Christian Ludwig Scheel von Plessen

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Christian Ludwig von Plessen

Christian Ludwig Scheel von Plessen (* 10. Dezember 1676 in Schwerin; † 30. August 1752 in Kopenhagen) war Geheimer Rat im Dänischen Konseil.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christian Ludwig Scheel von Plessen gehörte dem Adelsgeschlecht Plessen an und war Sohn des Hofmarschalls Christian Siegfried von Plessen. Nach der 1702 mit Charlotte Amalie Skeel geschlossenen Ehe und dem Anschluss der Skeelschen Stammhäuser Foussingoe und Selsoe erfolgte die Namen- und Wappenvereinigung mit Scheel. Nur die jeweiligen Besitzer der Stammhäuser trugen den Namen Scheel von Plessen, die anderen weiterhin den Namen Plessen. Die Familie Skeel gehört zu den uralten Adelsfamilien Dänemarks.

Christian Ludwig Scheel von Plessen ist Vorfahr der Angehörigen des dänischen Zweiges der Plessen/Scheel von Plessen und Schwiegervater der Hofdame Louise von Plessen.

Ein Porträt von ihm befindet sich auf Schloss Frederiksborg.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium in Kiel (immatrikuliert 1689) wurde Plessen 1702 Stiftsamtmann zu Aarhus, 1725 Geheimer Rat im Konseil (bis 1734). Seit 1730 bekleidete er die Funktion des dänischen Finanzministers - mit besonderem Erfolg.[1] Wie sein Bruder Karl Adolf von Plessen war er persönlich im Handel mit den westindischen Kolonien engagiert und konnte infolgedessen eine Mehrung seines Besitzes verbuchen.

Im Jahre 1728 erwarb er für 28.000 Reichstaler in einer Auktion das Gut Lindholm bei Roskilde, wo er das Hauptgebäude im Stil der Zeit bauen ließ. Das Haus in Glorup ließ er 1743/1744 durch den französischen Architekten Philip de Lange (1700–1766) im barocken Stil umbauen.[2]

Auf seinen dänischen Gütern, zu denen neben Lindholm und Glorup auch Foussingoe, Selsoe, Eskilsoe, Torpegaard, Holbaekgaard, Odden und Stensbaek gehörten, schuf er als erster in Dänemark die Leibeigenschaft ab, wofür ihm in Foussingoe ein Denkmal errichtet wurde.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • M. Naumann: Die Plessen - Stammfolge am XIII. bis XX. Jahrhundert. Herausgegeben von Helmold von Plessen im Auftrag des Familienverbandes. 2. neu durchgesehene und erweiterte Auflage. C. A. Starke, Limburg an der Lahn 1971.
  • N. Thyge Jensen: Gehejmeråder og Lensgrever. Slægten Scheel-Plessen (1702–1947). Fussingø-gruppen, Fårup 1999, ISBN 87-987092-1-6, S. 61ff. (Herrerne til Fussingø 2).
  • Maria-Elisabeth zu Stolberg: Meine Mutter Elisabeth zu Stolberg. Ein Leben in Hasselburg. Selbstverlag, Hasselburg 2001, ISBN 3-00-006245-9.

Einzelnachweis und Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Mathis Leibetseder: Die Kavalierstour, Adelige Erziehungsreisen im 17. und 18. Jhdt. Böhlau, Köln 2004, ISBN 3-412-14003-1, S. 192.
  2. Schloss Glorup (Memento des Originals vom 13. Januar 2005 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.svindinge.dk