss-Konservatorium München studierte er neben Jazzpiano bei Leonid Chizhik unter anderem auch klassisches Klavier bei Robert Regös, Cembalo bei Michael Eberth und Jazzkomposition bei Thomas Zoller. Daneben erweiterte er sein Instrumentarium im Selbstunterricht. Im Rahmen der Yehudi Menuhin-Stiftung nahm er zur selben Zeit an Konzerten in Jugendstrafanstalten teil. 2002 war er Preisträger des Gasteig-Förderpreises. Zur Fortbildung im Bereich der zeitgenössischen Musik nahm er Kompositionsstunden bei Laurence Traiger, Wilfried Hiller und Anton Prestele. Seitdem ist er als freiberuflicher Komponist und Pianist im In- und Ausland tätig.

Der Jazzjournalist und Kritiker Marcus Woelfle bezeichnet ihn im Musikmagazin Rondo wie folgt:

"Mayer, Komponist aller Stücke, hat die putzmunter zwischen den Genres vermittelnde Fantasie eines Jaki Byard, den singenden Anschlag eines Roland Hanna, die romantische Seele eines Robert Schumann und eine Riesenportion Eigenart."[4]

Mayer konzertiert regelmäßig international in verschiedenen musikalischen Genres, so in Italien,[5][6] Frankreich,[7] Schottland, Irland,[8] Österreich,[9][10] der Schweiz oder den USA. Er arbeitete unter anderen mit Künstlern wie Günther Klatt, Yorgui Loeffler, Susanne Brantl, Bibi Johns, Meret Becker, Dirk Bach, Walter Plathe oder Noël Akchoté. Er komponierte u. a. für Ottfried Fischer und die Heimatlosen (mit Trompeter Claus Reichstaller), das Art Ensemble of Passau (mit Peter Tuscher), das Ensemble Berlin[11] sowie für eigene Formationen wie das Auwald Trio, sein Ensemble International, oder das Auwald Consort.

Von 2010 bis 2012 arbeitete er unter dem Pseudonym „Ludwig Auwald“ mit Regisseur Dieter Wedel, so als Komponist und musikalischer Leiter der Nibelungenfestspiele Worms 2010 bis 2012 und der Zwingerfestspiele Dresden 2011.

2017 veröffentlichte Mayer mit seinem Auwald Trio (mit dem Münchener Bassisten Lui Leininger und dem Schweizer Schlagzeuger Lorenz Rutigliano) die Debut-CD Token Gestures, welche im Februar 2017 eine Nominierung für den Preis der deutschen Schallplattenkritik erhielt. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Beschäftigung mit alter Musik und freier Improvisation. Als Komponist schreibt er neben Theatermusik und Jazz vor allem Kammermusik.

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Vielzahl von Stücken aus den Bereichen des Jazz und Musik für Klavier Solo:

Bühne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kammermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Streichquartett in G (2009)
  • Waldgeist für Klarinette in A und Streichquartett (2016), Uraufführung durch das Ensemble Berlin bei den 19.Landsberger Sommermusiken 2017[13]

Orchestermusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fantasiestück für Jazzpiano und Orchester
  • Klavierkonzert in G

Ballettmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Genesis – Eine Schöpfungsgeschichte, gelesen von Jörg Hube (2005)

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997 Black & White, Dwayne Paulin Quartet, Bauer Studios Ludwigsburg-CHAOS Best.Nr. CAC8103-3
  • 1998 Blue sounds, Uriela Siefer Band, Verlag Sieber Dialog
  • 2001 Wishing Well, Julia von Miller Quartett, Whoopee records
  • 2003 Roma termini, Alessandro di Santis GLM Music
  • 2004 Cabaret modern, (AudioFilm mit Noël Akchoté, Red, Giovanna Cacciola, John Greaves, Jean-Louis Costes, etc., Winter & Winter)
  • 2009 Dedications, MAQ, Michael Ausserbauer Quartett
  • 2010 Robert Schumann- Von Wilden Reitern und Träumereien, Musikgeschichten für Kinder, IGEL-Records in Koproduktion mit BR-Klassik[15]
  • 2011 Live in St.Amarin, Moulin a cafe - Jazz Hot Orchestra, Studio M2V, M2VMAC11
  • 2016 Auwald Trio - Token gestures, Waterpipe records

Diskografie (Film)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. buecher-und-mehr.org (PDF)
  2. worms.de (Memento des Originals vom 16. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.worms.de
  3. wiegandsingt.de
  4. rondomagazin.de
  5. literaturlana.com
  6. helli.info
  7. newspress.fr
  8. derryjournal.com
  9. kultur.or.at@1@2Vorlage:Toter Link/kultur.or.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. kultur.graz.at (Memento des Originals vom 14. Januar 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kultur.graz.at
  11. sommermusiken.de
  12. Tannöd
  13. sommermusiken.de
  14. Otzenrath 3° kälter
  15. Landesbüchereistelle
  16. CD Booklet